Gästebuch 2021

  1. "Ich habe irgendwann einmal gehört, Wäsche würde besonders weich, wenn sie feucht gefriert und das Wasser dann sublimiert. "

    Mein Spitz sagt ,nein,

  2. @68 Weil es nicht stimmt. Weil du es nicht denkst? Weil ich das nicht geschrieben habe, aber es so aussehen mag, als hätte ich, wenn du das als Stichwort für eine Antwort in den Raum stellst. Aber woher soll ein Leser des Gästebuchs wissen, dass es weder von mir kam noch dass du das denkst? Warum propagandistische Sprache von Rechtsradikalen übernehmen und verbreiten?

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  3. @66
    》„Deutsches Reich“? „Vernegerung“? Was soll diese Provokation bringen?

    In deinem Kunari erwähnst dass es in Deutschland von Rechts einen kalten Wind geben wird, würden Migranten bevorzugt

    Vernegerung ist das, was in diesen Kreisen gesagt wird

    Warum nicht aussprechen, was viele Menschen denken oder fühlen?

  4. Ah, 150 Jahre vor morgen wurde der preußische König zum Deutschen Kaiser ausgerufen … Hast du dazu schon zu viel gehört? Mit der aktuellen Politik hat das aber nichts zu tun.

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  5. @65: Bezüglich Menschen mit Behinderung steht im erwähnten Grundgesetz-Artikel 3: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Hier hat man bewusst auf die Formulierung „nicht … bevorzugt werden“ verzichtet, die sich bei den anderen Gruppen findet. Eine gewisse Bevorzugung von Behinderten ist also bei gleicher Qualifikation wohl mit dem Grundgesetz vereinbar. Man kann dies als einen Ausgleich für die ihnen durch die Behinderung de facto gegebenen Nachteile sehen – eine Hilfestellung für jene, für die Vieles tatsächlich schwerer ist.

    „Deutsches Reich“? „Vernegerung“? Was soll diese Provokation bringen?

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  6. @Vernegerung des Deutschen Reiches:
    ,müssten Migranten,

    Zum einen ist das relativ, denn jeder von uns hat einen Migrationshintergrund, sei es weil er vor Jahren in die Prignitz zog oder nach Deutschland, weil Hugenoten damals verfolgt wurden und in Preussen Schutz fanden, oder weil wir alle Tausende Jahre zurück gen Norden wanderten

    Zum Anderen werden Behinderte ebenfalls diskriminiert, ie ungleich behandelt: haben besseren Kündigungsschutz oder müssen bevorzugt werden

    Vlt wäre es geschickter, ein Verfahren zu entwickeln in welchem nur die Qualifikation ersichtlich ist

  7. @63
    Oder wenn an Ort B das Virua überhaupt nicht vorhanden ist, wie am Anfang einer Pandemie

    Dann kann man versuchen, Ort B frei zu halten

  8. Ich hatte argumentiert, dass eine Bewegungseinschränkung zwischen Regionen mit vergleichbarer Inzidenz für die Epidemiebekämpfung quasi nichts bringt, wenn eine überregionale Aktivität dadurch nicht entfällt, sondern durch eine vergleichbare in der eigenen Region ersetzt wird. Eine Anmerkung dazu: Wenn wir es mit unterschiedlichen Virusstämmen zu tun haben, die sich durch Parameter wie Infektiosität, Letalität oder Wirksamkeit eines verfügbaren Impfstoffs unterscheiden, greift mein Argument freilich nur, wenn tatsächlich die jeweiligen Virusstämme in beiden Regionen ähnlich verbreitet sind. Einen gefährlicheren Virusstamm, der noch nicht verbreitet ist, regional einzudämmen, ist sinnvoll.

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  9. @53/@55 Abgesehen davon, wer tatsächlich wofür bezahlt, ist die Argumentation: „X hilft der Gesundheit, die Regierung macht aber nicht X, also geht es der Regierung nicht um Gesundheit“, logisch nicht zwingend. Man könnte höchstens sagen, die Regierung mache nicht alles, was sich für die Gesundheit machen lässt, und selbst dieses Verhalten könnte gegebenenfalls aufgrund begrenzter Ressourcen vernünftig bis notwendig sein. Dies ganz allgemein besprochen.

    Konkretes Beispiel: Bei Hochwasser kann ich zu einer gegebenen Zeit nur an einer Stelle Sandsäcke füllen. Auch wenn es durchaus richtig ist, dass es dem Hochwasserschutz dienen würde, wenn ich auch noch an einer anderen Stelle Sandsäcke füllen würde, lässt sich aus dem Umstand, dass ich es nicht tue, nicht schließen, dass mir der Hochwasserschutz nicht wichtig wäre. Es ist nicht einmal klar, dass dem Hochwasserschutz besser gedient wäre, wenn ich an der vernachlässigten Stelle Sandsäcke füllen würde, wenn man berücksichtigt, dass aufgrund meiner Begrenztheit dann eine andere Stelle von mir vernachlässigt würde.

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  10. @54: Alles wird benutzt, um die Reichen noch reicher zu machen. Das nennt man Kapitalismus.

    Wir können gern über eine freie, egalitäre post-kapitalistische Gesellschaft philosophieren - aber wie wir's auch anstellen würden, *wir* würden die Früchte der herbeigeträumten Revolution nicht mehr erleben. In dem Leben das wir haben, sind wir leider dazu verdammt das Spiel zu spielen das gespielt wird - und das Beste daraus zu machen.

    Ich weiß das es der gequälten Seele hilft hier und da mal Dampf abzulassen und das Spiel zu verfluchen - aber es ändert nichts an den Spielregeln, sorry.

  11. @52: Ja, ich denke da wird abgewägt - nur vielleicht nicht so wie wir das gerne hätten.

    Großunternehmen sind die Grundlage unseres mittelständischen Lebensideals. Wir sind von ihnen abhängig - sie sind der Tropf an dem wir alle hängen. Das ist der Haken beim Kapitalismus, und gleichzeitig sein Grundprinzip.

    Deshalb betten wir sie in der Krise weicher - widerwillig zwar, aber Kapitalismus abschaffen bedeutet ja Abschied vom konsum-angetriebenen Mittelstandsideal, und das geht der überwiedenden Mehrheit in Deutschland dann doch zu weit, und zwar unabhängig davon welcher politischen Strömung sie gerade hinterherschwimmen.

    In der Konsequenz, ganz richtig, bleiben kleinere Betriebe in der Krise immer zuerst auf der Strecke.

  12. @57
    "Man stelle sich mal vor: eine rundum glückliche und zufriedene Bevölkerung

    Irgend ein Radio geht immer kaputt oder einer mäht den Rasen, wie Reinhardt Mey schon wusste
    https://m.youtube.com/watch?v=QiGJXIaZtzU

  13. @56 stimmt, Bayern hat reagiert und will Masken zur Verfügung stellen
    War bei der Bundespressekonferenz nicht ersichtlich
    https://www.br.de/nachrichten/meldung/bayern-will-25-millionen-kostenlose-ffp2-masken-an-beduerftige-ausgeben,300361ebc

  14. @52: ...und natürlich denken wir auch an die vielen Gewohnheitsprotestierer, die ihren einzigen Lebenszweck verlieren würden wenn es nichts mehr auszusetzen gäbe. Man stelle sich mal vor: eine rundum glückliche und zufriedene Bevölkerung, die ihre gewählten Volksvertreter einfach nur lobt - und das mitten in einer Pandemie! Wo kämen wir denn da hin?

    Nach Nordkorea, würde ich mal mutmaßen...

  15. @55: Das ist ja so wohl nicht ganz korrekt.

    Bayern wird 2.5 Millionen FFP2-Masken für Bedürftige kostenfrei zur Verfügung stellen. Es dauert allerdings einige Tage die Logistik dazu auf die Beine zu stellen.

    Immer hübsch bei der Wahrheit bleiben!

  16. #53

    Zum Verständnis

    Um Corona einzudämmen sind Masken wichtig

    Masken kosten Geld und Ffp2 Masken wie Bayern es fordert für Einkaufen gehen müssen gewechselt werden

    Wenn such Menschen Masken nicht leisten können, werden die Masken nicht oft genug gewechselt oder erst gar nicht angeschafft

    Damit kann die Eindämmung des Virus nicht funktionieren

    Wäre es der Reguerung wichtig das Virus einzudämmen, würde sie Hilfe anbieten; tut es aber nicht

  17. #53

    Mein Eindruck ist, es wird von Politik gefordert, gefordert, gefordert und wer sich nicht für wird kaputt gemacht, supportiv-helfend, zB um Schulen mit Luftfilter auszustatten oder Ärmere mit Masken versorgen oder Lösungen für Obdachlose finden, gibt es für Tui, Lufthansa oder Automobilindustrie

    Corona wird auch nur benutzt um die Reichen reicher zu machen

  18. #52
    Hier die Antwort der Regierung zu Hartz4 und Masen kaufen

    Corona dient halt auch nur dazu von unten nach oben zu verteilen

    https://twitter.com/TiloJung/status/1349393821797392385?s=19

    Ginge es um Gesundheit, müsste man den Ärmeren helfen

  19. #51
    Klingt plausibel

    Denk bitte auch an all die Läden die Konkurs gehen, die Arbeitslosen Menschen die in der Wut AfD wählen und die sozialen Umbrüche - die auch in den 20 und 30 igern des letzten Jahrhunderts eine Rolle spielten

    Es ist wichtig die Nachteile einer Massnahme mit den Vorteilen abzuwägen

  20. weiter zu 50:

    Es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die ihren Arbeitstag (und so manche -nacht) mit nichts anderem verbringen als die Möglichkeiten der Menschheit beim Umgang mit Katastrophen-Risiken und der Bewältigung solcher Krisen zu verbessern. Zu diesen Leuten gehöre auch ich.

