Kurznachrichten 2021

  1. Auf den Wäscheständern hängen Bettbezüge, Decke und Laken gefroren. Ich habe irgendwann einmal gehört, Wäsche würde besonders weich, wenn sie feucht gefriert und das Wasser dann sublimiert. Dies nun ist der Versuch. Leider schleuderte die Waschmaschine nicht richtig – vielleicht war die Waschladung zu groß, zu schwer, sodass die Maschine es nicht wagte. Es könnte also lange dauern, bis das Wasser aus dem Stoff ist, zumal die Nacht nach dem gestrig sonnigen Tag wieder einige Schneeflocken brachte und unter das Vordach auf die Wäsche trieb.

  2. Dass man mit Quotenregelungen bei Geschlechterquoten nicht schon stoppt, ist immerhin konsequent … Berlin gedenkt nun also eine Migrantenquote einzuführen, wie der Deutschlandfunk berichtet (https://prlbr.de/en). Zitat: „Bei Auswahl- und Einstellungsverfahren müssten Migranten dann künftig bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden, wenn sie in einer Verwaltung unterrepräsentiert sind. Berlins Sozialsenatorin Breitenbach von der Partei Die Linke sagte, alle Menschen in der Stadt müssten die gleichen Chancen haben.“ Die Formulierung ist goldig: „müssen … bevorzugt werden“, damit sie „die gleichen Chancen haben“. Ha ha! Wie gut das in Teilen der Gesellschaft wohl ankommt, wenn bei der Arbeitsplatzvergabe demnächst in Deutschland Menschen aus dem Ausland per Gesetz gegenüber in Deutschland Geborenen bevorzugt werden? Präziser: Laut Tagesspiegel (https://prlbr.de/fn) soll bevorzugt werden, wer mindestens einen Elternteil hat, der nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Man könnte meinen, der rot-rot-grünen Regierung wäre ein Handbuch „Wie spalte ich die Gesellschaft und treibe Rechtsextremen Wähler zu“ in die Hände gefallen. Vielleicht haben sie es auch gegen die Verfassung eingetauscht? Im Grundgesetz steht im dritten Artikel: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“, und, „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“

  3. Zur blauen Stunden war nicht nur die Sichel des zunehmenden Mondes zu sehen, sondern sehr gut auch grau die restliche „Scheibe“. Ob ich wohl allein auf den Gedanken gekommen wäre, dass der Mond eine von der Sonne beschienene Kugel ist, hätte man es mich nicht gelehrt?

  4. Rübli bekommt morgens zwei Sorten Trockenfutter. Zwei Sorten bedeuten, dass das Frühstück nicht eintönig ist. Da ich die Futtersorten nicht mische, sehe ich aber auch, zu welchem er zuerst greift und sah manchmal, dass er von einem Teil etwas liegen ließ und erst später aß. Das ermöglicht mir, die weniger beliebte Futtersorte durch eine andere zu ersetzen und so die Köstlichkeit mit der Zeit zu erhöhen. Dabei lege ich die Hypothese zugrunde, dass er das angenehmere Futter zuerst isst und dass, wenn er etwas übrig lässt und erst später isst, jenes Futter weniger attraktiv ist … Hoffentlich ist es nicht genau umgekehrt. Ich bin vermutlich nicht der einzigen Mensch, der sich beim Essen gern noch einen leckeren Happen für den Schluss aufhebt, wenn Komponenten einer Mahlzeit unterschiedlich schmackhaft sind. Allerdings lasse ich nicht absichtlich die besten Happen auf dem Teller liegen, um später zu schauen, ob sie noch da sind.

  5. Herausforderung: Nimm zwei unterschiedlich große Quadrate – zum Beispiel aus Papier, dann kannst du sie hin und her schieben. Lege die Quadrate auf einer Ebene so aus, dass jede Ecke des großen Quadrates in einer geraden Linie mit einer Kante des kleinen Quadrats liegt.

  6. Schnee am Abend. Es ist nur eine dünne Schicht, aber ich hätte mit Rübli einen ⛄ daraus bauen können. Der südliche Nachthimmel war eben beim Spaziergang schön anzusehen. Orion zeigte sich zwischen den Wolken und diese wirkten sehr hell – gewiss, weil der Schnee Licht aus den Straßen zu ihnen reflektierte. Die dunkle Silhouette der kahlen Bäume bewies, dass es zwischen den Wolken auch von den Sternen abgesehen nicht schwarz ist. In der Ferne etwa in Richtung Werben: Wetterleuchten.

  7. Im Dezember 2013 dankte ich für eine Reihe Webcomics (https://prlbr.de/2013/12/). Von jenen lese ich noch immer „Buttersafe“ regelmäßig und vermisse „the bad chemicals“. Heute Dank für drei andere Webcomics – „Dark Side of the Horse“ von Samson: https://www.gocomics.com/darksideofthehorse/ – „Foxes in Love“ von Toivo Kaartinen: https://foxes-in-love.tumblr.com/ – „The Perry Bible Fellowship“ von Nicholas Gurewitch: https://pbfcomics.com/ – Danke!

