Unter der Decke
Bad Wilsnack, 20. August 2014

Kommentare

  1. sieht doch sehr nobel aus, so gülden ...
    JA

  2. Kinderzeit – schöne Zeit, dachte es in mir, als ich die Einladung zur Bildbetrachtung erhielt, aber die Galerie noch nicht geöffnet hatte. Mein Geist bot mir ein Bild vorerst aus meinem Kopf, wie ich im Bett, mit der Taschenlampe, dem Buch, heimlich ...
    und dann die Ernüchterung: "Ein Untergang".
    Nun gut. Zum Thema:

    1. Welch eine gepflegt erscheinende Anlage. Sähe es doch auf den Zugängen meines Heimatbahnhofs auch so aus. Zu einer derartigen Attraktion würde ich viele Touristen nach hierher anlocken.

    2. Was mich technisch unmittelbar unter der Decke erregt, ist diese verbreitete Montage-Unart, die Leuchtstoff-Langfeldleuchten quer im Gang aufzuhängen. Dadurch werden stets wechselnde Hell-Dunkel-Zonen realisiert, die beleuchtungstechnisch ungünstig sind, welche die Sehqualität mindern, die Augen belasten (bei einem Nachtfoto besser nachvollziehbar). Man montiert die Leuchten besser als Lichtband, ihre Längsachse stets parallel zur Blickrichtung. Fachleute wissen das.

    3. Die Edelstahlhandläufe zeigen an vielen Bauwerken, so wie hier, die Optik der Kurven-Aufzeichnung eines dramatischen Fieberverlaufs. Es gibt schlimmere Beispiele als hier im Bild. Seit Jahrtausenden werden Geländer, Brüstungen und Handläufe montiert. Und in diesen langen Zeiträumen glauben die Menschen, sie werden immer klüger, immer besser, die Arbeitsergebnisse immer ausgereifter. Das ist häufig ein Irrglaube.
    Dabei ist es technisch so einfach, hier ein solides, ein normales Ergebnis zu erreichen und abzuliefern. "Meine Hand für mein Produkt"? "Hauptsache ist doch, die Kasse ist trotzdem voll!" (?)

    4. Die Zeiten ändern sich. Lange, nächtlich dunkle unterirdische Gänge können schon manche Menschen die Pfefferspraydose in der Tasche fester greifen lassen. Gut, wenn es als alternatves Angebot auch noch 'was Oberirdisches gibt.

    Es muss ja nicht gleich überirdisch sein,
    meint grüßend der Bock

  3. Bock, Deine Anregung, ein Lichtband zu montieren, erscheint wahrlich einleuchtend!

    Für die Kommentare dankt
    Martin