    Eine wesentliche Einsicht aus dieser Arbeit ist dass Naturgewalten nach wie vor sehr viel größer sind als wir, und uns trotz allem Fortschritt mal ganz schnell in die Knie zwingen können. Wir sind eben Menschen, und keine Götter.

    Menschen zu sein hat aber auch seine Vorteile, und der wichtigste davon ist dass wir eine soziale Spezies sind und dadurch sinnvoll Ressourcen teilen und zusammenarbeiten, uns umeinander kümmern, einander schützen und gegenseitig bei Problemen und Krisen helfen können. Das macht uns bisher zu einer der erfolgreichsten Arten auf diesem Planeten.

    Und alles was wir im Zusammenhang mit COVID-19 - oder jeder beliebigen anderen Naturgewalt die uns bedroht - unternehmen, läuft letztlich genau darauf hinaus.

  21. @43: 2012 wusste niemand dass COVID kommen würde.

    Die zitierten "Warnungen" muss man schon richtig wiedergeben: die Feststellungen seiner Zeit war, dass die internationale Zusammenarbeit bei der Seuchenkontrolle nicht mit der globalen Vernetzung Schritt hält, und deshalb vor allem bei einem hochinfektiösen respiratorischen Pathogen das Risiko einer verheerenden Pandemie sehr hoch sei.

    Hintergrund für diese Analyse waren SARS (2002) und MERS (2012) - beides durch Coronaviren ausgelöste Atemwegserkrankungen, die eng verwandt sind mit COVID-19.

    Bei beiden Epidemien gab es erhebliche Hindernisse bei der internationalen Zusammenarbeit, insbesondere mit Hinblick auf Informationsaustausch und Koordination, und darauf wurde von verschiedenen Stellen hingewiesen, inklusive von besagten US-Präsidenten.

    Diese Hinweise wurden ganz und gar nicht ignoriert, sondern brachten eine Reihe neuer internationaler Vereinbarungen, bessere Melde- und Alarmierungssysteme, Vereinheitlichungen bei Modellen und Überwachungsmethoden, sowie eine Menge Geld in die Forschung rund um diese Viren und ihre Herkunft.

    Diese Verbesserungen sind mitverantwortlich dafür dass wir bei COVID-19 erheblich besser vorbereitet und informiert waren als seinerzeit bei SARS und MERS - und das wir schon ein Jahr nach dem Auftreten des Virus mehrere effektive Impfstoffe haben.

    Natürlich gibt es nach wie vor Unzulänglichkeiten, und das weltpolitische Klima der letzten vier Jahre hat viele neue Probleme geschaffen, und einige Fortschritte wieder zunichte gemacht.

    Schwerer wiegt allerdings dass COVID-19 ein um mehrere Größenordnungen höheres Pandemie-Potential hat als seinerzeit SARS und MERS - so dass es selbst gut aufgestellte Länder überrollen konnte. Das liegt nicht an mangelnder Vorbereitung, oder gar Ignoranz - sondern tatsächlich an der Krankheit selbst.

    Einem solchen Virus sind wir schlicht nicht gewachsen - und mit wir meine ich hier die ganze Menschheit mit all ihrem Wissen, Technologien und Ressourcen - und werden es auch in Jahrzehnten noch nicht sein. Da liegen die Erwartungen so mancher Leute in einem total unrealistischen Bereich, weit jenseits dessen was heutzutage überhaupt möglich ist, und noch weiter jenseits dessen was dieselben Leute selbst zustande bringen könnten.

  22. Danke schön übrigens fürs Mitteilen eurer Gedanken.

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  23. @43: Nicht alles ist schlecht gelaufen; Regierungen geben sich durchaus Mühe, das Land gut durch diese Zeiten zu manövrieren; Experten wurden zu Rate gezogen und ihre Erkenntnisse fanden Raum im öffentlichen Diskurs. Statistiken zufolge (hihi) ist Deutschland anders als oft beim Eurovision Song Contest auch nicht Schlusslicht in Sachen Epidemiemanagement.

    Die Welt ist zu komplex, um alles bestmöglich zu handhaben. Nebenbei bemerkt ist gar nicht klar, nicht einmal im Nachhinein, was bestmöglich wäre, und selbst wenn es das wäre, so wäre das im Großen und Ganzen Bestmögliche doch für einen begrenzten Bereich vermutlich nicht das Bestmögliche und so immer Grund zur Klage.

    Kritik ist freilich erlaubt und manchmal sogar hilfreich. Ich will nur sagen: Nicht alles ist schlecht.

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  24. Anmerkung zu @40: Die 0 sei in der Menge der natürlichen Zahlen ℕ hier eingeschlossen.

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  25. @37: Warten wir ab, was die Leute 2054 zu deiner Frage ins Gästebuch schreiben. :)

    Ich kann mir gut vorstellen, dass zwischen heute und 2054 noch andere Herausforderungen erwachsen, auch für die Gesundheit, die auch die anfängliche CoViD-19-Pandemie dieser Tage als historisch nicht so bedeutsam erscheinen lassen, wie sie manchen heute erscheinen mag. Die gesellschaftliche Reaktion auf die Pandemie war allerdings ziemlich heftig. Vielleicht wird man sich wünschen, dass wir vergleichbaren Elan bei der Bewältigung anderer Probleme an den Tag gelegt hätten.

    Vielleicht wird man aber auch sagen, dass CoViD-19 ein Riesenglück war, weil wir dadurch Wichtiges für die Bewältigung von H5N1-25 lernten, das Simulationen zufolge ansonsten einer geschätzten Milliarde Menschen das Leben gekostet hätte? „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“

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  26. Ergäzend zu @44: Ich besuchte gestern kurz einen zugezogenen Freund auf dem Weg zum Einkaufen (erster Präsenz-Einkauf in diesem Jahr). Er trainiert beruflich auch Menschen mit ihren Hunden. Das Angebot, in sein Haus zu kommen und etwas zu trinken lehnte ich ab. Stattdessen unterhielten wir uns mit Abstand im Garten (hoffentlich hat er keine Erkältung bekommen 🙂).

    Als meine Mutter Ellen und ich uns am Telefon unterhielten und ich auf ihre Frage, ob sich mein Freund gut eingerichtet hätte, antwortete, dass ich nicht im Haus war, fragte sie mich etwas besorgt, ob er mich denn nicht eingeladen hätte oder ich nicht wollte, woraufhin ich kurz erklärte, dass ich es wegen Corona nicht machte, zumal es ja sowieso nur ein Kurzbesuch war.

    Quasi reflexhaft sagte Ellen dazu, dass ich mich mit einer Person aus einem anderen Haushalt aber hätte drinnen treffen dürfen. Stimmt. Und das ist so ein kleines Beispiel für das, was ich über das durch Regeln schwindende eigene Verantwortungsbewusstsein meinte: Wenn etwas geregelt ist, denkt man erst einmal ganz automatisch darüber nach, was man darf und was man nicht darf, und nicht, was man selbst sinnvollerweise machen kann.

    Ein anderes Beispiel: Als ich im Frühjahr das erste Mal nach Einführung der Maskenpflicht einkaufen war, fiel mir auf, dass die Leute plötzlich keinen Abstand mehr hielten.

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  27. @36: Grundsätzlich sollte man immer erst einmal auf das Verständnis und das Verantwortungsbewusstsein der Menschen setzen, unterstützt mit positiven Handlungsempfehlungen – positiv im Sinne von „was du tun kannst“ (z. B. Abstand halten, Maske tragen, Heimarbeit) statt „was du nicht tun darfst“.

    Wenn man dennoch Verbote braucht, dann sollten diese immer direkt bei den Kontakten, bei denen das Virus übertragen wird ansetzen (z. B. keine Zusammenkünfte von Personen aus mehr als zwei Haushalten gleichzeitig; keine Zusammenkünfte mit Personen aus mehr als X Haushalten pro Woche) beziehungsweise dort, wo sich das Problem zu vieler Kontakte manifestiert (z. B. keine Fahrten in Skigebiete).

    Selbst dabei kann man schon einen Teil des Verantwortungsbewusstseins durchaus kooperativer Menschen verlieren, und das gar nicht mutwillig. Es ist einfach so, dass man weniger aktiv mitdenkt, wenn einem gesagt wird, was man tun darf und lassen muss. Das Bewusstsein widmet sich anderen Dingen als der Orientierung, wenn man an die Hand genommen und geführt wird.

    Schlecht sind Regeln, die Menschen in quasi risikolosen Tätigkeiten wie einem nächtlichen Spaziergang beschränken, nur weil dies theoretisch einfacher zu kontrollieren ist als die Verbote der tatsächlich riskanten Dinge wie einer Freundeskreisfete im Keller und man hofft, auch jene Verbotsbrecher dabei erwischen zu können. Ob es praktisch überhaupt kontrolliert wird, ist noch einmal eine andere Frage, aber eine gewisse soziale Kontrolle gibt es natürlich immer.

