Kurznachrichten 2020

  1. Heute Morgen aß Whisky erstmals seine Frühstücksration gleich auf, statt sie über den Tag bis zum späten Nachmittag zu verteilen.

  2. Ein Hase hatte heute Glück, weil nicht er, aber Whisky angeleint war. Es ist ein bisschen deprimierend sich vorzustellen, dass ich Whisky außerhalb unseres umzäunten Grundstücks in den nächsten Jahren kaum ableinen können werde, da der Jagdtrieb in ihm stark ausgeprägt ist und durch erfolgreiche Jagden in der Vergangenheit genährt wurde. Für alternative Beschäftigungen lässt sich Whisky bislang weniger begeistern als Migo.

  3. Wiz hat herausgefunden, dass er die Gazefenstertür zur Terrasse selbst öffnen kann.

  4. Ich wette, dass in unserem Garten mehr Ameisen wohnen als Menschen im Landkreis Prignitz.

  5. Gelesen: „Hilfe, mein Hund zieht“ von Turid Rugaas. Es handelt sich um eine Spende von David.

  6. Für die Statistik: Whiskys Schulterhöhe beträgt etwa 65 Zentimeter.

  7. Am Samstag vor drei Tagen bin ich das erste Mal mit einem Rufbus gefahren. Das klappte ausgezeichnet und ist mit einem Euro Komfortzuschlag auf den regulären VBB-Tarif auch viel günstiger als ein Taxi.

  8. Whisky wog heute Morgen 29,1 Kilogramm.

  9. Wiz trinkt viel leiser als Migo.

  10. Whisky ist heute eingezogen und hat den Garten in Besitz genommen. Leb dich gut ein, Wiz!

  11. Waldgesetz des Landes Brandenburg, § 15 (8): „Hunde dürfen nur angeleint mitgeführt werden. Dies gilt nicht für Jagdhunde im Rahmen der Ausübung der Jagd sowie für Polizeihunde.“ – Man lernt immer wieder einmal etwas Neues.

  12. Wenn man in einem Zug sitzt, der durch einen Wald rollt oder entlang einer Baumreihe, durch welche die tief stehende Sonne in den Wagon scheint, liest es sich nicht gut. Ich lasse es. Ich denke dann auch daran, dass flickerndes Licht epileptische Anfälle auslösen kann. Inwiefern dafür eine Veranlagung vorliegen muss, weiß ich nicht. Doch selbst wenn das so ist – man weiß ja nicht, ob man sie hat …

  13. Gelesen: „Helping Minds Meet – Skills for a better life with your dog“ von Helen Zulch & Daniel Mills. Das Buch spendete mir David. Es enthält neben Verständnis fördernden Erläuterungen, vielen praktischen Tipps auch aufschlussreiche Fotos, die Körpersprache von Hunden zeigen. In einer dynamischen Situation in der Praxis ist es nicht immer so leicht, Hundesignale zu erkennen, wie im abgedruckten Standbild.

  14. Migo wäre heute 15 Jahre und 15 Tage alt geworden. Seit er vor zwei Wochen starb, ist viel passiert. Ich besuchte meine Eltern, wo auch meine älteste Nichte Maxi zu Besuch war. Ich war schon länger nicht mehr bei meinen Eltern zu Gast, so nicht zu Ostern und nicht zu Ellens Geburtstag – einerseits wegen der Kontaktbeschränkung, andererseits um weder Migo noch die Teppiche an unserem Aufenthaltsort zu belasten. Vor einer Woche holte ich die Urne mit Migos Asche ab und brachte sie heim. Aufgrund der ÖPNV-Verbindungen hatte ich zuvor noch viel Zeit und ging am Preddöhler Stausee entlang – der Weg und ein Bad dort hätten auch Migo gefallen. Tags darauf kam David mit Paul und Zeus zu Besuch. Gemeinsam fuhren wir unter anderem zum Rudower See und Rambower Moor sowie nach Wilsnack und zur Plattenburg.

  15. Beim Warten im Hausflur einer Ärztin, wo ich mich zum Impfen hinbegeben hatte, aber unverrichteter Dinge wieder abzog, begann ich „Sorgen um Blacky“ von Miriam Margraf zu lesen. Kurz bevor ich am Ende meines Rückwegs ans Gartentor gelangte, erreichte ich auch das Ende der letzten Seite.

