Kurznachrichten 2019

  1. Migo und ich erfreuen uns an den Himbeeren, die sich auf unserem Grundstück angesiedelt haben. Schön ist, dass sie nicht alle gleichzeitig reifen.

  2. In der Berichterstattung des Rundfunks Berlin-Brandenburg laufen BVB/Freie Wähler als Kleinpartei. Als solche wurde sie in der Sendung „Brandenburg-Wahl: Die Herausforderer“ besucht, bei der wir auch Piraten, ÖDP, Tierschutzpartei und V-Partei³ sehen konnten. Andererseits wurde der FDP-Spitzenkandidat in die prominenter platzierte Sendung „Brandenburg-Wahl: Ihre Wahlarena“ eingeladen, bei der er auf die Spitzenkandidaten jener Parteien treffen wird, die bei der vorigen Wahl die 5-Prozent-Hürde überschritten: SPD, CDU, Linke, AfD und Grüne/B 90. Ist das fair, wenn man bedenkt, dass BVB/Freie Wähler bei der vorigen Wahl anders als die FDP durch ein gewonnenes Direktmandat in den Landtag einzog und mit 2,7 % der Zweitstimmen deutlich mehr als die FDP mit 1,5 % der Zweitstimmen erhielt?

  3. Ich hänge meine Andretti-Racing-Karriere an den Nagel. Vierzig Saisons, je zur Hälfte in Stock- und Indywagen, sind genug. Erstaunlich, wie wenig technischen Fortschritt es in der Zeit gab … ;-) Ich spielte die Play-Station-Version emuliert am Klapprechner, habe aber das Spiel auch original gekauft. Mein Lieblingskurs war Grand Rapids, am wenigstens mochte ich Vancouver. Beste Rennrundenzeiten: https://prlbr.de/tk

  4. Gelesen: „Die 101 wichigsten Fragen – Judentum“ von Andreas Brämer. Fachlich mag das Buch sehr gut sein. Als Einführung, wenn man sich ohne viel Vorwissen übers Judentum informieren möchte und einen Überblick bekommen, finde ich es nicht geeignet. Vielleicht ist das Format der 101 Fragen dafür ungünstig, sicherlich aber Auswahl und Anordnung der Fragen. Ein Beispielsatz aus dem Buch: „Die Versuche, dem Judentum zu einer systematischen Darstellung seiner verpflichtenden Grundlehren zu verhelfen, münden nicht in eine kanonisierte Dogmatik.“ (Aus der Antwort zu Frage 13: Woran glauben Juden?)

  5. Bevor die Sonne für heute am höchsten über Wittstock/Dosse stand, hatte ich den Stadtkern mit Migo einmal im Uhrzeigersinn außerhalb der Stadtmauern und jenseits des Landesgartschaugeländes umrundet sowie einmal gegen den Uhrzeigersinn stets innen an der Stadtmauer entlang. Frage: Umrundeten wir den Stadtkern damit insgesamt keinmal oder zweimal?

  6. Das Stepenitztal zwischen Perleberg und Weisen ist, wie ich mir einen Teil des Paradieses ausmale. Heute traf ich dazu passend eine Schlange. Anders als im Paradies aber schlängelte sie von dannen, wie etwas später auch zwei Rehe das Weite suchten und zuletzt ein Eichhörnchen floh.

  7. Mein Hund hat weniger Urgroßväter als ich.

  8. Im Verlauf eines Jahres sparte ich durch die Bahncard nicht einmal ein Drittel dessen, was ich für sie ausgab. Das liegt vor allem daran, dass ich mit Hund statt allein reiste. Detaillierte Auswertung: https://prlbr.de/2019/bahncardbilanz/

  9. Gestern erhielt ich zu meinem Vorschlag die Antwort von der Duden-Redaktion, dass das Wort „Mem“ demnächst über das Große Fremdwörterbuch hinaus in ihre Veröffentlichungen aufgenommen wird. 🙂

  10. Zum Schutz der Daten ihrer Leser bindet tagesschau.de nicht ungefragt Inhalte und Skripte von Twitter-Servern in ihre Seiten ein. Das ist gut. Die Einverständnis-Erklärung, die man sich vom Leser einholt – ☐ Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden. – ist jedoch wenig hilfreich. Besser wäre, würden sie nach dem Einverständnis zur Datenpreisgabe fragen, denn da liegt schließlich die Krux.