    Statt Verantwortungsbewusstsein zu fördern, drückt man Misstrauen aus. Und zu den Einschränkungen, die Menschen sich selbst auferlegen und die ihnen sinnvollerweise auferlegt sind, wird man dabei obendrein in harmlosen Dingen beschränkt. Als gäbe es nicht schon genug Einschränkungen. Nicht nur das erzeugt Frust, aber in diesem Fall ist er dann sogar berechtigt, was Verantwortungsbewusstsein nicht nur quasi aus Versehen schmälert, sondern die Bereitschaft dieses zu gebrauchen ggf. bewusst senkt.

    Sonstige Maßnahmen? Risikogruppen besonders schützen. Wir haben ja mittlerweile Schnelltests – immer vor Seniorenheimbesuchen durchführen, natürlich auch vor Dienstantritt von ambulantem und stationären Pflegepersonal. Besuchern als Alternative zu mäßig tauglichem stets richtig tauglichen Schutz bieten. Im Lebensmittelhandel vormittags ein Öffnungszeitfenster nur für Senioren und ggf. anderen Leuten, die zu einer Risikogruppe gehören, nicht berufstätig sind und auch keine Kinder haben.

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  28. #42

    "COVID-Krisenpläne, einschließlich Eskalationsmöglichkeiten, gibt es schon seit dem Frühjahr -

    Doof nur, dass das Rki bereits 2012 vor sowas warnte und auch ein George W Bush oder Barack Obama Jahre zurück von sowas sprach und sich dennoch nicht echt vorbereitet wurde

    Bis überhaupt im Frühjahr 2020 reagiert wurde, geschweige Aha Regeln oder dass genügend Masken vorhanden waren - Knappheit überall

    Masken wurden von Spahn auch nicht bezahlt - siehe NDR Reportage - und andere Pannen

    Medizinisches Personal bekommt bis heute nur Applaus, aber kein besserer Pflegeschlüssel oder bessere Arbeitsbedingung

    Was Covid im Frühjahr, als was passieren musste, zeigte, ist, dass Politik kann, wenn die nicht will - und nicht wollen tut sie oft

    Die Milliarden für die Grosskonzerne könnten besser investiert werden, zB für Luftreinigungsanlagen oder mehr Studien oder bessere Bedingungen in der Pflege

    "Zu behaupten dass Landesregierungen und Behörden nicht vorbereitet gewesen wären, ist schlicht eine Lüge

    Stimmt, es wurde einfach ignoriert

    Genauso wie 2015 schon klar war, wie auch heute, dass Menschen in Not auf der Flucht waren und sind

    Man will nicht handeln und sitzt es aus solange es geht

  29. @38, 39:

    COVID-Krisenpläne, einschließlich Eskalationsmöglichkeiten, gibt es schon seit dem Frühjahr - sie wurden nicht erst beim Eintreten der zweiten Welle schnell zusammenimprovisiert. Das zu behaupten ist schlicht eine Lüge.

    Ausserdem: es ist einfach rückblickend denen Recht zu geben deren Vorhersagen eingetroffen sind, aber vorausschauend ist das viel schwieriger.

    Deshalb arbeitet man in der Wirklichkeit mit Indikatoren, also beobachtbaren/messbaren Parametern für verschiedene Epidemie-Modelle, um mit Hilfe dieser Rechenmodelle zu erkennen ob bzw. wann der aktuelle Verlauf dieser Indikatoren den Beginn eines erneuten Ausbruchs anzeigt - und wenn das der Fall ist, werden vorab ausgearbeitete Reaktionspläne ausgerollt, deren Effektivität ebenfalls anhand derselben Modelle bewertet wurde.

    Die meisten dieser Modelle haben die Möglichkeit einer "zweiten Welle" schon im Frühjahr vorhergesagt, und deshalb gibt es auch schon seit dem Frühjahr entsprechende Eskalationspläne für Isolationsmaßnahmen, sowie eine Reihe fortlaufender Maßnahmen die gar nicht erst unterbrochen wurden (z.B. Testprogramme).

    Zu behaupten dass Landesregierungen und Behörden nicht vorbereitet gewesen wären, ist schlicht eine Lüge. Die Maßnahmen konnten die zweite Welle zwar nicht verhindern, aber die Reaktion auf diese zweite Welle folgte unmittelbar und ohne lange Debatte, und hielt sich ziemlich genau an die über die Sommermonate ausgearbeiteten Pläne, ohne nennenswerte Reibungsverluste.

    Das ist genau das, was man von einer Regierung erwarten kann.

    Was man nicht erwarten kann ist das man eine in der Theorie genial klingende Idee einfach heute der Regierung zurufen kann, und diese bis morgen Abend umgesetzt wird - oder dass man einfach vor etwas warnen kann, und die Regierung einfach darauf reagiert nur weil's für manche plausibel klingt.

  30. @32: Stimmt, es ist eine von vielen Maßnahmen, jüngst ergänzt zu schon bestehenden.

    @35: Nun ja, ein großer Teil der Bereitschaft, Eindämmungsmaßnahmen einzuhalten, gründet auf der Erwartung, dass diese Pandemie vorbei geht und nicht so schnell wiederkommt. Die Viren mögen sich nicht dafür interessieren, was Menschen erwarten, aber die Reaktion der Menschen auf Viren hängt stark davon ab, was die Menschen erwarten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass SARS-CoV-2 in seiner Gefährlichkeit stark nach Alter und Vorerkrankungen differenziert. (Vorsicht: Statistik) Wir haben in Deutschland bis dato über 40.000 mit Corona Gestorbene, davon sind weniger als 200 unter 40 Jahren alt. Bei einer solchen Krankheit hat ein Teil der Gesellschaft ein relativ hohes Eigeninteresse, dass die Krankheit im Zaum gehalten wird, aber für einen großen Teil der Gesellschaft geht es mehr um Solidarität als Selbstschutz. Zeitlich begrenzt funktioniert das in einer freiheitlichen Gesellschaft, aber nicht dauerhaft mit Einschränkung von sozialen Kontakten, Reisen, Kultur und Sport, wie wir das derzeit haben.

    Fortsetzung folgt. :)

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  31. In https://prlbr.de/2021/kunarien/#K9 schrieb ich über natürliche Zahlen a und b: „Die Summe a² + b² ergibt genau dann eine gerade Zahl, die nicht durch 4 teilbar ist, wenn a und b beide ungerade sind.“ Es ist gut, so eine Behauptung auch zu beweisen. Dauert ja nicht lang.

    Fall 1: a und b sind beide gerade

    Dann ist a = 2n und b = 2m mit n, m ∈ ℕ.
    Also ist a² + b² = (2n)² + (2m)² = 4(n² + m²) teilbar durch vier.

    Fall 2: entweder a oder b ist gerade, ohne Beschränkung der Allgemeinheit a

    Dann ist a = 2n und b = 2m + 1 mit n, m ∈ ℕ.
    Also ist a² + b² = (2n)² + (2m + 1)² = 2(2n² + 2m² + 2m) + 1 ungerade.

    Fall 3: a und b sind beide ungerade

    Dann ist a = 2n + 1 und b = 2m + 1 mit n, m ∈ ℕ.

    Also ist a² + b² = (2n + 1)² + (2m + 1)² = 2(2(n² + n + m² + m) + 1) das Doppelte einer ungeraden Zahl, das heißt gerade, aber nicht teilbar durch vier.

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  32. Im Sommer 2020 hatte Lauterbach vor einer 2 Welle gewarnt; das wurde von der Politik ignoriert

    Was soll ich für eine Lösung haben wenn wir eine verpennte Politik haben die Fakten ignoriert, kurz vor dem Aufprall in Aktionismus verfällt wie geköpfte Hühner und dann gibts den Knall, während Lufthansa Millionen an Euro bekommt und Mitarbeitende entlässt und Steuern nicht in Deutschland oder die Automobilindustrie nich mehr Milliarden an Euro geschenkt bekommt zusammen mit Tui

    Corona hat die Umverteilung von unten nach oben beschleunigt und Exoertenrat wird zu oft ignoriert

    Die Lösung ist Bundestagswahl und bessere Politik wählen, was schwierig werden dürfte, da die Grünen längst nicht mehr die Innovation und Vehemenz haben

  33. #37

    Addieren noch unbekannte Pandemien die noch kommen und Antibiotikaresisrenzen sowie Klimatote und einiges mehr dazu

    #36
    "Diejenigen hier die so wehement gegen Einschränkungen plädieren, oder sie für sinnlos erklären

    Nur gegen
    - wirkungslose
    - unverhältnismäßige
    - unlogische
    - widersprüchliche
    Lösungen

    "was wäre denn eine sinnvolle, effektive und realistische Alternative

    Lausche mal Drosten, Lauterbach und Co zu

    - halbieren von Schulklassen
    - Vorbereitung
    - Luftfilteranlagen
    - 1 Woche vor Weihnachten Isolation dann Schnelltest
    - Fokus auf Hotspots anstatt jede Kontaktperson nachzuverfolgen
    - ...

    Seit mindestens 2012 war dem Rki bekannt dass eine Pandemie mit Lungenentzündung kommen kann, George W Bush und Obama sprachen davon und vorbereitet wurde nichts

    Es gibt genügend ExpertInnen mit tollen Ideen die sträflichst ignoriert werden, einfach mal öffentlichen Rundfunk reinziehen, mal Deutschlandfunk hören

    " die die überwiegende Mehrheit leicht akzeptieren

    Schwierig . Deutschland ist ein liberaler Rechtstaat mit Grundgesetz

    Gute und verständliche Kommunikation und die Möglichkeit dass Menschen gewisse Freiräume haben sind essentiell - zwei Jahre Isolationshaft in der Wohnung oder leere Versprechen von wegen Einschränkung bis Weihnacht dann Party funzen nicht

    "und umsetzen könnte,

    Die Aha Regel, Abstand Händy waschen und Alltagsmaske tragen, war und ist der Eckpfeiler und funktioniert ganz gut bei vielen Menschen

    "und die sich gleichzeitig problemlos kontrollieren und ggf. erzwingen lässt?