  8. Vorgestern zeigte ich, welche natürlichen Zahlen sich als Differenz zweier Quadratzahlen darstellen lassen – bzw. geometrisch interpretiert als Kathetenquadrat eines rechtwinkligen Dreiecks, dessen andere Seiten ganzzahlige Längen haben. Mit Ausnahme der 1 und jenen geraden Zahlen, die nicht durch 4 teilbar sind, ist das bei allen natürlichen Zahlen möglich. Man kann nun fragen: Lassen sich die Ausnahmen immerhin als Summe zweier Quadratzahlen darstellen – geometrisch interpretiert als Hypothenusenquadrat eines rechtwinkligen Dreiecks, dessen Katheten ganzzahlige Längen haben? Die Antwort: manchmal. So sind beispielsweise 2 = 1² + 1², 10 = 1² + 3², 18 = 3² + 3² und 50 = 1² + 7² = 5² + 5². Die Summe a² + b² ergibt genau dann eine gerade Zahl, die nicht durch 4 teilbar ist, wenn a und b beide ungerade sind. Doch nicht alle geraden Zahlen, die nicht durch 4 teilbar sind, werden dadurch abgedeckt. 6 und 14 lassen sich so beispielsweise ebenso wenig wie die kommende Jahreszahl 2022 darstellen. Fürs Jahr 2018 = 13² + 43² war dies aber möglich, hier grafisch als Hypothenusenquadrat: https://prlbr.de/dn

  9. Mein Vati war bei meiner Geburt genauso alt, wie ich heute bin: 13703 Tage.

  10. 2021 lässt sich als Differenz zweier Quadratzahlen darstellen, beispielsweise als 45² − 2². Ist das etwas Besonderes? Kann man das mit jeder Zahl machen? Antworten findest du im Artikel: https://prlbr.de/cn

  11. In den letzten Tagen wurde viel über einen 15-Kilometer-Radius Bewegungsfreiheit um den Wohnort in Gebieten mit mehr als 200 Neuinfizierten pro 100'000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen geredet. Auf der Seite der Landesregierung Brandenburg heißt es nun allerdings: „Der Bewegungsradius wird für touristische Ausflüge, Sport und Bewegung im Freien auf einen 15 Kilometer-Radius um den jeweiligen Landkreis / die kreisfreie Stadt beschränkt, wenn dort eine 7-Tages-Inzidenz von über 200 vorliegt. Notwendige Fahrten über diesen Radius hinaus, z. B. zur Arbeit oder zum Arzt sind selbstverständlich weiterhin möglich.“ Das heißt dann ja, dass ich im ganzen Landkreis herumfahren kann und noch 15 Kilometer darüber hinaus, also von mir zum Beispiel ins 47 Kilometer entfernte Dannenberg in Niedersachsen oder ins 58 Kilometer entfernte Plau am See in McPomm, da die von meiner Landkreis-Grenze weniger als 15 Kilometer entfernt sind? Andererseits darf ich nicht ins 25 Kilometer entfernte Arendsee in der Altmark, weil das von meiner Landkreis-Grenze über 15 Kilometer entfernt liegt. Okayyyy ... Na ja, diese Entfernungsregelung hat ja sowieso nichts Direktes mit der Epidemie-Bekämpfung zu tun, denn ob jemand in der Umgebung im Park spazieren geht oder in einem soundsoviel Kilometer entfernten Park, das ändert überhaupt nichts am Infektionsrisiko. Daher braucht man sich auch nicht zu wundern, dass die Infektionslage am Reiseziel für die Regelung keine Rolle spielt. Ebenso war die am Montag auslaufende nächtliche Ausgangssperre erst einmal nicht sinnvoll für die Epidemiebekämpfung. Wenn ich nachts draußen spazieren gehe, dann steigt dadurch kein Ansteckungsrisiko. Im Gegenteil: Je mehr man die Zeit einschränkt, zu der man sich draußen bewegen kann, umso mehr konzentrieren sich die Leute draußen in genau dieser Zeit. Vermutlich will man eigentlich anderes mit solchen Maßnahmen bewirken, wie beispielsweise verhindern, dass Leute Party in irgend welchen Wohnungen machen, sich betrinken, nicht mehr auf Anzahl und Abstand achten. Feuchtfröhliche Feiern passieren oft zu später Uhrzeit. Aber Wohnungen kann man schlecht kontrollieren, also verbot man stattdessen, draußen rumzulaufen oder zu fahren, sodass man gar nicht in fremde Wohnungen gelangt oder aus diesen zurück nachhause. Das Problem mit solchen indirekten Maßnahmen: Sie sind wenig verhältnismäßig und senken die Akzeptanz. Bei mir tun sie das. Und man muss sich auch nicht wirklich wundern, dass manche Leute auf Verschwörungstheorien verfallen und andere Hintergründe vermuten, wenn ihnen verboten wird, wegen eines Virus nachts allein auf die Straße zu gehen.