  11. Beispiel für das Mathematikniveau von Focus Online: „Die vom Erfinder vorgesehene Ausrichtung ist auch die am beliebtesten, zumindest in der westlichen Welt. Etwa jeder dritte Mensch der westlichen Welt bevorzugt es, wenn das abzureißende Blatt ihm zugewandt ist. Das andere Viertel der Menschen hingegen hat es lieber, wenn das Abreißblatt an der Wand hängt.“ Es geht übrigens ums Aufhängen von Klopapierrollen.

  12. Durch eine Vollbremsung mit Migos Wagen konnte ich heute einer Echse und mir den Tag retten.

  13. Habe eben das erste Mal eine partielle Mondfinsternis gesehen. Mit 36 Jahren ist das ziemlich spät, oder? Gerade weil es eigentlich öfter möglich ist, legte ich nie besonderen Wert darauf, es einzurichten.

  14. Möge Frau von der Leyen ein gutes Team in der Kommission und ein glückliches Händchen für unsere Europäische Union in den nächsten Jahren haben.

  15. Ich habe 10 bestellte Bücher von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung erhalten – viel Lesestoff!

  16. 🚴 🎉

  17. Es wird Zeit, dass Automobile ihrem Namen gerecht werden und endlich selbst fahren. Urlaubsreisende müssen dann nicht mehr mit ihnen im Stau stehen, sondern können gemütlich mit der Bahn ihre Ferienziele erreichen. Die Autos können allein nachkommen.

  18. Fledermäuse flattern fleißig über unserer Terrasse.

  19. Der Weisener Kreisverkehr ist geöffnet. Der Verkehr rollt. So werde ich mit Migo nur nachts noch auf dem Fahrbahnrand spazieren.

  20. Das „Spitzenkandidatenprinzip“ bei Wahlen zum EU-Parlament ist mir nicht wichtig. Im Sinne der Gewaltenteilung finde ich es eher etwas befremdlich, wenn bei einer Wahl zugleich über Exekutive und Legislative entschieden wird. Wenn man den Volksvertretern (und indirekt damit den Wählern) mehr Macht in die Hände legen möchte, könnte man dies beispielsweise durch ein Initiativrecht fürs Parlament erreichen – das heißt, dass aus dem Parlament selbst Gesetzesvorschläge eingebracht werden könnten.

  21. Laut Bertelsmann-Studie fühlt sich ein Viertel der Schüler in der Schule wegen Ausgrenzung, Hänseleien und Gewalt nicht sicher (https://prlbr.de/dk). Die Passauer Neue Presse titelt dazu: „Gewalt an Schulen: Lehrerpräsident warnt vor verzerrtem Bild“, und vermerkt: „Für die Mehrheit der Schüler seien deutsche Schulen keine Orte der Gewalt, betont Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes […]“ (https://prlbr.de/fk). Das erinnert mich an die zynische Bemerkung, Gruppenvergewaltigungen seien für die Mehrheit eine spaßige Erfahrung. Man möge sich auch einmal vorstellen, die Kirchen hätten in den letzten Jahren auf die zahlreichen Missbrauchsfälle zunächst mit der Warnung vor einem verfälschten Bild reagiert mit der Begründung, die meisten Kirchgänger würden gerne in den Gottesdienst gehen und für sie sei die Kirche gar kein Ort des Missbrauchs.

  22. An eigenen Werken auf dieser Netzpräsenz möchte ich von kurz- bis langfristig • ein Programmierprojekt abschließen • Alltagsfotos auswählen und veröffentlichen • allgemein interessante Artikel mit mathematischem Hintergrund veröffentlichen • künstlerisch aktiver werden.

  23. Was Migo noch so mag: https://prlbr.de/ck

  24. Der Rauch hier hatte schon einen langen Weg hinter sich: Anscheinend kommt er aus McPomm von einem Brand bei Lübtheen, wo mehrere Hundert Hektar in Flammen stehen.

  25. Rauch hängt dünn in Weisen. Instinktiv will ich nicht tief einatmen. Die Augen sind etwas gereizt. Willkommen ist, dass die Sonne so nur noch fahl auf die Haut scheint. In der Umgebung brennt wohl Wald oder Feld.