    Man könnte, wie es Ferichte schon lange einfordern in Urteilen, zeitlich und räumlich die Massnahmen beschränken

    Ausgangsbeschränkung von Menschen/km2 abhängig machen oder an geographischen Punkten wie die Innenstadt oder die Landkreisgrenze nehmen für Bewegungsradius

    Das leuchtet auch vielen ein

    - was wäre denn eine sinnvolle, effektive und realistische Alternative die die überwiegende Mehrheit leicht akzeptieren und umsetzen könnte, und die sich gleichzeitig problemlos kontrollieren und ggf. erzwingen lässt?

  34. Versuchen wir's doch mal mit Vision - sagen wir, Jahr 2054:

    COVID-19 ist endemisch, und tritt in Wellen mit multilokalen Ausbrüchen auf. Immer wieder gibt es schwierige Krankheitsverläufe, und jedes Jahr auch tausende Todesfälle. Die Krankheit ist zu einem ständigen Begleiter der Menschheit geworden, wie viele andere Infektionskrankheiten auch.

    Es gibt verschiedene Impfstoffe, die ständig weiterentwickelt und regelmässig angepasst werden. Sie sind billig und weltweit für jedermann leicht erhältlich. Risikogruppen wird empfohlen sich jährlich routinemässig immunisieren zu lassen.

    Es gibt eine Reihe von Empfehlungen und Medikamenten zur Selbstbehandlung von milden Verläufen und zur Vorbeugung von Komplikationen. Die meisten Menschen kommen damit gut zurecht, und drei von zehn Menschen haben mindestens einmal in ihrem Leben COVID gehabt.

    Komplizierte Verläufe kommen dennoch regelmässig vor und bedürfen einer stationären Behandlung, für die es ausgereifte Standardverfahren gibt. Die Überlebenschancen bei komplizierten Verläufen sind mässig, insbesondere bei älteren und/oder multimorbiden Patienten.

    Alle Menschen haben schon von klein auf wichtige Regeln zur Vorbeugung von COVID gelernt: regelmässig die Hände mit Seife waschen, Abstand zu Kranken halten, keine Krankenbesuche, zuhause bleiben wenn man selbst krank ist, zum Arzt gehen wenn die Beschwerden nicht in ein paar Tagen verschwinden. Artgerechte Kost für ein gut balanciertes und resistentes Mikrobiom, Immuntraining, regelmässiges Sonnenlicht und ausreichend Bewegung im Freien, und so weiter (diese Liste ist spekulativ, wir wissen's ja noch nicht).

    Verschiedene Produkte dazu werden ebenfalls angeboten und sind weit verbreitete, normale Haushaltsutensilien - darunter Mund-Nase-Masken aus atemfreundlichen, transparenten, selbstfixierenden und -anpassenden Membranen aus einem neuartigen Nanowerkstoff. In vielen Ländern werden diese überall getragen wo viele Menschen zusammenkommen, und an einigen Stellen sind sie vorgeschrieben.

    Und so weiter...

    So kann das durchaus werden - und wie werden die Leute in 2054 auf uns jetzt in 2021 zurückschauen. Was werden sie über diese Debatten denken, was werden sie loben und wofür werden sie uns auslachen oder verfluchen?

  35. Nachtrag zu 35:

    Diejenigen hier die so wehement gegen Einschränkungen plädieren, oder sie für sinnlos erklären - was wäre denn eine sinnvolle, effektive und realistische Alternative die die überwiegende Mehrheit leicht akzeptieren und umsetzen könnte, und die sich gleichzeitig problemlos kontrollieren und ggf. erzwingen lässt?

    Man liest hier ja viel "ist doch alles Quatsch", aber bessere Ideen sind nicht so zu finden.

  36. @27:

    Das ist sehr richtig - wie schon an anderer Stelle gesagt, haben alle Beschränkungen zwecks Pandemiebekämpfung auch teilweise dramatische Auswirkungen auf die Lebensqualität und -chancen derselben Menschen.

    Oft steht die Entscheidung bei solchen Schritten zwischen "schlecht" und "schlechter" - und hitzige Debatten mit populistischen Obertönen versuchen diese Wahl dann oft noch mit zusätzlichem Horror, Hoffnungslosigkeit, Vorwürfen und Anklagen zu würzen.

    Was aber selten klargestellt wird ist dass wir uns in einer Katastrophensituation befinden - wobei "Katastrophe" genau dadurch definiert ist dass es mit den vorhandenen Ressourcen keinen Ausweg gibt, schon gar keinen verlustfreien.

    Viele Leute scheinen immer noch zu glauben dass COVID wieder verschwinden wird, wenn wir nur die richtigen Maßnahmen ergreifen. Die Chancen dafür sind aber verschwindend gering - die Anzahl effektiv ausgerotteter Viruskrankheiten (und darunter ist kein einziger Coronavirus) ist so minimal dass solche Vorstellungen keine realistische Grundlage haben.

    Tatsächlich müssen wir lernen damit zu leben, und die Ressourcen entwickeln die das möglich machen. Dazu gehört sicherlich ein Impfstoff um die extremen Spitzen zu kappen, sowie eine Menge Wissen über und Erfahrung mit der Krankheit, Behandlungsverfahren und Medikamente die für jeden leicht zugänglich sind, sowie extra Kapazitäten im Gesundheitswesen - aber dann eben auch langfristige Anpassungen in unseren Verhalten, unseren Erwartungen, unserer Kultur.

    Auf diese Weise haben wir die Grippe integriert (aber nie besiegt), und so werden wir auch COVID integrieren müssen - nur ist COVID halt ein mächtigerer Gegner als Influenza.

    Im Moment befinden wir uns ziemlich am Anfang dieses Weges, quasi kurz nach dem Urknall. Wir sind unerfahren, unvorbereitet, uneinig, unkoordiniert und unaufmerksam - aber nicht mehr unwillig die neue Krankheit als ständigen Begleiter unserer Spezies anzuerkennen und in unser Leben einzubauen.

  37. Die Prohibition brachte auch nichts

  38. #32 das nennt sich auch Aktionismus

    Genau darauf wurde hier schon eingegangen

    Mehr Massnahmen können zur Abnahme der Wirkung führen

  39. @26: "Wo wir uns wohl nicht einig werden, ist, dass diese allgemeine Maßnahme der Bewegungseinschränkung für touristische Zwecke ein besonders effizienter und effektiver Weg ist, das zu erreichen."

    Hmm, da werden wir uns doch einig, glaube ich:

    Für sich genommen, ist das vielleicht keine besonders effektive Maßnahme - aber es ist ja auch eigentlich eine Eskalation anderer, bereits bestehender Regeln und Empfehlungen, und nicht als einzige aktuelle Maßnahme gegen die COVID-Ausbreitung konzipiert. Oder?

  40. #30
    Mir wird versucht n schlechtes Gewissen und so ein Mist einzureden und in der Zwischenzeit landen Mutationen in Deutschland und Jens Minion Gesicht Spahn fängt an über Einschränkungen im Flugverkehr nachzudenken

    Verscheissern kann ich mich alleine

    https://www.deutschlandfunk.de/newsblog-zum-coronavirus-spahn-plant-offenbar-strengere.2852.de.html?dram:article_id=472514

  41. #25
    "Die EINE Übertragung der Krankheit die du heute vielleicht verhinderst, die zählt.

    Erinnert mich an Organspende Propaganda

    Da wird erzählt, man rette Leben; nicht erzählt wird, dass der, von dem das Organ stammt, häufig gestorben ist (+1-1=0, dann haste nix gerettet) oder dass die Sterblichkeit bei 100% liegt und es um Lebensverlängerung geht (die Grundlage von Heilkunde, sollte man dann halt ehrlicherweise so formulieren)

    "Sie wird sicher niemals irgendwo in der Statistik auftauchen, weil sie ja nicht stattfindet

    Das ist grundsätzlich so
    Jeder Bankraub der nicht stattfindet, jede kaputte Scheibe die es nicht gibt, jede x die es nicht gibt taucht auch nicht auf

    Jeder kann sein Häufchen beitragen dass Die Welt etwas besser wird

    Ich fliege nicht mit Flieger, kaufe Bio und Vegetarisch, verbrauche nur 30l Wasser am Tag und 3kW Strom und mein Haushalt passt in einen Transporter, mit der Nähmaschine reparieren ich meine Klamotten

    Ich seh schon zu, dass einige Statistiken durch mich nicht größer werden

    "- aber trotzdem macht es einen gewaltigen Unterschied.

    Für wen? Ob Oma/Opa an SARS-Cov2, Herzkasper oder was anderem eingegangen sind verändert die Trauer doch nicht; auch nicht, dass Oma/Opa alt waren und jeder mal sterben muss

    "Wer das nicht einsieht, hat anscheinend völlig den Kontakt zur Realität verloren.

