Kleinigkeiten 2017

Möchtest Du Deine Meinung zu einem Eintrag öffentlich kundtun? Im Gästebuch ist’s möglich.

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Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Eurovision Song Contests und ein großes Dankeschön an Luísa und Salvador Sobral für ihr portugiesisches Lied Amar pelos dois.

K21

Tschö Phodoku

Im Jahre 2010 stellte ich diese ganze Netzpräsenz auf Aneamal um … die ganze Netzpräsenz? Nein! Einige Fotoseiten nutzten noch das 2009 entwickelte Phodoku-Format. In den ersten Jahren mit Aneamal verwendete ich es sogar für neue Bilderseiten als Erweiterung des Aneamal-HTML-Konverters weiter, denn Aneamal konnte anfangs Bilder nur spartanisch einbinden. Doch Aneamal ist erwachsen geworden. Es erfordert nicht nur einen geringeren Tippaufwand, es bietet auch mehr Flexibilität im Umgang mit Bildern. So habe ich nun alle Phodoku-Dateien in Aneamalseiten umgewandelt und den Phodoku-Interpreter abgeschaltet. Wer sich für so etwas interessiert, kann sich noch die Definition des Phodoku-Formates als XML Schema ansehen.

H27

What a Wooferful World

Der Song „What a Wonderful World“ wurde von Bob Thiele unter dem Pseudonym George Douglas sowie George David Weiss geschrieben und erstmals von Louis Armstrong aufgenommen. Wie ich heute lernte, lautet die zweite Strophe:

I see skies of blue
And clouds of white,
The bright blessed day,
The dark sacred night
And I think to myself,
What a wonderful world.

Ich hatte die vierte Zeile immer als „The dogs say good night“ gehört.

H20

Am DB-Automaten

Toll! Am Fahrkarten-Automaten der Deutschen Bahn kann man jetzt auch Karten für Hunde kaufen und braucht nicht mehr zu wissen, dass man so tun muss, als kaufe man für ein Kind, das ganz alleine reist. Weil zu viel Fortschritt auf einmal gefährlich sein könnte oder aus einem anderen Grund muss man aber noch immer vorgeben, der Hund reise allein. Ein gemeinsamer Fahrkartenkauf ist nicht möglich.

Man wühlt sich also zweimal durch den ganzen Kaufvorgang mit Eingabe des Reiseziels, des Reisetags, der Reisezeit, Auswahl der Verbindung aus den Vorschlägen, Preisauswahl – ja, man kann für dieselbe Verbindung zwischen verschiedenen Preisen wählen – Wagenklasse, Bahncard, Bonuspunkten, Zahlungsart und so weiter. Migo und ich haben bei der geplanten Lüneburg-Reise aber Glück und Fahrkarten für die gleiche Zugverbindung erwischt. Vielleicht finden wir zwei benachbarte Plätze? Dann wäre es fast, als reisten wir zusammen.

Auch spannend: Ich wollte meine 38-Euro-Fahrkarte mit einem 29-Euro-Gutschein plus Bargeld zahlen. Ich gab also meine Gutscheindaten ein, wonach noch neun Euro in bar fällig waren. Ich hatte allerdings kein kleineres Geld als einen 20-Euro-Schein bei und der Automat wollte nichts größeres als einen 10-Euro-Schein akzeptieren. Scheinbar waren ihm 11 Euro an Rückgeld zu viel. Ich brach den Bezahlvorgang also ab, löschte meine Gutscheindaten wieder, zahlte die 38-Euro-Fahrkarte mit einem 50-Euro-Schein und erhielt 12 Euro in bar zurück. Supi!

Der Vollständigkeit halber sei ergänzt, dass Migos Hin- und Rückfahrkarte 19 Euro kostete, ich mit dem 29-Euro-Gutschein zahlte und einen unbaren 10-Euro-Gutschein als „Rückgeld“ ausgedruckt erhielt.

G28

Sandalen

Die Frühblüher schauen aus der Erde und ich kann auf den ersten Winter zurückblicken, in dem ich kein einziges Mal andere Schuhe als meine Sandalen trug. Das heißt aber nicht, dass dieser Winter viel milder als vergangene gewesen wäre und auch nicht, dass ich nun viel abgehärteter als noch vor ein, zwei Jahren bin: Da Migo nicht mehr weit laufen kann, betraten wir in den zurückliegenden Monaten weniger Wald- und Feldwege, wo man zur Winterzeit im Schnee versinkt oder es besonders matschig wird.

G8

Platz im Zug

Auch wenn ich heute mit dem Zug fahre, nutze ich in Großstädten manchmal dieselbe Sitzplatz-Strategie wie einst in Spandau. Einen anderen Tipp habe ich aber fürs Zusteigen auf kleinen Bahnhöfen zwischen größeren Städten. Die Züge können dann voll sein, ohne dass Fahrgäste aussteigen oder viele Leute an der gleichen Station wie man selbst einsteigen.