  16. Die Mauernische wird nun von einem rotschwänzigen Vogel(paar) genutzt.

  17. Tatsächlich aus der Zeit gefallen könnte dieses Zitat aus Fontanes 1879 veröffentlichter Novelle „Grete Minde“ erscheinen: „Der Nazi hat’s getroffen.“ Nazi meint hier aber keinen Nationalsozialisten, sondern eine Variante des Namens „Nazerl“, welcher seinerseits von Ignaz/Ignatius abgeleitet ist und auf das lateinische Wort „ignis“, Feuer, zurückgeht. Diese Namenswahl wird wohl kein Zufall sein, endet doch die Novelle damit, dass Grete die Stadt Tangermünde in ein Flammenmeer verwandelt. Fontane verpasst keine Gelegenheit, schon im Vorfeld Assoziationen an Glut und Feuer zu wecken, beispielsweise durch seine Naturbeschreibungen. Dass später die Nationalsozialisten Bücher, Synagogen und Menschen verbrennen und einen großen Krieg entfachen würden, konnte Fontane natürlich nicht wissen.

  18. Im Zusammenhang mit dem heute viel diskutierten Wandel in der Automobilindustrie ist bemerkenswert, dass im 1953 erschienenen „Susi und Strolch“, welches noch vor dem Ersten Weltkrieg spielt, Tante Sara bereits mit einem „Elektrischen“ fährt.

  19. Gelesen: „Susi und Strolch“ von Ward Greene.

  20. Gelesen: „Grete Minde“ von Theodor Fontane.

  21. Nahe meines Garagentores nistet ein Vogel in einer Mauernische des Nachbargebäudes. Ich vermute eine Bachstelze.

  22. Der Teletext in Deutschland ist 40 Jahre und drei Tage alt – siehe den Artikel bei Heise: https://prlbr.de/qm. Auch wenn ich ihn nicht oft für anderes nutzte, als das Fernsehprogramm anzuschauen, mochte ich den Dienst immer, wenn man von der Wartezeit bis zum Öffnen einer Seite absieht. Seitdem ich erneut einen Fernseher habe, schaue ich wieder sporadisch rein.

  23. Zur Mittagszeit kam unser Tierarzt und schläferte Migo nach einem langen Hundeleben ein. Nach menschlichen Maßstäben: viel zu kurz. Ich kann nur die Erinnerung an Migo in die Zukunft tragen. Du warst ein famoser Partner, Migo!

  24. Apropos Träume ... zu sehen wie Migo träumt und seinen kleinen Pfotenbewegungen nach zu urteilen dabei läuft, während er das in Wirklichkeit nicht mehr kann, war schön und so traurig zugleich. Im Schlaf hatte er bestimmt schöne Geburtagserlebnisse.

  25. In der Nacht fiel mir das Einschlafen nicht schwer. Im Traum aber dachte ich daran, dass ich für Migo einen Tierarzt holen muss und versuchte es, doch irgend etwas stimmte nicht. In den ersten Träumen merkte ich es erst nach einiger Zeit. Einmal, als ich tatsächlich zum Tierarzt kam auf fremden Wegen in einer Stadt, hatte der Tierarzt für sein eigenes Tier einen anderen Tierarzt und ich dachte, das könne doch nicht sein – und erkannte, dass ich träumte. In einem anderen Traum klingelte es an der Tür, während ich losgehen wollte (oder Migo suchte?) und eine Familie Touristen kam in die Altbauwohnung und sie hatte kleine Kinder und die kletterten auf die Betten und hatten noch nicht gelernt, eine Toilette zu benutzen. Beim ersten Kind fand ich das ärgerlich, vor allem weil ich mich nicht auch noch darum kümmern konnte, beim zweiten gleich darauf wurde mir klar, dass ich träumte. In späteren Träumen merkte ich sehr schnell, dass ich träumte. So war ich auf dem Weg zum Arzt in einer Straßenverzweigung und sah, dass die Architektur zwar Perleberg ähnelte – eigentlich mehr Wittenberge, aber weil der Tierarzt in Perleberg ist, verglich ich mit Perleberg. Alles aber war etwas größer, ich kannte diesen Ort nicht wirklich und wusste daher, dass ich träumte. Wenn mir ein Traum gewahr wurde, versuchte ich aufzuwachen durch Schreien, denn ich musste mich ja wirklich um Migo und den Tierarzt kümmern. Es klappte, wenn auch nicht unmittelbar. Ich glaube, es geschah auch einmal, dass ich aus einem Traum zunächst in einem anderen „erwachte“, statt gleich ganz zu erwachen.