    Mit solchen Aussagen kappst du die Brücke zu all jenen, die eigentlich mitmachen wollen, aber den Sinn gewisser Regeln nicht verstehe

    Diese Alternativlosigkeit, Alles oder Nichts, verscheucht so manchen, auch mich

    Es gibt hier in der Kommentarspalte manch gut begründete Kritik; diese wegzuwischen scheint mir nicht angemessen

    Ich bin froh dass mittlerweile im öffentlichen Rundfunk auch andere Meinungwn stattfinden von ebenfalls Experten

  42. (Kleine Korrektur zu @26: Die Kyritzer Seenkette ist zwar außerhalb meines Landkreises, aber innerhalb des 15-Kilometer-Umkreises. Man möge sich an jener Textstelle also lieber den Ruppiner See denken, der außerhalb des gegebenen Umkreises liegt.)

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  43. @23: Die Polizei hustet dir nicht wirklich ins Gesicht. In der Übertreibung liegt zwar die Anschauung, aber es besteht auch immer die Gefahr, dass jemand anderes (oder man selbst am nächsten Abend) so eine Vogelscheuche für echt hält.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  44. @25: Richtig, dass Regeln sich nicht zu 100 % durchsetzen lassen, muss in Betracht gezogen werden. Genauer gesagt sollte auch in Betracht gezogen werden, *wie* gut eine Regel eingehalten wird und was sie für Nebenwirkungen bezüglich der Einhaltung anderer Regeln haben könnte. Es ist nämlich nicht so, dass immer mehr Regeln immer mehr bringen. Wenn Verständnis und/oder Akzeptanz verloren gehen, dann bekommt man plötzlich mit mehr Einschränkungen mehr Infektionen – selbst dann, wenn eine zusätzliche Regel selbst bei nur teilweiser Einhaltung theoretisch nur positive Effekte hätte.

    Dass es bereits wertvoll ist, einen CoViD-Todesfall zu verhindern, klingt gut. Du darfst aber auch in dieser Hinsicht mögliche Nebenwirkungen von Maßnahmen nicht vergessen. Wenn Menschen weniger bzw. später zu Vorsorgeuntersuchungen gehen, verlieren wir mehr von ihnen an Krebs. Eine ganze Menge medizinischer Behandlungen wurden im Frühjahr verschoben, um Kapazitäten in den Krankenhäusern für befürchtete Coronaerkrankungen freizuhalten. Auch heute ist das so. Wie viele psychische Erkrankungen gibt es, die durch Kontakteinschränkungen befördert werden? Wie hoch sind stressbedingte Schäden bei Leuten, die wirtschaftlich in die Bredoullie geraten? Wieviel verlorene Lebensqualität sind wir für einen Tag mehr Lebenszeit bereit zu zahlen? Es reicht nicht, dass Maßnahmen positive Wirkungen haben – sie dürfen auch nicht zu viel negative Wirkungen haben. Sie müssen verhältnismäßig sein.

    Politische Entscheider sollen den Kontakt zur Realität nicht verlieren, aber die Realität ist auch viel breiter als das, was man bei einem Fokus auf CoViD-Fälle sieht, was einzelne Menschen überhaupt sehen können. Statistik kann hilfreich sein, um mehr von der Realität zu erfassen, als man hautnah erleben kann.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  45. @24: Wir sind in der Analyse nicht weit auseinander, denke ich. So schreibst du hier: „Es spielt eigentlich keine Rolle wie weit man reist oder wohin.“ Das ist doch, was auch ich mit gewissen Einschränkungen sagte. Dennoch gibt es eine Entfernungsregelung für touristische Ausflüge. Deshalb schrieb ich „diese Entfernungsregelung hat ja sowieso nichts Direktes mit der Epidemie-Bekämpfung zu tun“. Übrigens schrieb ich ganz bewusst „nichts Direktes mit …“, nicht etwa „nichts mit …“.

    Zu deinen Worten … „Diese Cluster haben eine starke spatiale Korrelation, d.h. sie sind in der Regel räumlich begrenzt - oder mit anderen Worten: Leute die regelmässig nahen Kontakt miteinander haben, leben in der Regel auch räumlich näher beeinander. Daher liegt es nahe, räumliche Mobilitäts- und Kontakteinschränkungen zu verhängen.“ … sei gesagt, dass es nur insofern nahe liegt, räumliche Mobilitäts- und Kontakteinschränkungen zu verhängern, weil man damit Leute möglichst wenig einschränkt, da ihr eigener Cluster ihnen nicht vorenthalten wird. Aber dass du damit für die Epidemiebekämpfung etwas Positives erreichst, ist an dieser Stelle noch nicht begründet. Das kommt im nächsten Absatz.

    Zu diesem … „Dabei spielt es keine Rolle ob das Virus am Zielort gesamtstatistisch mehr oder weniger weit verbreitet ist. Jede Übertragung zwischen Clustern kann viel mehr Menschen krank machen und Leben kosten als die Ausbreitung des Virus innerhalb nur eines Clusters.“ … sei gesagt, dass dies aber auch innerhalb der vorgegebenen, räumlichen Grenzen gilt. Mein lokaler Cluster macht ja nur ein kleinen Teil meines Landkreises + 15 Kilometern aus. Es ist schlichtweg sehr wenig gewonnen, wenn ein Infizierter einen anderen Cluster innerhalb seines Landkreises ansteckt statt einen anderen Cluster innerhalb eines anderen Landkreises anzustecken (in dem das Virus ebenfalls schon wütet, sodass auch dort schon sonstige Maßnahmen greifen).

    Einen nennenswerten Gewinn aus der Maßnahme zieht man im Wesentlichen dann, wenn die Leute auch im eigenen Landkreis nicht machen, was sie in der Fremde gern tun würden, und einfach zuhause bleiben – nicht in ihrem eigenen Landkreis, sondern in ihrem eigenen Cluster. Im Fall von Für-den-Abfahrtsski-in-eine-Gondel-Quetschen mag das beispielsweise auch klappen. Dafür gibt es in meinem Landkreis schlicht keine Möglichkeit. Das fällt dann einfach weg. Aber wenn ich an einen See angeln fahre, dann hat es für die Entwicklung der Epidemie keinen ersichtlichen Vorteil, wenn ich das am Rudower See in meinem Landkreis statt an der Kyritzer Seenkette außerhalb dieser vorgegebenen Grenzen mache – und zwar unabhängig davon, ob ich in beiden Fällen niemanden anstecke oder ob ich in beiden Fällen einen Fremden anstecke, den ich dort zufällig beim Angeln treffe.

    Wichtig ist, Kontakte einzuschränken – und vor allem zwischen Clustern, wie du richtig sagst. Da sind wir uns einig. Wo wir uns wohl nicht einig werden, ist, dass diese allgemeine Maßnahme der Bewegungseinschränkung für touristische Zwecke ein besonders effizienter und effektiver Weg ist, das zu erreichen.

    Anmerken möchte ich übrigens noch, dass ich mir ungeachtet dessen, ob ich die Maßnahme für besonders geeignet halte, Mühe gebe, sie einzuhalten.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  46. @23: Unverständnis, Widerstand und Frustration gehören (leider) dazu. Dass Regeln sich nicht zu 100% durchsetzen lassen ist erwartet - die Gesellschaft ist viel zu kompliziert dafür. Manches klappt letztlich auch gar nicht, oder lässt sich nicht lange genug aufrecht erhalten.

    Gleichwohl sind Maßnahmen auch dann effektiv, wenn sie nur teilweise umgesetzt werden. Natürlich nicht im gleichen Umfang, aber immer noch ausreichend um die Gesundheit und das Leben von Menschen zu schützen - und da reicht es eigentlich EIN Leben zu retten, oder?

    Statistik verblödet - viele Leute sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

    Es macht doch einen ganz dramatischen Unterschied ob es heute 1184 oder 1183 Todesfälle durch COVID gibt, und wenn sich das durch Verzicht auf bestimmte persönliche Freiheiten noch auf 1168 reduzieren lässt, dann grenzt das schon an legendär.

    Für Statistiker mögen das alles dieselben Zahlen sein - für Familien nicht.

    Beim Schutz anderer nicht mitzumachen nur weil andere nicht im gleichen Maß mitmachen (müssen), oder weil einem die gesamtstatistische Wirkung der eigenen Verhaltensänderungen relativ zur Größe des Problems zu unbedeutend erscheint, ist eine ausgesprochen perverse Version von Selbstgerechtigkeit - nicht untypisch, aber trotzdem komplett verzerrt und absurd.

    Die EINE Übertragung der Krankheit die du heute vielleicht verhinderst, die zählt. Sie wird sicher niemals irgendwo in der Statistik auftauchen, weil sie ja nicht stattfindet - aber trotzdem macht es einen gewaltigen Unterschied.

    Wer das nicht einsieht, hat anscheinend völlig den Kontakt zur Realität verloren.

  47. @20: Auch die scheinbaren Widersprüche und Ausnahmen in den Regelungen haben Gründe - wir schauen da schliesslich auf Kompromisse.

    Es ist gar nicht so einfach die soziale Struktur der Gesellschaft zu fragmentieren ohne dabei grundlegende Rechte zu verletzen, oder gar dem Funktionieren der Gesellschaft die Grundlagen zu entziehen - und selbstverständlich muss man auch dem Umstand Rechnung tragen dass bestimmte soziale Kontakte für Menschen lebenswichtig, mitunter sogar überlebenswichtig sind - selbst dann wenn sie ihn möglicherweise gleichzeitig gefährden.

    Abwägungssache. Was kann man unterbinden, was nicht?

    Zur spatialen Verbreitung durch Ausflüge, noch einmal: Menschen werden infiziert, nicht Gebiete. Es spielt eigentlich keine Rolle wie weit man reist oder wohin.