  12. Vor Gericht sind Zeugen verpflichtet, die Wahrheit zu sagen. Dies ist wichtig für die Gerechtigkeit, für das Funktionieren unserer Justiz und damit auch unseres Staates. Man sollte in Betracht ziehen, auch Amtsträger im Amt und Abgeordnete in ihrer Tätigkeit als Volksvertreter grundsätzlich zur Wahrheit zu verpflichten, also nachweislich wahrheitswidrige Aussagen mit Strafe zu belegen. Auch könnte damit die Pflicht verbunden sein, eine Richtigstellung vortragen zu müssen – ein bisschen wie im Presserecht die Gegendarstellung. Wir haben spätestens in den letzten Tagen in den USA gesehen, wie wiederholte Lügen die Demokratie gefährden. Ich denke aber zum Beispiel auch daran, wie Kriege in der Geschichte immer wieder mit Lügen gerechtfertigt wurden. Zig Tausende sterben und niemand muss fürchten, zur Rechenschaft gezogen zu werden.

  13. Fortsetzung: Vermutlich lassen sich Stoffe a, b, c aus der Chemie finden, für die ⟨⟨a, b⟩, c⟩ = ⟨a, ⟨b, c⟩⟩ ≠ ⟨a, b, c⟩ gilt, auch wenn ich als Nicht-Chemiker spontan kein Beispiel benennen könnte. Kannst du? Noch spannender fände ich ⟨⟨a, b⟩, c⟩ = ⟨a, ⟨b, c⟩⟩ = ⟨b, ⟨a, c⟩⟩ ≠ ⟨a, b, c⟩. Falls nicht in der Chemie, findet man so etwas anderweitig in der Natur? Soziologisch kann ich mir vorstellen, dass es drei Parteien unter Umständen schwieriger fällt, eine Einigung in großer Runde zu erzielen, als wenn sich zunächst zwei zusammentun und dann ein dritter hinzustößt. Aber ein Szenario, in dem die Einigung immer gleich ausfällt, egal wer zunächst draußen steht, jedoch zu dritt nicht gelingt, ist nicht so naheliegend. Ansonsten fällt mir ein Trichter ein, durch den ein oder zwei Objekte in einen Behälter passen, aber drei einander blockieren und nicht durchfallen. Man könnte auch ein Schloss so konstruieren dass es sich nur öffnet, wenn drei Schlüssel gleichzeitig gedreht werden. Letztere sind allerdings konstruierte Beispiele.

  14. Fortsetzung: Verlassen wir an dieser Stelle gedanklich die Mathematik und die Beschränkung auf binäre Relationen. In eine Schüssel können wir zwei Zutaten zusammengeben, aber auch drei oder mehr Zutaten auf einmal. Nehmen wir Haferflocken H, Rosinen R und Kokosraspeln K. Während ⟨⟨H, K⟩, R⟩ für eine Mischung von Haferflocken und Kokosraspeln steht, denen nachher noch Rosinen beigemischt werden, steht ⟨H, ⟨K, R⟩⟩ zunächst fürs Mischen von Kokosraspeln mit Rosinen, die dann mit den Haferflocken vermischt werden. ⟨H, K, R⟩ soll nun bedeuten, dass Haferflocken, Rosinen und Kokosraspeln gleichzeitig in eine Schüssel gegeben und gemischt werden – eine ternäre Relation, wenn man so will. Ich denke, dass alle drei Formeln zum gleichen Ergebnis führen: Müsli.

  15. Das Assoziativgesetz gilt in der Mathematik für einige binäre Relationen und besagt: (a ◇ b) ◇ c = a ◇ (b ◇ c), wobei ◇ allgemein für einen Operator wie + oder × steht. Binär bedeutet hier, dass genau zwei Elemente verknüpft werden, bei dieser Schreibweise jenes links mit jenem rechts vom Operator. Ein konkretes Beispiel: (1 + 2) + 3 = 1 + (2 + 3). Es ist egal, ob man zuerst 1 und 2 addiert und dann 3 hinzufügt oder ob man erst 2 und 3 addiert und dann zur 1 hinzunimmt – das Endergebnis ist so oder so 6. Da die Reihenfolge egal ist, kann man die Klammern auch weglassen: a ◇ b ◇ c und im Beispiel 1 + 2 + 3.

  16. Für die Addition, Subtraktion und Multiplikation ganzer Zahlen zeige ich, wann das Ergebnis gerade bzw. ungerade ist: https://prlbr.de/gu. Das ist nichts aus den Kategorien Neuigkeit oder Hexenwerk, sondern nur eine Basis, auf der man Weiteres aufbauen kann.