  26. Vor zehn Jahren verlor die Welt in Dresden erstmals ein Kulturerbe der Menschheit. Der Kulturlandschaft Dresdner Elbtal wurde der Status infolge eines Brückenbaus durch die UNESCO aberkannt. Zwei Jahre zuvor hatte die UNESCO im Oman erstmals einen Weltnaturerbe-Status zurückgezogen – damals für das vom Oman zur Erdölgewinnung massiv zurückgeschnittene Wildschutzgebiet der Arabischen Oryx.

  27. Ist mein Gästebuch https://prlbr.de/2019/gaestebuch/ eine Katastrophe? Braucht es eine Software, die Autoren dazu einlädt, ihren Beitrag mit Namen zu kennzeichnen? Braucht es eine Möglichkeit, die Diskussion in einer Baumstruktur aufzuzweigen statt alle Einträge chronologisch anzuordnen, damit man leichter erkennt, was eine Antwort worauf ist?

  28. I am not a proponent of ethics that concentrate on maximizing some criterion, so the question what is better does not seem ethically very relevant to me. I do not think that we must always do what is best. We should not do wrong things though.

  29. Um Fliegen zu fangen, muss man extrem schnell oder besonders langsam sein. Ich bevorzuge Letzteres.

  30. Ich würde mir von deutschen Medien mehr Zurückhaltung beim Kommentieren der Besetzung der Spitzenposten in der EU nach der zurückliegenden Wahl wünschen. Es mag suboptimal sein, wenn vor der Wahl suggeriert wurde, dass der Spitzenkandidat der stärksten Fraktion voraussichtlich Kommissionspräsident werde, und dies nach der Wahl nicht geschieht. De facto aber haben wir keinen Kommissionspräsidenten, sondern ein Parlament gewählt. Das war auch bekannt. Im Parlament scheint Manfred Weber keine ausreichende Mehrheit zu haben. Seine Fraktion ist zwar mit gut 24 % der Sitze die stärkste; das heißt aber auch, dass mehr als Dreiviertel der Wähler sich gegen seine EVP und für andere Abgeordnete entschieden haben. Wenn eine absolute Mehrheit des Parlamentes für einen anderen Kandidaten für die Kommissionspräsidentschaft stimmen sollte, kann ich daran nichts Undemokratisches finden.

  31. Wenn wir hin und her gehen statt eine Runde, kürzt Migo immer öfter: bleibt stehen, wartet, bewegt sich erst wieder, wenn sich die Richtung verkehrt.

  32. Nach dem Artikel zum Kolorieren der „Blume des Lebens“ hier eine Variante mit zwölf weißen und sechs mal 13 bunten Blütenblättern: https://prlbr.de/7k

  33. Der vorige Monat ging vorüber, ohne dass ich ans Jubiläum dieser Netzpräsenz dachte. Es war Mai 2009, als ich begann, auf perlebär.de Gedanken zu dokumentieren. Ein Jahr zuvor hatte ich einen Blog für meinen Hund Migo angelegt, der später hier integriert wurde – daher reichen die Jahresübersichten heute schon elf Jahre zurück. Die Domain prlbr.de wird erst im November dieses Jahres ihr Zehnjähriges feiern. Ich registrierte sie zunächst für Kurz-URLs und zog im Oktober 2010 ganz zu ihr um.

  34. Beim neuen Einstellen der Wildkamera schaute mir eine Ratte aus zwei Metern Entfernung zu. Davor hatte ich sie im Teich schwimmen gesehen. Die Kamera hatte in fünf Tagen keinen Nager aufgenommen.

  35. Die „Gute Frage“ in Gehirn&Geist 06/2019: „Was wollen wir wirklich?“ Dem Artikel zufolge passen unsere bewussten Ziele, nach denen wir streben, etwa so gut zu unseren unbewussten Bedürfnissen, als hätten wir sie per Münzwurf gewählt. Das Wohlbefinden aber korreliert mit den unbewussten Motiven. Prof. Schultheiss rät, bevor man ein Ziel im Leben ansteuert, sich den Weg dorthin möglichst genau und das Erreichen lebhaft auszumalen – und dabei auf seine Gefühle zu achten. So erkennt man leichter, ob das, was man anpeilt, für einen selbst wirklich bedeutsam ist und einem gut tut.