    Nimm noch einmal den Graphen: Die Kanten des Graphen sind nicht homogen über die Bevölkerung verteilt (nicht jeder trifft jeden), sondern formen Cluster die in sich selbst jeweils stärker vernetzt sind als nach außen, mit anderen Clustern.

    Diese Cluster sind unsere regelmässigen Kontakte wie Familie, engerer Freundeskreis, Arbeitskollegen, oder (wenn man im Heim lebt) Betreuer und/oder Pflegepersonal. Die Inzidenz von COVID in verschiedenen Clustern ist ganz verschieden - manche sind komplett COVID-frei, andere sind nahezu vollständig infiziert.

    Innerhalb eines Clusters ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus extrem hoch, d.h. um einige Größenordnungen höher als die durchschnittliche Ansteckungsrate in der Bevölkerung - und gleichzeitig sind die Cluster durch Regulierung kaum erreichbar, denn sie sind (berechtigterweise) durch diverse Grundrechte geschützt. Was man aber beeinflussen kann ist die Übertragung zwischen den Clustern.

    Diese Cluster haben eine starke spatiale Korrelation, d.h. sie sind in der Regel räumlich begrenzt - oder mit anderen Worten: Leute die regelmässig nahen Kontakt miteinander haben, leben in der Regel auch räumlich näher beeinander. Daher liegt es nahe, räumliche Mobilitäts- und Kontakteinschränkungen zu verhängen.

    Dabei spielt es keine Rolle ob das Virus am Zielort gesamtstatistisch mehr oder weniger weit verbreitet ist. Jede Übertragung zwischen Clustern kann viel mehr Menschen krank machen und Leben kosten als die Ausbreitung des Virus innerhalb nur eines Clusters.

    Das Problem mit der Statistik ist dass sie dazu verführt die Bevölkerung als homogene, stochastische Teilchenwolke zu betrachten statt als stark strukturiertes Netzwerk. Aber soziale Kontakte sind eben in der Regel gerade KEIN Zufall, und folgen somit auch nicht den Regeln für zufällige Ereignisse wie etwa Wahrscheinlichkeit.

  48. #22

    Die Bundesliga spielt, von Britain landen Flugzeuge in Europa mit mutierten Viren, die Wirtschaft bekommt Milliarden an Euro und in der Schule werden Fenster geöffnet statt Klassenteilung und Belüftungsanlagen und wenn ich nachts in der Prignitz alleine unterwegs bin halten mich Polizei an Husten mir ins Gesicht ich muss Zuhause bleiben weil wegen Ansteckung

    Und das weil weil es praktibler ist und der Graf vom sozioökonomischen Vektor in die Gesellschaft ragt?

    Verscheissern kann ich mich alleine

    Mit sowas verliert man auch noch die, die bisher mitgemacht haben

  49. Papperlapapp

    Kontakt
    - Häufigkeit
    - Nähe
    - Dauer

    Sind relevant

    Wenn ich oft Menschen treffe und 3m Abstand halte kann ich auch nach Absurdistan reisen ohne das Virus zu verbreiten

    Wenn ich selten Mensche treffe und diese auf 1cm anhuste, kann ich vor der Haustüre Menschen anstecken

    SARS-Cov2 ist eh schon überall, Gebiete virenfrei halten ist vorbei

    Mit Spatzen auf Kanonen schießen weil ist halt einfacher und praktikabler ist für mich nur halbgültig, besonders bei den Widersprüchen

  50. Ich denke, was man bei der Entfernungsregelung für „touristische Ausflüge, Sport und Bewegung im Freien“ eigentlich im Kopf hatte, das sind vor allem volle Skipisten an den wenigen Orten zu vermeiden, wo es sie gibt – wo sich dann Leute drängeln, um in die Seilbahn zu kommen oder dicht an dicht für einen Schlepplift anstehen.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  51. @18: Klar braucht es kein Inzidenzgefälle, um eine Infektionskaskade im Ankunftsort zu verursachen. Aber jemand trägt doch nicht mehr zur räumlichen Verbreitung des Virus bei, wenn er in der Fremde, wo das Virus sowieso schon ist, jemanden ansteckt, als wenn er stattdessen in der Heimat, wo das Virus auch schon ist, jemanden ansteckt.

    Eine Ironie bei der einschränkenden Entfernungsregelung ist außerdem: Sie gilt nur für „touristische Ausflüge, Sport und Bewegung im Freien“. Sie gilt nicht, wenn ich jemanden besuchen will – dann kann ich so weit fahren, wie ich will. Ich darf meine Eltern in Potsdam besuchen. Ich darf auch meinen Bruder in Bayern besuchen. Genauso darf ich Geschäftspartner besuchen. Was erlaubt bleibt, sind gerade Aktivitäten, bei denen ich unvermeidlich Kontakte mit Leuten am Zielort habe.

    Dafür mag es ja auch Gründe geben – für die Wirtschaft des Landes ist es halt wichtiger, dass Geschäfte gemacht werden, für die psyche Gesundheit alleinstehender wichtiger, dass sie menschlichen Kontakt haben, als wenn ich allein am Schweriner See spazieren gehe. Letzteres ist leichter verzichtbar. Nur ob das dann die Epidemiebekämpfung entscheidend voranbringt …?

    Auch sorgt diese selektive Einschränkung dafür, dass sie ohne nennenswerten Aufwand nicht einmal stichprobenartig kontrollierbar ist. Es reicht halt nicht festzustellen, dass jemand sich außerhalb der 15-Kilometer-Grenze um seinen Landkreis aufhält. Man muss auch noch nachweisen, dass er weder ein geschäftliches Interesse noch Verwandte oder Freunde in Fahrtrichtung hat, die er besuchen darf, um mit Ordnungsgeld oder Strafe eine abschreckende Wirkung zu erzielen.

    Bei deiner Graphenbeschreibung ist zu bedenken, dass der Graph (beim Corona-Virus) ein Graph von persönlichen Kontakten ist, keine geographischer. Da man, um einen persönlichen Kontakt herzustellen, eine geographische Distanz überwinden muss, ist beides nicht gänzlich unabhängig voneinander. Wichtig ist letztendlich aber die Kontaktreduzierung und darauf muss das Hauptaugenmerk bleiben.

    Wenn man seitens der Politik zu viel über diese oder jene Verordnung oder gesetzliche Beschränkung redet, dann denken Leute eben an alle möglichen Beschränkungen und Regeln, aber am Ende vielleicht weniger an die einfachsten Verhaltensmaßnahmen, die in ihrer eigenen Hand liegen. Mag ein schräger Vergleich sein, aber … In einigen Gemeinden hat man fast alle Verkehrsschilder abgebaut und Ampeln demontiert; als Folge sind die Unfallschäden gesunken: wohl weil Leute mehr aufeinander statt auf Verkehrsschilder achten.

    Dass die Transmissionsrate zwischen alten Menschen nicht allzu hoch ist, ist gut. Ich wollte das Gegenteil nicht implizieren.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  52. @15, die nach Städten/Ämtern/Gemeinden aufgeschlüsselte Liste auf der Website des Landkreises gibt nicht die 7-Tage-Inzidenz an, sondern die absolute Zahl der derzeit als krank geltenden Einwohner. Das Gesundheitsamt ist ferner auf Kreisebene angesiedelt – muss also die Fallzahl des Kreises bewältigen, unabhängig davon, wie die sich auf die einzelnen Gemeinden verteilen.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  53. @10:

    Falsch - es braucht kein "Inzidenzgefälle" zwischen Regionen. Es genügt ein einzelner Vektor um eine weitere Infektionskaskade am Ankunftsort zu verursachen, die letztlich möglicherweise 50, 100 oder mehr neue Fälle nach sich zieht, und zwar gleichermaßen bei der Hin- wie der Rückreise.

    Ist doch keine Osmose: Viren bewegen sich nicht in Richtung von "Inzidenzgefällen", sondern entlang unserer sozialen Strukturen und Verhaltensmuster (Infektionsketten) - und die entscheidenden Faktoren sind die "soziale Netzdichte", demografische und ökonomische Faktoren die sich auf die Anfälligkeit der lokalen Bevölkerung auswirken sowie Diagnostik- und Versorgungsmöglichkeiten für Infizierte - und NICHT die Inzidenz.

    Tatsächlich kann die "soziale Netzdichte" in einem kleinen Dorf sehr viel höher sein als mitten in Berlin, das Durchschnittsalter höher, Vorerkrankungen häufiger, Mobilität geringer usw. - so dass auch bei
    exakt gleicher anfänglicher Inzidenz an beiden Stellen das Risiko für die jeweilige Lokalbevölkerung völlig unterschiedlich ist.

    Richtig - wenn man sich ohne jeglichen Kontakt an einem entfernteren Ort aufhält, ist man kein überregionaler Transmissionsvektor. Allerdings wären amtliche Regelungen, die nach Verhaltensweisen differenzieren, offen für Interpretation und unmöglich durchsetzbar, wenn überhaupt für die Öffentlichkeit
    klar und verständlich kommunizierbar. Eine einfache Entfernungsregel hat zwar auch ein paar theoretische Interpretationslücken, aber letztlich gibt ein Atlas und ein Lineal eine klare Antwort.

    Dazu kommt, wie oben gesagt, dass überregionale Reisen häufig soziale Motivationen haben, und Pauschalregelungen somit in der Mehrheit der Fälle risikogerecht sind.