  26. Tränen tropfen an Migos fünfzehntem Geburtstag.

  27. Da ich ab und zu den Sinussatz verwende, habe ich eine Seite über ihn mit Beweis angelegt: https://prlbr.de/2020/sinussatz/ So muss ich nicht mehr auf externe Quellen verweisen.

  28. Mouse 1.0.1 ist jetzt verfügbar. Du findest diese neue Version des Suchmaschinenmoduls für Aneamal auf https://prlbr.de/projekt/mouse/get/. Die Zip-Datei enthält den Ordner „x-mouse“. Du kannst deine bestehende Installation einfach aktualisieren, indem du damit den alten Ordner „x-mouse“ in deinem Verzeichnis „aneamal“ auf dem Server überschreibst. Die Liste der kleinen Änderungen findest du auf https://prlbr.de/projekt/mouse/ver/.

  29. Hätten Sie es gewusst? Wachhunde schlafen länger, als sie wach sind.

  30. Heute ist der Internationale Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie. 🏳️‍🌈 Vor dreißig Jahren strich die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus ihrer Klassifikation von Krankheiten.

  31. Heute: 75 Jahre ohne Krieg in Deutschland. Möge es so bleiben!

  32. Habe heute das erste Mal mit Maskenpflicht eingekauft. Als ich in den Laden reinkam, haben mir eine Mitarbeiterin und ein Kunde anscheinend irgendetwas zugerufen – oder jemand anderem? Weiß nicht, ich habe sie nicht verstanden. Ich vermute, sie wollten mich auf irgendetwas aufmerksam machen, woran ich vorbeigefahren bin, und waren enttäuscht, als ich es tat, hielten es aber nicht für nötig, mich aufzuklären, als ich näher bei ihnen war. Im Laden hat ansonsten keiner mehr Distanz eingehalten. Jemand hat sich halb über mich gebeugt, als ich unten etwas aus einem Regal nahm, um schnell was oben rauszunehmen. An der Kasse hat die Person nach mir mehrmals ihre schon aufs Band gelegten Einkäufe zurückziehen müssen, weil sie nicht genug Platz gelassen hatte, damit ich all meine aus dem Wagen aufs Band bekomme. Eine Mitarbeiterin hatte ihre Maske nur halb vor dem Gesicht, eine andere gar keine. Wenn ich meinen Kopf nach rechts drehte, rutschte mir mein Schal ab und zu von der Nase, sodass ich mir immer wieder im Gesicht rumfummelte. Maskenpflicht ist scheiße.

  33. Wolltest du schon immer wissen, wie die Arbeit eines Mathematikers typischerweise aussieht? Etwa so: Tentacles Akimbo mit Cliff Stoll – https://prlbr.de/km

  34. Es ist traurig, dass Politiker nun das Vertrauen und die Akzeptanz staatlicher Maßnahmen, welche in den letzten Wochen herrschten, aufs Spiel setzen. Wieso tun sie das mit einer fehlgeleiteten Maskenpflicht? Meine Befürchtung ist, dass es nur um ein für jedermann sichtbares Alibi à la „wir haben alles versucht“ für den Fall geht, dass die Neuinfektionen in Deutschland wieder ansteigen. Da Kontaktbeschränkungen zum Wohle der Wirtschaft gelockert wurden, obwohl anders als angestrebt noch kein Zustand erreicht ist, bei dem einzelne Infektionsketten wieder nachvollzogen und durch Quarantänemaßnahmen gestoppt werden können, ist ein Rückfall nämlich nicht unrealistisch. Für unrealistisch halte ich allerdings, dass man die Kontakte dann wieder herunterfahren können wird und die breite Bevölkerung mitmacht. Es wird dann eine neue Strategie und Rechtfertigungen brauchen.