In so einer Situation kann es sinnvoll sein, sich zu jenem Ende des Bahnsteigs zu orientieren, aus dessen Richtung der Zug kommt. Dann fährt der Zug beim Einfahren nämlich größtenteils an einem vorbei und man sieht dabei, wie voll es wo im Zug ist. Man weiß dann, in welchen Waggons man genug Platz findet und kann sich dorthin bewegen.

G7

Steuerzahlende Geringverdiener

Mich stört, in Medien wiederholt zu hören, Geringverdiener würden keine Steuern zahlen, denn es stimmt nicht. Korrekt ist, dass Geringverdiener keine Einkommenssteuer zahlen, wenn ihr Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt. Dieser Grundfreibetrag kommt übrigens Menschen mit mittleren oder hohen Einkommen genauso zugute – auch sie zahlen keine Einkommenssteuern auf einen entsprechenden Anteil ihrer Einkünfte. Es gibt weitere vergleichbare Freibeträge wie den Sparer-Pauschbetrag auf Kapitaleinkünfte.

Nichtsdestotrotz zahlen Geringverdiener Steuern. Ich bin Geringverdiener und zahle derzeit direkt oder indirekt mindestens Mehrwertsteuer, Hundesteuer, Grundsteuer sowie Steuern auf Versicherungen, Strom und Lotterieeinsätze. Ich trinke kaum Alkohol oder Kaffee, aber wenn doch beziehungsweise für die Versorgung von Gästen kommen auch dafür gesonderte Steuern auf mich zu. Das sind die Steuern, derer ich mir bewusst bin. Es könnten mehr sein, denn eigentlich kenne ich mich mit Steuerrecht nicht aus.

G6

Periodischer Orbit in rechtwinkligen Dreiecken

Mir ist auch ein einfaches Rezept für periodische Orbits in rechtwinkligen Dreiecken eingefallen. Starten kann man (abgesehen vom Eckpunkt) überall auf dem schmaleren Teil der durch den Höhenfußpunkt geteilten Hypothenuse und spielt den Ball dann von der Hypothenuse im rechten Winkel weg.

Rechtwinkliges Dreieck mit einem periodischem Orbit (rot)

G5

Periodischer Orbit in gleichschenkligen Dreiecken

Mathematische Fragen, die zwar leicht zu verstehen sind, auf die aber niemand eine Antwort weiß, finde ich sehr spannend. Im sehenswerten Youtube-Kanal Numberphile wurde jüngst eine solche vorgestellt:

Man stelle sich einen Billardtisch mit dreieckiger Spielfläche und Taschen genau in den Ecken vor. Wir haben nur einen Ball, der dafür ohne Reibungs- und ähnliche Verluste über den Tisch rollt und an den Banden einem perfekt gespiegelten Lichtstrahl gleich abprallt. Wenn er einmal angestoßen wurde und in keine Tasche fällt, rollt er immer weiter. Falls der Ball nach einer gewissen Zeit des Rollens seinen Weg genau wiederholt, nennen wir jenen Pfad einen periodischen Orbit.

Die Frage lautet: Gibt es in jedem Dreieck einen periodischen Orbit?

Im Video wird ein periodischer Orbit für alle spitzwinkligen Dreiecke gezeigt – das Höhenfußpunktdreieck des Billardtisches. Bekannt ist auch, dass alle Dreiecke, deren Innenwinkel rationale Teile eines Halbwinkels sind, einen periodischen Orbit haben müssen. Für stumpfwinklige Dreiecke mit irrationalem Winkel wie im folgenden Standbild des Videos ist die Frage aber im Allgemeinen unbeantwortet.

Bildzitat vom 4. Bino 2017, https://youtu.be/AGX0cLbHaog?t=4m34s

Zumindest für alle gleichschenkligen Dreiecksbillardtische fiel mir spontan ein periodischer Orbit ein: Man starte in der Mitte der Basis und stoße den Ball so in Richtung einer der anderen Seiten, dass er dort im rechten Winkel anprallt. In der folgenden Grafik ist der entsprechende periodische Orbit eingezeichnet.

Gleichschenkliges Dreieck mit einem periodischem Orbit (rot)

G4

Karneval

Da sich Migo nicht zwischen Audrey Hepburn und einem Steinkohlebrikett entscheiden konnte, fiel die Wahl letztendlich auf eine Verkleidung als Restaurant-Kritiker. Leider kann er in dieser Rolle nicht überzeugen.