    Man muss Maßnahmen schon so gestalten, dass sie auch praktisch umsetzbar sind - wenigstens überwiegend.

    Falsch - die Inzidenz bei alten Menschen ist insgesamt höher, aber nicht die Transmissionsrate zwischen alten Menschen. Die typischen Senioren, auch wenn sie relativ "eng" zusammenleben, haben weitaus weniger riskante Kontakte untereinander als mit jüngeren - vor allem Familienmitgliedern und Pflegepersonal, und tatsächlich erfolgt die Ansteckung von alten Menschen in der Mehrheit der Fälle durch die mobilen, jüngeren Leute um sie herum.

    @12:

    Statistik falsch angewendet. Eine Epidemie ist prinzipiell ein Graph-Problem, d.h. sie breitet sich entlang konkreter (sozialer) Pfade aus, und nicht diffus wie etwa Salz in einer Suppe.

    Wenn ein Virus NICHT in der Bevölkerung vorhanden ist, dann ändern Bewegungseinschränkungen im Inneren erst einmal gar nichts - das Virus kann sich ohnehin nicht in der Bevölkerung ausbreiten, weil
    es ja keine Infizierten gibt.

    Aber wenn ein Virus die Bevölkerung erreicht hat, und diese nicht dagegen immun ist, gibt es gar keine andere Möglichkeit seine Verbreitung im Inneren zu bremsen als die Bewegungsfreiheiten der Bevölkerung zu beschränken - erst dann also haben solche Maßnahmen Sinn und Effekt.

    Dabei ist die generelle Idee, den Verbreitungsgraph zu fragmentieren, also Infektionsketten zu unterbrechen. Die beste bildliche Vorstellung dazu ist vielleicht, dass man versucht in einem Straßennetz so viele "Sackgassen" wie möglich zu schaffen. Das Virus kommt zwar hinein, aber
    nicht hindurch zur nächsten Strasse (=Infektionskette) - die Ausbreitung kommt dadurch nicht unbedingt zum Halt, aber sie wird langsamer, wie bei einem Verkehrsstau.

    Schnellverbindungen und Umgehungsstraßen - wie etwa wenn ein Infizierter in eine andere Region mit weniger Virus-Sackgassen reist - helfen natürlich dem Virus schneller voranzukommen.

    Statistik ist generell keine nützliche Entscheidungsgrundlage für die Aufstellung von Maßnahmen - sondern bestenfalls ein Indikator für deren Effektivität. Dabei müssen die Kennzahlen allerdings
    differenzierbar sein, da Absolutwerte relativ wenig aussagen.

    Entscheidend für die Auswahl von Maßnahmen ist eher die soziale Stuktur und Dichte an einem Ort, demographische und ökonomische Faktoren die sich auf die Anfälligkeit der lokalen Bevölkerung auswirken, sowie die Versorgungsmöglichkeiten für Erkrankte am Ort.

    Es ist auch nicht nützlich, "Expertenhinweise" ohne konkrete Quellenangabe und -prüfung zum Untermauern bequemer Meinungen gegen amtliche Maßnahmen zu verwenden. Die festgelegten Maßnahmen sind ja schließlich auch nicht auf dem Mist von irgendwelchen ungebildeten Anfängern gewachsen, sondern beruhen auf dem Rat von Experten - und zwar sowohl Epidemiologen als auch Sachverständigen für soziale Belange, Recht, Kapazitäten im Gesundheitswesen, Transport und Verkehr, Schulwesen, und andere Bereiche, die alle versuchen das Beste aus der Lage zu machen. Und das weiß ich sicher, denn ich arbeite direkt für und mit diesen Leuten.

  54. #16

    Was auch passieren kann, ist, wenn aus Kommunen a, b, c, d aus den Landkreisen A, B, C, D die Menschen zur Stadt s fahren im Landkreis S und sich dort anstecken, werden diese Fallzahlen auf die Wohnorte der Mitarbeitenden aus den Landkreisen und dadurch verteilt

    Dadurch bleibt es unter dem Radar, fällt nicht auf obwohl ein Superspreader unterwegs ist

    Solche Szenarien werden vermutlich eine Rolle spielen in unserer Realität

  55. Ein anderer Gag der Inzidenz und Fallzahlen ist, dass der Wohnort zählt

    Wenn zB in der Kommune A die Menschen zur Kommune B gehen jeden Tag zur Arbeit und sich anstecken, werden die Zahlen der Kommune A zugeschrieben

    Gleiches gilt für die Landkreise

    Für das Virus aber ist wichtig, wo es weiter leben und reproduzieren kann

    In Kommune A sind dann alle in Sippenhaft während in Kommune B das Virus eine Party schmeißt

    Besser wäre es, den Ansteckungsort zu nehmen - was vlt kaum möglich ist

    Das macht dann aber die Massnahmen halt kaputt

  56. 14:
    Der Modalwert für den Landkreis Prignitz liegt bei 50; danach folgt 20

    4 Kommunen haben >20 <50
    3 Kommunen haben <20
    2 Kommunen haben >50 <100
    2 Kommunen haben >100

    Die Hälfte der Kommunen liegt damit unter 50 und damit sind die Gesundheitsämter kaum belastet - die Belastung der Gesundheitsämter ist Grund für diesen Wert

    Es kommt eben auch darauf an, wie viele Kommunen über 50 liegen

    http://landkreis-prignitz.de/de/aktuelles/corona.php

  57. Zu meiner Bemerkung (@5) über die verwirrend geringen Inzidenzwerte, wie sie das RKI veröffentlicht, bekam ich per E-Mail folgende Twitter-Diskussion zugespielt:
    https://twitter.com/Stk_Brandenburg/status/1348556643198496773?s=19

    Liest man den dort verlinkten Artikel von Laura Stresing auf t-online.de, kann man sich tatsächlich am Kopf kratzen, wie das RKI so rechnen kann: Sie veröffentlichen die Summe der in den letzten 7 Tagen an sie gemeldeten Zahlen (für den Inzidenzwert pro 100'000 Einwohner). Meldungen erreichen das RKI aber oft verspätet, sodass sie zum Beispiel nur die Werte aus sechs Meldungen addieren … oder auch nur die Werte aus einer Meldung, wenn es zuletzt Kommunikationsprobleme gab.

    So kommt es dann wohl, dass beispielsweise bei einem Kreis, der Daten immer einen Tag verspätet sendet, für die 7-Tage-Inzidenz stets nur 6 Tage einbezogen werden. Das heißt dann, dass die beim RKI veröffentlichten Inzidenzwerte nicht einfach einen veralteten Stand wiedergegeben, sondern einen Stand, der nie korrekt, sondern systematisch zu gering ist.

    Es wäre bei der aktuellen Lage, in welcher sowieso täglich mit Infektionen zu rechnen ist, sinnvoll, die Kreise zu verpflichten, auch eine Meldung über 0 Infektionen abzugeben, wenn keine festgestellt wurde. Das RKI könnte dann nämlich zwischen fehlenden Daten und keinen Infektionen unterscheiden. Wenn es das kann, dann könnte es bei Vorliegen von 6 Meldungen aus den letzten 7 Tagen die Zahl entweder für einen Schätzwert hochrechnen oder aber schlicht die letzten 7 Meldungen addieren, um einen korrekten, wenn auch ein paar Dutzend Stunden veralteten Wert kundzutun.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  58. @11: Bezüglich Bevölkerungsdichte ist interessant, dass zuletzt eher ländliche Gebiete mit höheren Inzidenzen auffielen als Städte. In Dresden beispielsweise ist sie laut RKI (wie zuverlässig das auch immer sein mag) halb so hoch wie rundherum.

    Eine Erklärung hast du in @12 gegeben. Wenn es einen Großbetrieb trifft oder ein Seniorenheim, dann ist bei einer geringen absoluten Anzahl von Einwohnern im betrachteten Gebiet der Inzidenzwert des ganzen Kreises auf einen Schlag hoch. Es gibt kaum Mittelfeld. Das ist ein Effekt, der mir beim Betrachten von Landkarten zur Nachnamenshäufigkeit früher auffiel, welche aus Telefonbucheinträgen generiert wurden. In bevölkerungsarmen Landkreisen kamen Nachnamen oft gar nicht vor oder aber relativ häufig. Die relative Häufigkeit konnte aber täuschen, wenn man daraus etwa auf die Herkunft des Namens aus dieser Region schließen wollte: häufig war schon, wenn der Name absolut nur zweimal vorkam. Von den verschiedenen Farbschattierungen die für unterschiedliche Häufigkeiten vorgesehen waren, konnten in bevölkerungsarmen Kreisen gar nicht alle angenommen werden.

    Aber auch anderes mag eine Rolle spielen: In Städten leben viele Menschen isolierter. Tatsächlich habe ich, als ich im Spandauer Hochhaus wohnte, wohl mit weniger Nachbarn gesprochen als ich das in Perleberg oder Weisen tat.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  59. #9

    Was gegen Deine Darstellung spricht, ist, dass das #SARSCoV2 bereits verteilt ist, ein Umstand auf den Experten bereits hinwiesen

    Zu Beginn einer Pandemiemacht es Sinn, das Virus am Rennen zu hindern, damit unbefleckte Orte sich nicht anstecken - ein herres Ziel, kaum zu realisieren

    Jetzt, wo das Virus flächendeckender ist als schnelles Internet, macht es keinen Sinn mehr, außer, und da kommt es, bei Orten mit viel Fallzahlen (die könnte man damit eingrenzen)

    ABER: in der Prignitzsind es Pritzwalk mit einemAltenheim und Perleberg mit einem Schlachtbetrieb die eine erhöhte Fallzahl haben

    Warum sollen andere Gemeinden oder Orte dann in Sippenhaft?

