Juni 2013

Stockente oder Stockerpel? – 14. August 2012, Perleberg

Artikel

Impressionen aus Werder (Havel)
Werder (Havel) nennt sich der Obstbäume wegen Blütenstadt. Eingeschlossen von Seen könnte sie auch Seenstadt heißen. Acht Fotografien vom dritten Juni – Migos achtem Geburstag – zeigen Detail-Ansichten Werders.
Alltagsfotos: Mai/September 2005
Eigentlich ein alter Hut: Auf einzelnen Seiten hatte ich tägliche Aufnahmen der Monate Mai und September des Jahres 2005 schon veröffentlicht, doch bislang fehlte eine Übersicht dieser Seiten. Hier ist sie nun: 39 Bildchen verweisen auf die 39 dokumentierten Tage vor acht Jahren.
Vom Sanjiegun-Viereck zu den Seiten des Spiegeldreiecks
Für Vierecke mit drei gleichen Seiten, die ich Sanjiegun-Viereck nenne, werden Formeln für die Diagonalen und Schnittwinkel hergeleitet, um damit Seitenlängen von Spiegeldreiecken zu ermitteln. Der Artikel besteht hauptsächlich aus wenig spannenden Gleichungen.

Zum Start der 100. Tour de France

Seit dem 29. Juni rollen bei der Tour de France Radler durch unser größtes Nachbarland. Es darf jubiliert werden: Die Rundfahrt feiert in diesem Jahr ihre einhundertste Austragung. Nach den Olympischen Spielen und der Fußballweltmeisterschaft, die nur alle vier Jahre stattfinden, ist die Frankreichrundfahrt die drittgrößte Sportveranstaltung der Welt. In Deutschland scheint die Tour de France leider ein schlechtes Renommee zu haben – oder der Straßenradsport überhaupt. Doping und Stürze? Darauf konzentriert sich ein großer Teil der hiesigen Berichterstattung, die ansonsten weit weniger Notiz von der Rundfahrt nimmt, als es in der Vergangenheit der Fall war. Das ist schade. Wie schön, dass es mit Eurosport noch einen französischen Fernsehsender gibt, der das Radrennen auch in deutscher Sprache begleitet.

Fußball, Tennis, Formel 1, Kirschkernweitspucken, Schwimmen oder Eiskunstlaufen – kaum eine Sportveranstaltung kann der Tour de France in einer Beziehung auch nur annähernd das Wasser reichen: Die Radrundfahrt erstreckt sich über mehrere Tausend Kilometer durch ein ganzes Land. Dies bedeutet weit mehr als einen Pluspunkt in einem statistischen Vergleich. Es bedeutet, dass man als Zuschauer am Fernseher jenseits des Sports einen riesigen landschaftlichen Reichtum präsentiert bekommt, dass man Einblicke in unzählige Dörfer und Städte mit ihren architektonischen Besonderheiten gewinnt. Während sich die Sportler abstrampeln, bleibt Kommentatoren und Zuhörern genug Zeit für Ausflüge in die Geschichte und Kultur der durchfahrenen Lande.

Auch die Frankreichrundfahrt selbst ist reich an Geschichten, wie sie Stadiensportarten kaum schreiben können. Die immer neuen Strecken bieten immer wieder unvorhergesehene Überraschungen, aus denen sich seit 1903 wundervolle Anekdoten ergeben. Was kann Außergewöhnliches beim Fußball passieren? Das Tor kann umfallen, okay. Doch sogar in Torfragen hält der Radsport mittlerweile mit.

Auf der ersten Etappe dieser Jubiläumstour verkeilte sich ein etwas verspäteter Mannschaftsbus krachend unter dem mittlerweile um einen halben Meter abgesenkten Zieltor. Als die mit 50 Stundenkilometern heranbrausenden Radfahrer noch rund zehn Kilometer von der so blockierten Durchfahrt entfernt waren, kürzte man spontan und notgedrungen die Etappe um drei Kilometer, was den Fahrern heutzutage über ihre Teams per Funk mitgeteilt werden kann. Als die Radler noch zwei Kilometer vom provisorische Ziel entfernt waren, gelang es dann doch endlich, den Bus mit geplätteten Reifen zu befreien. Die Zielankunft konnte flugs zurück an ihren Bestimmungsort gesetzt werden. Dass dieses Hin und Her einige Konfusion erzeugte und Strategien durcheinander wirbelte, ist klar. Glücklich war da der Sieger Marcel Kittel aus dem thüringischen Arnstadt …

Reporter: Und war Ihnen auch klar, wo die, wo die Ziellinie eigentlich war, weil die Geschichte mit dem Bus war völlig verwirrend, oder?
Kittel: Mit dem Bus?
Reporter: Mit dem Bus!
Kittel: Das hab ich gar nicht gehört, muss ich sagen.
Reporter: Das hören Sie jetzt zum ersten Mal?
Kittel: Ja.
Reporter: Ein Bus ist bei der Ziellinie, zu in der Ziellinie gestoßen …
Kittel: Oh.
Reporter: … und hat blockiert, die ganze Straße bis, bis vor fünf Minuten vor dem, vor dem Schluss.
Kittel: Na da haben wir ja extra Glück gehabt.

Stepenitzstockentenstatus

Am Ende dieses Monats haben einige Erpel der Stockenten auf der Perleberger Stepenitz ihr Prachtgefieder bereits eingebüßt, während es bei wenigen noch fast intakt aussieht; andere befinden sich in der Mauser. Derweil sah ich heute, am letzten Tag des Monats, vier Küken unter den wachsamen Augen ihrer Mutter auf dem von Wasserpflanzen belebten Fluss zuckeln. Wüsste man es nicht besser, könnte man angesichts des verfallenden Gefieders der Enteriche denken, mit der Zeugung des Nachwuchses hätten sie ihre Schuldigkeit getan und müssten nun sterben. In einigen Tagen wird kein schillernd grüner Kopf mehr über das Wasser ragen. Doch sie sind noch da, in schlichtem Gefieder. Weil die Männchen ihren kräftig gelben Schnabel nicht abwerfen, kann man sie von den Entendamen bei genauem Hinsehen weiterhin unterscheiden.

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