G1

Anmerkungen zu: Kate-Bush-Song des Monats Bino

Im vorigen Monat hatte ich „The Saxophone Song“ als Kate-Bush-Song des Monats gewählt und versprach demjenigen ein Bienchen, der errät, weshalb ich genau jenes Stück wählte. Niemand sandte die Lösung ein, sodass ich das zu schwere (oder zu uninteressante) Rätsel hier auflösen möchte. Kate Bush singt:

There’s something very special indeed
In all the places where I’ve seen you shine, boy.
There’s something very real in how I feel, honey.

„Honey“ bedeutet eigentlich „Honig“; Honig wird von Bienen produziert und den Bienen ist Bino, der erste Monat des Jahres, gewidmet. Sollte ich auch 2018 noch in jedem Monat etwas zu einem Musikstück von Kate Bush schreiben, werde ich im nächsten Bino einen Song mit einer weniger subtilen Verbindung zu Bienen aussuchen – versprochen!

F27

Anmerkungen zu: Warum ich ethisch handeln möchte

Mir ist bewusst, dass das Warum weniger interessant sein dürfte als das Wie. Beim Wie bin ich allerdings noch nicht. Das heißt, ich bin noch auf der Suche nach einer Ethik, die für mich funktioniert. In weiteren Artikeln will ich mich dem nähern, wobei ich natürlich schon Ideen habe. Ich trug auch in der Vergangenheit einmal Stichworte zusammen, die eine Rolle spielen sollen.

Zum Artikel über das Warum möchte ich erwähnen, dass ich eine gewisse Flexibilität oder Wankelmütigkeit nicht grundsätzlich verteufeln will. Sie mag den Menschen helfen, sich möglichst erfolgreich an sich verändernde Umstände anzupassen.

F22

Wörter gesucht

Migo und ich haben ein kleines Quiz gebaut. Migo hat Wörter vorgeschlagen und ich habe dazu eine Erklärung – das heißt nur die Erklärung – getippt. Findest Du die von Migo erdachten Wörter heraus? In Klammern steht die Zahl der Buchstaben des gesuchten Wortes.

  1. finanzielle Ausgaben (6)
  2. aufrecht stehender Träger für Antennen, Segel, Fahnen, Stromleitungen (4)
  3. Verfärbung oder charakteristisches Zeichen auf der Haut (3)
  4. ringförmig mit sich selbst verknüpfte Schnüre, die sich zuziehen lassen (Mehrzahl, 9)
  5. Organ der Rechtsprechung (7)
  6. grafisches Bedienelement in Software, das Funktionen leisten- und listenartig anbietet (4)
  7. Standort des UNESCO-Welterbes Zeche Zollverein und 2017 Umwelthauptstadt Europas (5)
  8. an Wänden montierte Platten zur Beschriftung mit Kreide (Mehrzahl, 6)
  9. vorgegebene Zeitspanne zur Erledigung von etwas (5)
  10. auf der Innenseite von Oberbekleidung angebrachtes Gewebe (6)

Lösungen finden sich am Ende der Seite.

F14

Pierre und Sophie

Am 17. Mai 2015 waren Mathies’ Sachen für seine Rückreise nach dem Besuch in Perleberg gepackt, aber es blieb noch etwas Zeit bis zur Abfahrt des Zuges. Um diese zu überbrücken, beschlossen wir spontan, jeder schnell eine Geschichte zu schreiben. Die Grundsituation war vorgegeben: Pierre und Sophie sind mit ihren Kindern Marie und Jean unterwegs. Hier mein … Werk:

Pierre und Sophie zogen aus in den Wald,
von Hunger gezeichnet, die Nacht war kalt.
Marie und Jean lagen im rumpelnden Wagen,
Tochter und Sohn kann man auch sagen.
Die beiden, dürr, konnten kaum gehen,
denn lang hatten sie kein Brot mehr gesehen.
So hatten die Eltern voll Trauer beschlossen:
Heute werden die beiden erschossen!
Lieber ein schnelles Ende mit Schrecken,
als elendig ohne Nahrung verrecken.

Am Ort, ihrem Ziel, einer Lichtung im Mondschein,
lag jedoch schlafend ein dickliches Wildschein.
„Was tun?“, fragte Pierre Sophie da besorgt,
ein Borstentier stand nicht im Plan für den Mord.
„Wir haben keine Kugeln übrig für Zeugen,
doch darf das Schwein die Tat nicht beäugen.“
Sophie aber war um keine Lösung verlegen,
schlich sich ans Wildtier, äußerst verwegen,
und schlang ihm ihr Halstuch sanft ums Gesicht,
so sah das Schwein selbst im Mondschein kein Licht.

