Betonelemente der Golmer Fichten
Golm, 16. Februar 2014

Kommentare

  1. Der Interviewer sammelte die Meinungen einiger wohl weise wissender Wanderer und erfuhr aus berufenden Mündern:

    - Es handelt sich um Kunstobjekte der Wanderausstellung: "Schöner unsere rauschenden deutschen Wälder".

    - Hier sehen wir Fundamente für hochstelzige Bauten bei permanenter Hochwassergefahr wegen des Klimawandels.

    - Es ist ein gewisses unantastbares Heiligtum, ein so genanntes Tabu. (Sonst hätten bereits die bravfleißigen Golmer Einwohner gewagt, diese Elemente beim jährlichen Frühjahrsputz einzusammeln, fortzuräumen).

    - Dieser fichtenlose Kleinwald war doch vor Zeiten ein wichtiges Gelände für die hinterrücktesten Einzelkämpfer der Stasi, die im Kriechtunnel der aneinander gereihten Elemente übten, von dem einen Schützengraben in ein anderes Mannloch zu robben.
    (Siehe auch der Film "Das Leben der anderen", Anfangsszene. Hier sieht man jene Robber im Hörsaal der "Juristische Hochschule Eiche" (heute zur Universität Potsdam gehörend), nur wenige Schritte vom Golmer Tschekistenwäldchen entfernt.

    - Trog und Haube – der missglückte Neuerervorschlag, eine Wasserleitung nach verbessertem römischem Vorbild zu errichten.

    - Na klar wie Kloßbrühe: olle Bauteile für das Bunkerbauwesen.

    - Gaben aus grauer Vorzeit, Teile eines älteren germanischen Observatoriums, als hiero noch kein Baum nicht stund.

    - Außerirdische wollten sich gern ein sehr schönes Denkmal für ihr Hiergewesensein auftürmen.
    Sie verließen jedoch fluchtartig den Bauplatz als sie sahen, wer hier schon in unmittelbarer Nachbarschaft wohnte.

    - Das sind hinreichend stabile Trageböcke für eine solide Arbeitsplattform.

    - Ein gar grauslich' Ort:
    Die Bauspezialisten der Stadt Potsdam trauen sich gar nicht daran.
    Das Ordnungsamt weicht dem Problem aus, denn Knöllchen unter Scheibenwischer klemmen ist einträglicher.
    Das Umweltamt hat ganz andere Sorgen, als nun ausgerechnet die Umwelt zu lieben, zumal der Absender (des Betons) unbekannt.
    Die Förster und ihre treuen Teckel meiden dieses Gebiet wie der Teufel das Weihwasser. Und auch private Aufräumfirmen werden "an diesen Speck" nicht herangelassen.
    Nur Fotografen kommen ab und zu hierher.
    Es ist in diesem Leben ja vieles so sehr gespenstisch.

    - Eine Bitte an euch, ihr Großen: Bitte niemals Kinder hier entlangführen, die ihr Zimmer nicht aufräumen wollen, denn wir wissen doch: Schlechte Beispiele verderben gute Sitten.

    Herr O. Bock, der mit dem Mikrofon

  2. Welch fruchtbarer Recherche-Aufwand, Herr Bock! Nur ein ganz einheitliches Meinungsbild scheint sich mir noch nicht herauskristallisiert zu haben, sodass wir unter die Frage nach Zweck und Herkunft der Betonelemente leider noch keinen Schlussstrich ziehen können.

    Martin