  36. Früher in diesem Jahr hatte ich Zutaten für ein Selbstbau-Kreuzworträtsel bereitgestellt. Hier drei Lösungsvorschläge meiner Mutter: https://prlbr.de/6k

  37. Gerade hat ein Waschbär durch die Gazetür in unser Heim geschaut. 🦝

  38. Die Straßen beginnen zu schmelzen – wie gut, dass der SUV Allradantrieb hat.

  39. https://prlbr.de/kunarien.xml ← Kurznachrichten-Feed, auf Leserwunsch erstellt

  40. 14 Jahre!
    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und baldige Genesung, Migo.

  41. 13 Jahre und 13 Monate … Happy Bearsday, Migo! 🍀

  42. Gelesen: „Das Leben der Bäume“, in welchem kurze Gedichte und Prosafetzen Baumfotografien begleiten, zusammengestellt von Wolfgang Lauter. Famos fand ich darin „Bäume“ von Sarah Kirsch.

  43. Schön – die Wahlbeteiligung bei der Wahl zum EU-Parlament ist in Deutschland signifikant gestiegen.

  44. Ui, schon wieder ein Glückskeks ohne Zettel! Welche Botschaft mag damit verbunden sein?

  45. Da hat die MAZ wohl die Quellen- und Lizenzangabe vergessen … → https://prlbr.de/5k

  46. Ein Bild und ein Bericht zu Ultima Thule vom Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory und der NASA → https://prlbr.de/4k

  47. Gelesen: „Operation Wunderland“, eine Sammlung des gleichnamigen und fünf weiterer Mehr-oder-weniger-Tatsachenberichte von den Meeren der Welt, 1989 erschienen im Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik. Die Propaganda variiert von subtil bis triefend.

  48. Arcade 🎉

  49. In meinem Glückskeks war heute kein Zettel. Am Teich quakte den Tag über ein Frosch.

  50. Das Fahrerfeld der Tour de Prignitz radelt gerade an meinem Grundstück vorbei. 🚴

  51. Bonusfrage zu https://prlbr.de/4p – Wie sieht ein Rechteck aus, bei dem es für die kürzeste Verbindung aller Punkte keinen Unterschied macht, ob man dafür einen oder zwei Züge zur Verfügung hat?

  52. RBB-Landschleicher-Porträt von Weisen: https://prlbr.de/ls

  53. Es ist so friedlich im Weisen ... nicht still, denn die Vögel singen, doch ruhig ... Der Kreisverkehr zwischen Waldhaus, Bundesstraße 189 und Hauptort ist gesperrt.

  54. Mein Rechner isst keinen Strom mehr, sodass ich im Moment nur sehr eingeschränkt erreichbar bin, sorry.

  55. Gestern hatte ich eine unerfreuliche Geschmackserfahrung mit frisch gekauften Spinat-Ricotta-Tortellini von Penny. Deren Mindesthaltbarkeitsdatum wurde allerdings schon in der ersten Woche dieses Jahres überschritten, wie mir ein Blick auf die Packung im Nachhinein verriet. Bitte, liebe Verkäufer, wenn ihr die Waren sowieso an der Kasse über den Scanner zieht, dann prüft so etwas automatisch. Das ließe sich doch im Strich- oder in einem QR-Code leicht hinterlegen.

  56. Ich hatte mir also vorgenommen, meine Stimme der Piratenpartei zu geben. Kurz darauf trat die allgemein geschätzte EU-Abgeordnete der Piraten Reda aus ihrer Partei aus und rief dazu auf, ihre Ex-Partei bei der nächsten Wahl zu boykottieren. Grund sind Verfehlungen eines Mitarbeiters, keine politischen Inhalte. Leider ist es so, dass die Personalquerelen in der Kandidatenliste der Piraten manifestiert sind und aus formellen Gründen nicht mehr behoben werden konnten. So steht auf Listenplatz 2 der Partei nun jemand, den die Partei selbst am liebsten in Luft auflösen würde und zu dem sie erklärt hat, ihn nach einer etwaigen Wahl nicht in ihre Fraktion aufzunehmen und den sie aus ihrer Partei ausschließen möchte. Wie kann ich hoffen, dass meine Stimme zu einer konstruktiven Arbeit beiträgt, wenn die Kandidaten der Partei nicht miteinander arbeiten können und wollen?