Nun aber war höchste Eile geboten:
Pierre schickte die Kinder ins Reich der Toten
mit einem Schuss in Jeans jungen Schädel,
danach in den Kopf von Marie, seinem Mädel.
Derweil beide Kinder wurden erlöst,
hatte das Wildschein im Dunkeln gedöst.
Jetzt wurde es Zeit dessen Schleier zu heben,
Denn Pierre und Marie achteten das Leben.
Vom Schal befreit zog das Schwein gesund fort
nichts wissend vom gerade geschehenen Mord.

F8

Inspector Barnaby

Klar, in Kriminalfilmen wird Polizeiarbeit nicht realistisch dargestellt. Bei Inspector Barnaby – im Original Midsummer Murders genannt – finde ich trotzdem eines bemerkenswert. In der Regel gibt es mehrere Tote je Folge, drei Morde sind typisch. Inspector Barnaby und Kollegen beginnen ihre Untersuchungen spätestens nach dem ersten Todesfall. Das heißt, regelmäßig finden noch weitere Leute einen unnatürlichen Tod, während die Polizei ermittelt. Quasi unter den Augen von Inspector Barnaby wird fleißig gemordet, was niemanden zu wundern und auch die Gesetzeshüter nicht an ihrer Effektivität bei der Kriminalitätsbekämpfung zweifeln zu lassen scheint. Wenn am Ende der Täter gefasst wird, ist alles in Butter und die Aufklärungsquote super.

B26

Waffenhandlung

Zwei Klebebärchen mit T-Shirt-Aufschriften: „Baby an Bord“ und „Kein Balg mit beklopptem Namen an Bord“
23. August 2015, Perleberg

Nebenbei bemerkt:
Die Verzerrung der Stimme gefällt mir nicht und ich habe keinen Bezug zu 9/11-Verschwörungstheorien, gleichwohl hat Stephen Paul Taylors „Everybody Knows Sh*t’s F*cked“ Ohrwurmpotenzial und mir hat sich die ausdrucksstarke Zeile: „You patrol both sides of the border“ – „Ihr patrouilliert auf beiden Seiten der Grenze“ – eingeprägt.

B19

Im WWW sind Zeitzonen unzeitgemäß

Im Gästebuch lasse ich wie schon zuvor bei Kommentaren zum Beitrag automatisch die Uhrzeit notieren. Problem: Die Mehrheit der Weltbevölkerung wird dabei immer feststellen, dass die Angabe nicht mit ihrer Armbanduhr übereinstimmt. Bei mehr als 30 Zeitzonen macht man es – wie man es auch macht – nur einem Bruchteil der Menschen recht.

Mithilfe der Technik wäre zwar möglich, die Angabe eines Zeitpunktes an unterschiedlichen Orten der Welt unterschiedlich darzustellen – also dass man im Sauerland bei Aufruf des Gästebuchs über dem ersten Eintrag beispielsweise 0:00 Uhr liest, in Seoul an der gleichen Stelle aber 8:00 Uhr und in London 23:00 Uhr mit Datum des Vortags –, so dass die Angabe immer zur Zeitzone des Lesers passt.

Aber wenn Menschen an unterschiedlichen Orten auf der Welt die scheinbar gleichen Inhalte doch subtil unterschiedlich angezeigt bekommen, behindert das die Kommunikation über Grenzen hinweg, erzeugt neue Missverständnisse und kann Frust gebären. Würdest Du beispielsweise eine Seite als verlässliche Referenz einstufen, wenn sich auf ihr, während Du im Flugzeug über dem Atlantik sitzt, ständig eine auf ihr befindliche Quellenangabe für ein Politikerzitat zu einer aktuellen Krisensituation ändert?

Sagte XY dies und das bevor oder nachdem jenes und solches bekannt wurde? Das kann wichtig sein und wird sehr schwer nachvollziehbar, wenn sich die Angaben in einer Quelle immer wieder ändern, je nachdem wo sich der Betrachter befindet … Leuten an unterschiedlichen Orten subtil unterschiedliche Sachen unter der gleichen Adresse anzuzeigen ist doof.

Wir alle nutzen das gleiche weltweite Netz, WWW = world wide web, und kommunizieren auch über andere Dienste global. In einer globalisierten Welt sind regionale Zeitzonen nicht zeitgemäß, wie bereits in meiner kleinen Geschichte der Zeit notiert. Etwa seit erscheinen jenes Artikels verwenden die automatischen Zeitangaben bei Kommentaren auf dieser Netzpräsenz rückwirkend bis einschließlich 2013 die koordinierte Weltzeit UTC, sofern nicht anders angegeben.

B1


Lösungen zu „Wörter gesucht“
A. Kosten, B. Mast, C. Mal, D. Schlingen, E. Gericht, F. Menü, G. Essen, H. Tafeln, I. Frist, J. Futter