  35. Weltärztepräsident Montgomery im Deutschlandfunk: „Wir wissen heute, dass ein normaler Schal oder ein normales Taschentuch die Viren nicht abhält, sondern sie beim Hustenstoß ungehindert durch den Stoff hindurchgehen. Zweitens wissen wir, dass die von anderen produzierten Aerosole mit Viren sich in dem Stoff sogar anreichern können, wenn sie den Stoff unsachgemäß abnehmen und sich dabei noch ins Gesicht fassen, was die meisten Menschen leider tun, oder den kleinen Nasenbügel oben noch berühren. Dann können Sie sich selber sogar eher infizieren. […] Mir geht es um die gesetzliche Maskenpflicht für eine nicht funktionierende Maske. Hätten wir alle funktionierende Masken, dann fände ich es sogar vernünftig, uns zu verpflichten, sie immer zu tragen, wenn wir uns draußen bewegen. Aber eine gesetzliche Pflicht für nicht funktionierende Masken halte ich für ein Armutszeugnis eines Staates, der damit auch seine Kompetenz eigentlich konterkariert und in meinen Augen sich lächerlich macht.“ (https://prlbr.de/hm)

  36. Ab heute gilt eine Vermummungspflicht in Geschäften und im öffentlichen Personenverkehr. Die WHO schrieb dagegen in ihrer Empfehlung zur Verwendung von Masken im Zusammenhang mit CoViD-19 am 6. April, was dem aktuellen Stand entspricht: „the wide use of masks by healthy people in the community setting is not supported by current evidence and carries uncertainties and critical risks.“ (WHO/2019-nCov/IPC_Masks/2020.3)

  37. Ich vermisse die Informationen zur deutschen Rechtschreibung und Grammatik von canoo.net bzw. canoonet.eu, auch wenn immerhin Teile davon bei dict.leo.org integriert wurden. Derweil signalisiert duden.de in den letzten Tagen meist Wartungsarbeiten und ist nicht zu gebrauchen.

  38. „‚Es schadet nicht. Wenn nur eine Infektion von Hundert verhindert werden kann‘, so Woidke, sei die Maskenpflicht gerechtfertigt.“ – berichtet der RBB. Ich muss unserem Ministerpräsidenten widersprechen, der hier das Prinzip der Verhältnismäßigkeit aus den Augen verloren hat.

  39. 🌻 Eine Blume für Norbert Blüm. Es geht einer der Guten.

  40. In Foren ist die Umfrage „Wie alt bist du?“ beliebt. Doof nur, dass sich das Alter ändert, während die Nutzer bleiben. Schlauer wäre „Wann wurdest du geboren?“ zu fragen, denn die Antwort darauf ist zeitlos.

  41. Alles hat ein Ende, nur der Wurm hat zwei.

  42. War gestern mit Migos Buggy beim McDrive. Das muss aber nicht bald wieder sein – dafür müsste es leckerer sein.

  43. Heute fuhr Migo erstmals im Fahrradanhänger mit mir vorweg auf dem Fahrrad. Fürs Hundetier war das gemütlicher: sein Vehikel ist gefedert, mein Sattel kaputt. Das Problem ist aber lösbar und ich freue mich auf weitere Radtouren mit Hund.

  44. Kennst du das, dass das Telefon klingelt, und niemand ruft an?

  45. Määähh. Ich habe ein 🐑 aus Lego zusammengebaut. Mit 7 Tieren ist nun über die Hälfte eines guten Vorsatzes für dieses Jahr erfüllt. Es fehlen noch 6. Diese stellen eine größere Herausforderung als das bislang Geschaffte dar, weil ich nun auf keine fertigen BrickHeadz-Bausätze mit Anleitung mehr zurückgreifen kann.

  46. Ein Gemälde von Ellen passend zur Zeit: https://prlbr.de/gm

  47. Meine älteste Nichte fragte mich heute per Videochat ein paar Fragen zu Matheaufgaben, darunter wie man die Gleichung −1½ = x − 5 löst. Leider konnte ich ihr bei dieser Aufgabe keine hilfreiche Antwort geben, da ich nicht in ihr Mathebuch schauen konnte, wie 1½ gemeint ist. Ist das ein „gemischter Bruch“ anderthalb, also die Summe 1 + ½, oder das Produkt 1 ⋅ ½? Ich vermute, das Ersteres gemeint ist, obwohl diese Schreibweise der ansonsten stets verwendeten Konvention widerspricht, dass ein weggelassener Operator fürs Malnehmen steht. 2π meint zwei mal pi, nicht zwei plus pi. „Gemischte Brüche“ habe ich daher schon immer verabscheut. Sie sollten meiner Meinung nach nichts im Mathematikunterricht zu tun haben.