  57. Während wir uns auf der einen Seite des politischen Spektrums um die Entwicklung der AfD sorgten, haben sich die Grünen auf der anderen leider als eine echte Gefahr für unsere Demokratie erwiesen. In Brandenburg haben sich die Grünen – und das dank der zu Hilfe eilenden Linken und SPD erfolgreich – für eine Änderung der Wahlgesetze stark gemacht, weil ihnen die Wahlergebnisse innerhalb anderer Parteien und ggf. auch des ganzen Volkes nicht passen. In diesem Jahr hat ihr Vorstoß noch keine Gültigkeit, aber über das Ergebnis der turnusmäßig 2024 anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg wissen wir schon heute mehr als über die Wahlen in diesem Herbst, denn Grün-Rot-Rot hat die Wahlfreiheit eingeschränkt und die Verteilung der Mandate teils vorweggenommen. Ihre Unfähigkeit oder ihr Unwille, zwischen Gleichberechtigung und Chancengleichheit auf der einen und Gleichverteilung und Ergebnisgleichheit auf der anderen zu entscheiden, – ihre Quotenmanie – allein wird gewiss nicht der Untergang des Landes sein. Auf die Aktion mag aber eine Reaktion folgen. Was die Grünen als Erfolg sehen, mag zugleich zum Futter für die Kanonen der Rechten werden; Wahlgesetze der eigenen Ideologie anzupassen gibt ein mieses Beispiel; Politik, die sich statt an Fakten an „gefühlten Fakten“ orientiert, können die Grünen nicht mehr glaubwürdig kritisieren, da sie dies selbst salonfähig gemacht haben. Dies ist das zweite Mal, dass ich bereue, meine Stimme in der Vergangenheit meist den Grünen geschenkt zu haben. Ich denke, es wäre töricht, es auf ein drittes Mal ankommen zu lassen …

  58. Über 80 % Übereinstimmung mit Grünen und Piraten ergab der Wahl-O-Mat zur Europawahl der Bundeszentrale für politische Bildung bei mir. Das ist keine Überraschung, sondern bestätigt meine Selbsteinschätzung vollkommen, dass diese beiden Parteien meine politischen Anschauungen am besten repräsentieren. Das Traurige dabei ist, dass ich eigentlich keine der beiden Parteien wählen möchte …

  59. Version 27 des Aneamal-Übersetzers → https://prlbr.de/9k

  60. Hase und Reh sah ich gestern im Wald bei Breese aus der Nähe – bei meinem Osterausflug nach Wolfshagen vor einer Woche auch aus der Ferne. Apropos: Bei Wolfshagen wanderten Migo und ich an unzähligen Findlingen und Lesesteinhaufen vorbei – Migranten aus Skandinavien.

  61. Ich habe gestern einen Rasenmäher gekauft und heute zusammengebaut. Das war angenehm – ein bisschen wie beim Lego.

  62. 🦊

  63. Vor Einfahrt in den Bahnhof Breddin sah ich am Karfreitag den Mond aus dem Fahrradabteil im Bauch des Doppelstockzugs rosa-orange gefärbt wie Pink-Grapefruit-Brause über dem östlichen Horizont stehen. Die Sonne war der Eisenbahn bereits enteilt und abgetaucht, doch die Nacht noch nicht angebrochen. Von Zernitz bis Stüdenitz führen die Schienen entlang einer Geländestufe. Im Norden wogen die sanften Wellen der Kyritzer Platte oberhalb der Bahnlinie; im Süden liegt das topfebene Luchland zwanzig bis dreißig Meter tiefer. Ich mag diese Stelle sehr, die Geschichten über das Entstehen und Vergehen von Landschaften erzählt. So schaue ich dort mit Vorliebe von einem Buch oder Klapprechner auf und hinaus.

  64. Habe bei Frühjahrsputz-Aktionen heute Müll aus den Golmer Fichten gesammelt und vor einer Woche am Weisener Landmarkt gekehrt. Manchmal nehme ich auch von Spaziergängen Müll zur Entsorgung in meiner eigenen Tonne mit, an welchem sich Wild verletzen oder in dem sich Vögel verfangen könnten, wenn es als Nistmaterial gewählt wird. Leider werfen Leute Unrat immer wieder in die Landschaft. Den Archäologen der Zukunft wird es reiche Funde bescheren.

  65. „Auch sollt ihr niemanden auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel.“ – Einheitsübersetzung 2016, Matthäus 23:9. Warum ist die Bezeichnung „Vater“ in der Katholischen Kirche für den Papst, aber auch für andere Geistliche insbesondere in den romanischen Sprachen dann üblich?

