Ornament

Vorhaben fürs Leben

Unsere Zeit auf Erden ist begrenzt und daher kostbar. Wofür setzen wir sie ein? Für Dinge, die wir nicht mögen, oder im Einklang mit dem, was uns am Herzen liegt? Um Letzteres tun zu können, rät das Buch The Big Five for Life – ein Geschenk meines Bruders Gregor – jedem Menschen, seiner Existenz einen Zweck zu geben und sich anhand von fünf Punkten bewusst zu machen, was er im Leben sehen oder erreichen will.

Ich nehme mir einen Grundgedanken anstatt eines Existenzzwecks mit auf den Lebensweg: „… um meinen Vers beizutragen“. Dieser Grundgedanke kommt aus dem Gedicht O Me! O Life! des Lyrikers Walt Whitman, wie es im Film Der Club der toten Dichter zitiert wird.[1][2]

Erforschen, entdecken, erfinden
Auf Entdeckungsreise gehen möchte ich in der Welt der Mathematik mit ihre Anwendungen auch auf das alltägliche Leben. Freilich wäre es schön, ein bekanntes, widerspenstiges Problem zu lösen. Ebenfalls wertvoll ist allerdings, eine gute Frage zu stellen, die weitere Forschung anstößt.
Gemeinsam genießen
Mit zwei- und vierbeinigen Gefährten möchte ich gemeinsam das Dasein genießen. Das schließt ein, meinen Gefährten in ihren Wünschen und Bedürfnissen gerecht zu werden. Mit einem Hund zusammen raus in die Natur, wandern, spielen, speisen …
Das Hier und Dasein dokumentieren
Ich möchte meine nähere Umgebung sowie Aspekte des Lebens mit meinen Gefährten dokumentieren, damit Erinnerungen daran bleiben, und ich möchte Aufzeichnungen anderer bewahren. Ein konkretes Projekt ist, ein Fotobuch mit Perleberger Ansichten zu erschaffen.
Verständigung verbessern
Dieser Vorsatz ist vielschichtig. Zum Beispiel möchte ich meinen eigenen Austausch mit anderen Menschen beleben. Außerdem geht es mir darum, Kommunikation allgemein zu erleichtern, etwa indem ich an technischen Standards mitwirke oder Kommunikationsmittel bereitstelle.
Individuen inspirieren
Sowohl mit Poesie als auch – wenn es dazu kommt – beim Lehren: Ich möchte bei Lesern und Teilnehmern ein eigenes Interesse wecken, zum Grübeln anregen, neue Sichtweisen eröffnen. Ein konkretes Vorhaben ist, einen inspirierenden Poesieband zu verfassen.

Ich habe zudem einige Stichworte zusammengetragen, auf welche Weise ich meinen Weg durchs Leben gehen möchte: Schritt für Schritt, friedfertig und respektvoll, offen und ehrlich, hilfs- und lernbereit, mit eigener Kraft und die natürlichen Lebensgrundlagen erhaltend.

Was wünschst Du Dir für Deine Zukunft, was möchtest Du erleben und erreichen? Ich würde mich über eine Nachricht von Dir an martin@prlbr.de freuen, wenn wir zusammenpassende Interessen haben. Vielleicht können wir einander auf dem Weg zu unseren Zielen behilflich sein? – Martin Janecke


[1]
„Ich, und mein Leben, die immer wiederkehrenden Fragen, der endlose Zug der Ungläubigen, die Städte voller Narren. Wozu bin ich da? Wozu nützt dieses Leben? Die Antwort: Damit du hier bist. Damit das Leben nicht zu Ende geht, deine Individualität. Damit das Spiel der Mächte weiter besteht und du deinen Vers dazu beitragen kannst.“ – Walt Whitman, so gekürzt wiedergegeben in Der Club der toten Dichter
[2]
Grundgedanke, Zweck der Existenz – vielleicht ist das abgesehen von Maluma/Takete am Ende sehr ähnlich. Meinem Sprachempfinden zufolge steht der Zweck einer Kreation allerdings schon vor ihr als Teil eines schöpferischen Planes fest und kann später womöglich erkannt, aber nicht gewählt werden. (Was ohne schöpferischen Plan entsteht, ist ohne Zweck.)