  48. Ein Corona-Opfer mehr: Gewaltenteilung in Ungarn.

  49. Schneeflocken schweben vom Himmel herab – das erste Mal in diesem Jahr.

  50. Vor einigen Jahren stellte ich eine selbst gefundene Methode vor, wie man Quadratwurzeln geometrisch ziehen kann. Damals wusste ich nicht, ob es einfachere Wege gibt. Es gibt einfachere. Hier ein schöner, von Johnny Ball bei Numberphile demonstrierter Weg, der auf Hippokrates von Chios zurückgeht und damit mehr als 2400 Jahre alt ist: https://prlbr.de/fm

  51. Im Alltag nutzen wir zum Schreiben von Zahlen das Stellenwertsystem mit Basis zehn, Dezimalsystem genannt. Verwenden wir stattdessen dreizehn als Basis – also das Tridezimalsystem – dann hat dieses Jahr 222 Tage, eine Schnapszahl! Auf dem Fuße folgt Schnapszahl Nummer 2: Im Tridezimalsystem hat jeder Migokalendermonat genau 22 Tage.

  52. Hätten Sie es gewusst? Dieses Jahr hat mehr Femtosekunden als das vorige.

  53. Ich schrieb das bereits, aber es darf und ist insbesondere in diesen Zeiten wert wiederholt zu werden: Ich schätze den Föderalismus in Deutschland sehr.

  54. Habe soeben Schilfwurzeln geschnitten und fülle nach dem Winter nun Teichwasser nach. Es wird sicherlich einige Zeit brauchen, bis der Wasserstand auf Wunschhöhe ist.

  55. Wegen Corona: Jetzt Antiviren-Software aktualisieren!

  56. Ich hatte begonnen, „Die 101 wichtigsten Fragen: Rassismus“ von Susan Arndt zu lesen. Obschon es sich immerhin angenehmer las als das Buch zum Judentum aus derselben Reihe (https://prlbr.de/dm), hat es meine Lust auf Bücher für einige Zeit noch weiter gedämpft. Die Autorin ist überkorrekt und schüttet dabei das Kind mit dem Bade aus. So vermeidet sie Worte zu benennen, über die sie schreibt. Zitat aus der Antwort auf die fünfte Frage: „So wurden Menschen etwa in Anlehnung an das Wort «schwarz» in romanischen Sprachen mit dem N-Wort oder mit anderen Farben bezeichnet.“ Was das N-Wort ist, muss der Leser dieses Sachbuches selbst wissen. Beim „Zi.“ hingegen verrät uns die Autorin, dass sie „Zigeuner“ damit meint und erklärt, dass hier einfach „Z“ wie beim N-Wort nicht infrage käme, weil das Z schon von Nationalsozialisten zur Markierung jener Menschen eingesetzt wurde. Obschon Susan Arndt Germanistik studierte, findet sie kein taugliches deutsches Wort, um Menschen, die nicht weiß und potenziell Opfer von Rassismus sind, zu bezeichnen. „People of Color“, aber bitte keinesfalls „Colored People“, ist hier die Wahl … Wusstest du, dass es eigentlich keine Rassen und keine kategorisierbaren Hautfarben gibt, aber wenn Weiße nicht über Rassen sprechen oder sich nicht als „Weiße“ bezeichnen, dass das eine Verleugnung des Rassismus und als solche wiederum rassistisch ist, weil dieses Privileg nur Weiße haben? Und rassistisch können prinzipiell nur Weiße sein … Ich bin sicher: So wird Rassismus nie überwunden.