  66. Hätten Sie es gewusst? Am gemütlichsten liegt es sich für Hunde quer im Bett.

  67. Die vier Himmelsrichtungen: https://prlbr.de/3k

  68. Weisen hat jetzt ein Wartehäuschen auch in Richtung Perleberg an der Bushaltestelle Kreuzung.

  69. Deutschland wird für zu geringe Verteidigungsausgaben im Vergleich mit Bündnispartnern kritisiert. Das ist verständlich. Mein Vorschlag wäre, massiv in die Entwicklung eigener Computersicherheit und Redundanz kritischer Infrastruktur zu investieren (nicht in den Kauf von Informationen über Sicherheitslücken, um sie dann selbst auszunutzen, statt sie zu schließen), ebenso in Vorräte und Schutzmaßnahmen für die Zivilbevölkerung, des Weiteren in Erkennungs- und Abwehrmaßnahmen gegen Meteore. Ob man Letzteres noch ins Verteidigungsbudget rechnen kann, weiß ich nicht, aber es ist sinnvoll und dient dem Schutz vor äußeren Gefahren. Ähnliches gilt für medizinische Forschung zum Beipiel um der wachsenden Antibiotikaresistenz zu begegnen – man kann es gerne als Verteidigung gegen biologische Waffen bezeichnen. Ansonsten kann man weiter forschen, wie man eine Invasion durch andere Staaten unattraktiv und Frieden attraktiv machen kann. Kurzum, Kriegswaffenkauf ist nicht die einzige Möglichkeit, um mehr in Verteidigung zu investieren.

  70. Am Weisener Wehr flog heute ein Frosch an Migo vorbei.

  71. Ich habe mich gestern an Zitronenfaltern erfreut und heute an zwei Eichhörnchen. Im Teich erfreuen sich Algen an den Sonnenstrahlen. Ich habe gesät und den Verdacht, dass das die Spatzen erfreute.

  72. Eigentlich sollte heute Brexittag sein. Das britische Parlament kann sich jedoch noch immer nicht entscheiden, was es will. Es wird zur Farce. Bitte, liebe Europäische Union, lasst Großbritannien in zwei Wochen ohne ein Abkommen ausscheiden – es sei denn, Großbritannien zieht den Austrittswunsch komplett zurück und verbleibt dauerhaft in der EU.

  73. Mops gemopst und auf Ebay vertickt: Die Stadt Ahlen pfändete einen Hund, versteigerte ihn und lässt sich von einem Gutachten nun Recht geben. Als Laie fällt es mir schwer, die „Zwangsvollstreckung in körperliche Sachen“ mit mit § 90a BGB, „Tiere sind keine Sachen“, unter einen Hut zu bringen. Daher ist’s gut, dass wir Juristen haben … Ein juristisches Nachspiel hat es für die Stadt in anderer Hinsicht. Sie sieht sich mit Schadensersatzansprüchen und Betrugsvorwürfen konfrontiert, denn der Mops war offenbar nicht so gesund wie von der Stadt beim Verkauf über ein privates Ebay-Konto angepriesen und bedurfte tierärztlicher Behandlungen für Tausende Euro.

  74. Auch heute begegneten wir in Breese niedlichen Kälbern – jene aber abseits und wir auf dem Weisener Weg.

  75. Gestern gingen wir westlich der Stepenitz durchs Stepenitztal nach Perleberg. Ein schöner Weg, eine sehr schöne Landschaft. Typisches Huno-Wetter: Regen, Sonne, selbst leichter Hagel. Wir sahen wieder einige Bibern zum Opfer gefallene Bäume. An einer Stelle weilte eine Rinderherde nicht nur auf der Wiese: Auf dem Weg stand eine Kuh und lagen drei Kälber. Ich wollte keinen sehr großen Umweg machen, schaute daher, ob zumindest keine ausgewachsenen Bullen in der Herde waren, machte Migos Hundewagen zu, sodass er bloß nicht auf die Idee kommt, hinauszuhüpfen, und nutzte die kürzlich von Christoph angebrachte Fahrradklingel. Während die Kuh den Weg verließ, ließen sich die Rinderkinder so nicht aufscheuchen. Zwischen zweien passte der Wagen geradeso hindurch und so versuchte ich mein Glück. Als ich mit dem Wagen halb zwischen den näheren Kälbern war, sprangen alle auf und trollten sich vom Weg. Die älteren Rinder nahmen es zum Glück nicht als ernsthafte Bedrohung wahr, sodass wir unbehelligt gen Perleberg streben konnten.