  57. Aus Klemmbausteinen zusammengefügt: 🐇

  58. Ich las in den letzten Wochen zweimal von Leuten, dass der Verzehr von gestohlenen Tierprodukten vertretbar wäre, weil durchs Klauen das Tiere ausbeutende System nicht unterstützt werde. Auch abgesehen von der Frage, ob Stehlen an sich nicht schon falsch ist, denke ich, dass diejenigen irren. Durchs Klauen von Waren wird ebenfalls Nachfrage erzeugt. Zwar wird nicht für Diebe produziert, aber für Käufer, die die geklaute Ware nicht mehr kaufen können und so neue Ware wünschen. Durchs Stehlen geht der Produktionskette andererseits Geld verloren, welches ggf. nicht nur von Käufern ausgeglichen wird, sondern auch als Preisdruck bis an Bauern, Transporteure und Schlachter weitergereicht wird, die verlorenes Geld nicht mehr in Tierwohl investieren können.

  59. A Link to the Past: Hyrule ist gerettet!

  60. 14 + ¾ Jahre Migo 🎉

  61. Wegen Corona: Alle Hamster ausverkauft!

  62. Die Speiseeissaison hat in Weisen begonnen und ich meine ersten zwei Kugeln in diesem Jahr verspeist.

  63. Aus Lego zusammengesetzt: 🐥 – fiep fiep.

  64. Hier ein paar Lösungen für die Streichholzgleichung https://prlbr.de/cm ... Die erste bedarf wohl keiner Erläuterung: 2 − 2 = 0. Als weitere wären 2 + 3 = 5 und 3 + 2 = 5 zu nennen. Falls du denkst, ich hätte für jene Lösungen jeweils nur eines statt der zwei geforderten Streichhölzer umgelegt, lass dir sagen, dass jede Lösung mit einem umgelegten Hölzchen immer auch mit zweien funktioniert. Statt ein Streichholz von A nach B zu verschieben, kann man nämlich immer auch ein beliebiges anderes Hölzchen von C nach B legen und dann A nach C. Eine etwas tückische Lösung wäre 2 + 2 = 4, wobei ein Hölzchen in der Gleichung umgelegt wird und ein zweites ganz weit weg raus aus dem Bild. Ferner könnte man wie ein Leser auf den Gedanken kommen, etwas wie 2 − 2 ≠ 5 oder 2 + 2 < 5 zu kreieren. Hierbei verlassen wir allerdings den Rahmen der Aufgabenstellung, denn es handelt sich bei jenen Ergebnissen nicht wie gewünscht um stimmige Gleichungen, sondern um Ungleichungen.

  65. Ich habe beschlossen, Wikipedia nicht mehr auf meiner Internetseite zu verknüpfen. Ich werde auch alte Links zu Wikipedia Stück für Stück entfernen, wo sie nicht beispielsweise als Quellenangabe unbedingt notwendig sind. Dies hat zwei Gründe. Zum Einen stellte ich mehrfach fest, dass verknüpfte Artikel nicht mehr erreichbar sind. Dies ist bei einer Internetpräsenz wie Wikipedia, die löblicherweise ihr URL-Format seit bald zwei Jahrzehnten beibehalten hat, unnötig. Werden Artikel aus gutem Grund verschoben, können Weiterleitungen genutzt werden. In der Tat richtet die Software sogar automatisch eine Weiterleitung ein, wenn ein Artikel verschoben wird. Anscheinend werden die Weiterleitungen jedoch oft genug händisch gelöscht, weil irgend jemand denkt, dass sie keinen Nutzen hätten. Aufgrund dessen hatte ich bereits vor Jahren neue Verknüpfungen zu Wikipedia nur noch spärlich gesetzt. Der zweite Grund ist, dass ich mittlerweile eingesehen habe, dass Wikipedia keine vertrauenswürdige Website ist. Freilich, Fehler gibt es überall, sicherlich auch auf meiner Internetseite. Aber Wikipedia kann jeder aus welchen Motiven auch immer bearbeiten: aus besten Absichten, aus Spaß am Stören, zur Propoganda … Ich dachte in der Vergangenheit, dass die Gemeinschaft in der Lage sei, damit umzugehen und Falschbeiträge zu beseitigen. Diese Ansicht hat sich geändert. Ich ordne Wikipedias Vertrauenswürdigkeit nunmehr vergleichbar zu Facebook-Postings ein.