  76. In der vorletzten Nacht sah ich eine 🐀 übers Grundstück hetzen.

  77. Auf dem Rückweg aus Perleberg sah ich heute zwei Biberdämme – einen am Jeetzbach, den anderen in einem Entwässerungsgraben am Rand des Stepenitztals.

  78. Die deutsche Wikipedia schwärzt heute ihre Webpräsenz aus politischem Protest. Aber die Erklärung, was das soll, kann man nur mit aktiviertem JavaScript sehen, und zwar cross-domain – anders als Wikipedia sonst. Das ist schwach.

  79. Zum zweiten Mal in ein paar Tagen legte ich Migos Halsband heute versehentlich als Möbiusband an. 🤭

  80. Man möge Kerosin endlich kräftig besteuern – das allein wird dem Klimaschutz auf Kurzstrecken durch Ausweich auf Fernbus und Bahn bereits dienen und die aktuelle Wettbewerbsverzerrung auf dem Transportmarkt reduzieren. Wenn man die zusätzlichen Einnahmen auch noch in umweltfreundliche Transportsysteme zum Beispiel im ÖPNV investiert, hat der Bürger im Alltag Vorteile daraus und man macht damit einen weiteren Schritt in Sachen Klimaschutz.

  81. Gestern angelegt: Migoleum.

  82. Was man über Eier in Mikrowellen sagt, stimmt: Sie explodieren – auch wenn sie schon vorgekocht sind und ein Teil abgepellt ist.

  83. Pinus gepflanzt.

  84. Firefox und Safari unterstützen MathML. Microsoft hat sich von der Entwicklung einer eigenen Browser-Engine verabschiedet und wird für Edge zukünftig auf Chromium setzen, wie es auch Opera schon tut. Damit ist mittlerweile Google Chrome/Chromium der letzte wichtige Grund, warum MathML in Webseiten keine hinreichende Lösung ist, um Formeln im weltweiten Netz darzustellen.
    Wie hört sich das für dich an, Google, dass du die entscheidende Hürde für einen besseren Austausch von Wissenschaftlern und Ingenieuren bist, dass du Bildung erschwerst?

  85. Ich habe in diesem Jahr bislang etwa 10 % meiner Masse verloren und bin damit etwa auf einem mir angenehmen Niveau, auf dem ich bleiben kann.

  86. Erhielt heute ein Paket von rund 48000 cm³. Es enthielt außer ein bisschen Polsterpapier, Lieferschein und Werbeheft meine Bestellung in einem Karton von etwa 4000 cm³. Die Volumen von äußerer und innerer Verpackung unterscheiden sich um Faktor zwölf – erstaunlich! 📦

  87. Bis die Zeitumstellung in der EU abgeschafft wird, wird es wohl noch ein bisschen dauern. Im Deutschlandfunk heißt es, die Länder sollen selbst entscheiden, ob sie die ewige Sommer- oder Winterzeit wollen – das heißt, in welcher Zeitzone sie liegen werden. Hoffentlich einigen sich die Länder auf eine einzige Zeitzone! Im DLF wurde ebenfalls gesagt, manche Schlafforscher würden warnen, dass eine einzige Zeitzone unter anderem an den Rändern der EU gesundheitliche Probleme bringen würde. https://prlbr.de/2k Wie bizarr! Es schreibt doch niemand vor, dass die Menschen in allen Ländern gleichzeitig aufstehen müssen, nur weil sie sich auf einen gemeinsamen Standard für die Zeiteinteilung einigen. Wenn man beispielsweise in Ostpolen aufsteht, wenn der Wecker 6 Uhr zeigt und in Portugal dann, wenn der Wecker 8 Uhr zeigt, dann ist es an beiden Orten zum Aufstehen gleich hell. Entsprechend kann man in Polen um 22 Uhr ins Bett gehen und in Portugal um 0 Uhr – bei gleicher Dunkelkeit. Die Hauptnachrichten können in Polen um 20 Uhr und in Portugal um 22 Uhr gezeigt werden.

  88. 🌧️

  89. Re: Roth will Geschlechterparität im Bundestag → https://prlbr.de/zh

  90. Ein Rauchgeruch, der auch das Atmen unangenehm macht, liegt in dieser Nacht im Dorf. Ob das die Abluft von Ofenheizungen ist und eine Wetterlage herrscht, die ihren Aufstieg verhindert?