  66. Während ich sicherstellte, dass Migo nicht auf die Kuhweide lief, trieb der Wind Migos Wagen am Nachmittag in den Weisener Teich hinein. Er ließ sich retten. Die Kühe: nett.

  67. Kannst du die Gleichung durchs Umlegen zweier Streichhölzer korrigieren? https://prlbr.de/cm

  68. Ui, das heute erwartete Päckchen ist doch noch gekommen, nachdem es laut Sendungsverfolgung nicht zugestellt werden konnte. ☺

  69. Gestern war ein schöner Tag mit abwechslungsreichem Aprilwetter. Mit Migo machte ich einen Spaziergang via Breese am Veritas-Park vorbei zur Elbuferpromenade (die im Übrigen direkt an den letzten Metern der Stepenitz vor deren Mündung entlang führt und nicht direkt an der Elbe) und durch die kleine Altstadt. An der Elbstraße wird gebaut um offenbar den Hochwasserschutz für höhere Pegelstände zu gewährleisten. In der Burgstraße 3 entsteht ein neues Haus mit Sandstein-Elementen. Gefällt mir.

  70. Ein Päckchen wurde mir nicht zugestellt, obwohl ich einen Ablageort angegeben habe und das Tor zum Grundstück weit offen stehen ließ und laut Sendungsverfolgung der Paketdienst in meiner Straße war. Schon das zweite Päckchen innerhalb einer Woche, das mich nicht erreicht. ☹️

  71. Heute ist Wufflentinstag. Dazu passend habe ich einen 🐕 aus Noppensteinen zusammengesetzt.

  72. Heute aus Lego gebaut: 🦃

  73. Ohne Verkehrsnachrichten im DLF muss ich es nun festhalten: Im Weisener Kreisverkehr weisen die Wegweiser von der Bundesstraße kommende LKWs und Co. auf dem Weg zum Wittenberger Industriegebiet am Hafen oder nach Wilsnack nun nicht mehr durch halb Weisen und Klein Breese, sondern in Richtung der 2018 eröffneten Ortsumgehung.

  74. Neuigkeiten des Tages: Es gibt keine Verkehrsnachrichten mehr im Deutschlandfunk! Das und wir sind nur noch drei hoch drei in der Europäischen Union. Ich wünsche den Menschen im UK alles Gute – und natürlich auch uns selbst in der EU.

  75. Miau. Ich habe eine 🐈 aus Klemmbausteinen zusammengesetzt.

  76. Die Worte „zweijährig“, „zweijährlich“, „dreijährig“ und „dreijährlich“ weisen je vier direkt aufeinanderfolgende Punkte auf. Gibt es im Deutschen andere gebräuchliche Worte mit ebenso vielen oder gar mehr Punkten ohne Unterbrechung? Ich vermute, dass die Antwort negativ ausfallen muss, wenn man von gebeugten Varianten wie „zweijährige“ oder Zusammensetzungen wie „hundertdreijährig“ absieht.

  77. Habe soeben eine 🐝 aus Klemmbausteinen gebaut. Summ-summ.

  78. Die Venus ist dieser Tage bei der kleinen Hunderunde vor dem Abendessen prächtig zu sehen.

  79. Vor zwei Tagen war der Mantel des Vorderrades von Migos Buggy so weit durchgewetzt, dass es auch den Schlauch erwischte. Da auch Speichen durchgerostet sind, ist es Zeit, das Ersatzrad einzubauen.

  80. Am Geburtstag meines Vaters aßen wir zu siebent in einem Restaurant in Potsdam zur Mittagszeit. Bemerkenswert und leicht bizarr – aber nicht neu für mich, da ich das bereits aus einem Perleberger Restaurant kannte – war, dass bei allen Menüs außer meinem vegetarischen vorher ein Salat gereicht wurde. Hat jemand eine Idee, warum das so ist? Sorge, dass Vegetarier keinen Salat mögen?

  81. Sudoku: https://prlbr.de/su

  82. Heute bei Norma gesehen: Osternaschereien.

  83. Auch das neue Jahr darf mit einer alten Tradition starten. So erklommen meine Eltern und ich mit Migo wieder den Reiherberg: https://prlbr.de/bm

  84. Ein erbauliches und erkenntnisreiches Jahr 2020 euch allen!