  91. Beim ESC-Vorentscheid „Unser Lied für Israel“ war nicht einmal ein deutschsprachiges Lied dabei. 🙁

  92. Ob sich das Wild freut? Nordwestlich von Schilde soll im Zuge des A-14-Baus eine Grünbrücke auch über die Bahnstrecke Berlin–Hamburg gespannt werden.

  93. Schade, dass sich Deutschland nicht vor Bau der Nordstream-2-Pipeline mit seinen Partnern in der Europäischen Union oder mindestens den Ostsee-Anrainern unter ihnen verbindlich abgestimmt hat.

  94. Ich stimme Markus Söder zu – https://prlbr.de/uh – der Föderalismus soll nicht ausgehölt werden. Deutschland hat eine starke föderale Tradition und damit lange gut gelebt. Zentralistisch waren insbesondere die DDR und Nazideutschland.

  95. „Nicht was zum Mund hineingeht, macht den Menschen unrein; sondern was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein.“ – Lutherbibel 2017, Matthäus 15:11

  96. Vögel sangen in der warmen Morgensonne.

  97. Es raschelte draußen, so schaute ich nach und sah im Licht der Taschenlampe eine kleine Spitzmaus mit dunkler Oberseite und hellerem Bauch. Bevor ich ein Foto aufnehmen konnte, huschte sie davon.

  98. Der Brandenburger Landtag hat heute Gleichberechtigung als Gleichverteilung neu definiert. Aus dem Verbot der Benachteiligung der Einzelnen wird ein Kollektivrecht. Die Gesellschaft wird in zwei Klassen geteilt: Frauen einerseits und Männer andererseits. Ich muss dabei unweigerlich an den Spitznamen „kleine DDR“ für Brandenburg denken.

  99. Hätten Sie es gewusst? Stuten reiten nicht.

  100. In dieser Woche bei Rudo: eine Edelstahlgabel, weil der Griff der eigentlich vorgesehenen Lochkelle zu lang war, um den Aquariendeckel zu schließen. Weitere Gäste werde ich hier notieren: https://prlbr.de/th

  101. 🌨️

  102. Gratulation der Republik Nordmazedonien zu ihrem neuen Namen und ebenso Griechenland zur Lösung des Namensstreits.

  103. Kreuzworträtsel lösen kann jeder – aber bist du auch einem Längsworträtsel gewachsen? https://prlbr.de/ph

  104. Bei Backwaren würde ich viel lieber zugreifen, wenn sie nicht noch mit einer Extraladung Zucker wie meist bei Berliner Pfannkuchen oder einer Extraladung Salz wie oft bei Laugenbrezeln überzogen wären.

  105. In dieser Woche zu einem Gastspiel bei unserem Lieblingsegel: die gelbe Kapsel eines Überraschungseies, schwimmend, da teils mit Wasser und teils mit Luft gefüllt.

  106. Mit Rudo baden in seinem Aquarium traditionell fünf Steine und eine wassergefüllte Glasflasche. Eine Schlussfolgerung aus dem Buch „Run, Spot, Run“ (siehe https://prlbr.de/sh) für mich ist, jenen Lebensraum etwas zu variieren. So hat Rudo in dieser Woche auch einen Edelstahllöffel zu Gast.

  107. 🌞

  108. Rätselhaft: Sperrte man den Quizkönig ein, weil er zu viel wusste?

  109. Ich habe auch ein Kreuzworträtsel für Anfänger erstellt, falls das andere für den Einstieg zu schwierig ist: https://prlbr.de/nh

  110. Ein Kreuzworträtsel: https://prlbr.de/hh

  111. Gestern auf dem Reiherberg: https://prlbr.de/mh
    (Foto von Ellen Janecke)

  112. Heute Nacht passierte die Sonde New Horizons jwd einen „Ultima Thule“ getauften Himmelskörper im Kuiper-Gürtel unseres Sonnensystems. Zuvor besuchte kein menschengemachtes Objekt eine so ferne Welt. Ich bin gespannt auf die Bilder, die New Horizons von diesem Treffen senden wird! Ein bisschen warten müssen wir wohl noch, zumal US-Behörden wie die NASA gerade im Ruhemodus sind, da der Kongress sich nicht auf einen finanziellen Haushalt einigen konnte.

  113. Frage des Tages: Haben Sie in diesem Jahr schon Ihren Hund geküsst? 💄