    Ausserdem: 100 Fälle im Altenheim in Berlin sind prozentual weniger als in einer Stadt mit 10 Tausend Menschen

    Das verzerrt die Statistik, besonderswenn der Landkreis unter 100 Tausend Menschen beheimatet und dadurch auf 100 Tausend hochgerechnet wird für die Vergleichbarkeit

  60. #9

    Plausibel

    Dann macht die 15km Regel der nach man 15 km seinen Landkreis/seine Stadt verlassen darf, wenig Sinn

    Auch kein Sinn macht Fussballbundesliga spielen zu lassen oder den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten, ja sogar Landungen von Flugzeugen aus Ländern mit mutierten Virus zuzulassen

    Außerdem: dann müsste spezifischer vorgegangen werden

    15 km in Berlin mit Hochhaussiedlungen von 12 Tausen Menschen sind nicht das Gleiche wie die Prignitz mit 70 Tausend Menschen insgesamt - ich kann hier in Prignitz 50km unterwegs sein und niemanden begegnen

  61. @7 Ich gebe dir in fast allem Recht, was du schreibst. Doch beachte zwei Dinge:

    Bei der beschlossenen Entfernungsregelung spielt keine Rolle, wie groß das Infektionsgeschehen am Reiseziel ist, nur am Herkunftsort. Die Bewegungsfreiheit eines Virus regional einzuschränken, das überregional mit einer ähnlichen Häufigkeit verbreitet ist, bringt jedoch kaum etwas. Nur wenn es ein nennenswertes Prävalenzgefälle zwischen den Regionen gibt, nutzt das.

    Zweitens wird das Virus nicht durch Anwesenheit in einer Region übertragen, sondern durch Kontakte. Wenn man sich verantwortungsvoll verhält, dann ist eine Übertragung quasi ausgeschlossen. Ideal im Sinne der Seuchenbekämpfung kann man sich dauerhaft in der Praxis kaum verhalten, wenn man noch einkaufen gehen (was ich kaum mache, das meiste kommt per Post) oder bei der Arbeit Kontakte haben muss. Bei Tagesausflügen kann man allerdings die Kontakte mit der lokalen Bevölkerung bei null halten, zumindest wenn man auto-mobil ist.

    Es mag unrealistisch sein, dass sich alle Menschen tatsächlich verantwortungsvoll verhalten. Unter diesem Gesichtspunkt mag es kurzfristig effektiv sein, ihnen riskantes Verhalten zu erschweren, indem man unser aller Freiheit stärker beschneidet. Man sollte aber im Hinterkopf haben, dass auch die Entfernungsregelung praktisch kaum kontrollierbar ist, was bewusst Risiken (für andere, wie du richtig sagt) in Kauf nehmende Leute auch irgendwann mitbekommen.

    Worauf ich auf der Website nicht eingegangen bin, was aber ebenfalls zur geschwächten Akzeptanz bei mir beiträgt, ist wenn parallel zum Inkraftsetzen solcher Breitbandbeschränkungen die tatsächlich kritischsten Schnittstellen vernachlässigt werden. Die größte nachgewiesene Corona-Inzidenz findet sich in Berlin (Berlin, weil ich dafür Daten habe) heute nicht etwa bei übermütigen, reisefreudigen jungen Leuten, sondern in der Hochrisikogruppe der Über-90-Jährigen.*

    Das überrascht natürlich nicht völlig, denn einerseits sind in dieser Altersgruppe besonders viele Menschen auf kleinem Raum konzentriert (Seniorenheime); andererseits finden sich in dieser Altersgruppe besonders viele schwere Verläufe, sodass weniger Infektionen unerkannt bleiben dürften. Spekulation meinerseits ist, das ferner womöglich in dieser geschwächten Gruppe eine geringere Exposition für einen Krankheitsausbruch ausreicht.

    Trotzdem ist es bedenklich, dass gerade die durch die Krankheit individuell am stärksten gefährdete Gruppe verglichen mit anderen Bevölkerungsgruppen auch anteilig so stark betroffen ist. Es scheint, dass man hier nicht die gebotene Achtsamkeit aufgebracht hat.

    * https://www.berlin.de/lageso/gesundheit/infektionsepidemiologie-infektionsschutz/corona/tabelle-altersgruppen/

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  62. ...aber ebenso wenig wird allgemein verstanden dass das Prüfen ausgehender oder weitergeleiteter Emails auf Computerviren eine erheblich effektivere Bekämpfungsstrategie ist als das Prüfen und Blockieren bei Eingang.

    Solange jeder nur seine eigene Insel verteidigt, kommen Viren gut voran - ganz gleich ob biologische oder elektronische. Aber jemand der alle anderen Inseln verteidigt ist eine definitive Sackgasse aus der es kein Entkommen gibt.

  63. Vermutlich beruht dieses Missverständnis vor allem darauf dass die meisten Menschen nicht realisieren dass der "Feind" in ihnen selbst steckt. Das Virus verbreitet sich nicht von selbst, es wird verbreitet - von uns.

    Viele denken wohl dass sie selbst steril sind - nein, also ICH habe doch das Virus nicht, es sind die ANDEREN die eine Gefahr für mich sind. Und genau diese Denkweise nutzt das Virus aus um sich zu verbreiten: der wichtigste Übertragungsvektor sind nämlich diejenigen die nicht wissen dass sie das Virus mit sich tragen, oder die glauben zu wissen dass sie es nicht haben.

    Das wäre so viel einfacher mit einem Virus das bei allen Infizierten gleichermaßen und garantiert vom ersten Tag an aus sicherer Entfernung eindeutig erkennbare Symptome verursacht - z.B. eine leuchtend grüne Nase solange man infektiös ist. Dann könnte man festlegen dass sich jeder mit einer leuchtend grünen Nase anderen Menschen nicht auf weniger als zehn Schritte nähern darf, und fertig ist die Barriere.

    Aber leider ist das nicht so: die große Mehrheit derjenigen mit einer leuchtend grünen COVID-Nase kann diese bei sich selbst nicht sehen, und viele verstehen deshalb die ihnen auferlegten Beschränkungen nicht.

  64. "Na ja, diese Entfernungsregelung hat ja sowieso nichts Direktes mit der Epidemie-Bekämpfung zu tun, denn ob jemand in der Umgebung im Park spazieren geht oder in einem soundsoviel Kilometer entfernten Park, das ändert überhaupt nichts am Infektionsrisiko."

    Diese Aussage spiegelt ein generelles Missverständnis wieder: es geht bei diesen Beschränkungen nicht darum das Infektionsrisiko zu mindern, sondern darum die Bewegungsfreiheit des Virus zu stören.

    Viele Leute scheinen zu glauben dass der Mundschutz sie vor COVID schützen hilft - aber darum geht es gar nicht. Der Mundschutz ist vor allem dazu da, andere zu schützen, indem er einen großen Teil der winzigen Wassertröpfchen abfängt die beim Husten, Sprechen oder schlicht beim Atmen entstehen. Er schützt dadurch hauptsächlich die anderen, und weit weniger den Träger desselben - tatsächlich sind nämlich die weit verbreiteten Stoffmasken recht ineffektiv für den Schutz ihres jeweiligen Trägers. In der Masse aber, d.h. wenn sie fast jeder trägt, bilden sie eine recht heftige Barriere für den primären Verbreitungsmodus des SARS-CoV-2 Virus.

    Ebenso schützt die Einschränkung der Bewegungsfreiheit zunächst einmal nicht unbedingt diejenigen die sich weniger weit bewegen - aber sie isoliert Bevölkerungsgruppen regional, und behindert so recht drastisch die Bewegungsfreiheit des Virus. Die Ansteckungsgefahr innerhalb der einzelnen Gruppen bleibt weitgehend unverändert, aber die Übertragung zwischen den Gruppen wird stark behindert (wenn auch nicht vollständig unterbunden).

    Was für räumliche Beschränkungen gilt, gilt auch für zeitliche. Aus rein praktischen Gründen kann ein Infizierter in einem bestimmten Zeitraum nun mal nur so und so viele Leute anstecken - und begrenzt man dieses Zeitfenster pro Tag, reduziert sich auch die Anzahl der Übertragungen pro Tag. Damit verringert sich nicht das Ansteckungsrisiko innerhalb des offenen Zeitfensters - tatsächlich, wie du sagst, kann es sogar leicht erhöht sein. Aber insgesamt wird die Ausbreitung des Virus trotzdem verlangsamt.

    Bei all diesen Maßnahmen geht es nicht darum die Bewegungsfreiheit der Leute zu beschränken, sondern die Bewegungsfreiheit des Virus. Es geht nicht darum, dass Leute bestimmte Dinge tun oder lassen sollen um SICH nicht anzustecken - sondern darum, ANDERE nicht anzustecken.

    Die Rechnung geht also andersherum: jemand der nicht in dein Land, deinen Landkreis, deinen Ort kommt, kann auch das Virus nicht dorthin bringen. Jemand der die meiste Zeit des Tages zuhause in seinen vier Wänden verbringt, wird dir seltener oder gar nicht auf der Straße begegnen, und ist damit weniger wahrscheinlich DICH anzustecken. Jemand den du einen Mundschutz tragen siehst, schützt DICH vor Ansteckung.

    Außerdem: immer wieder wird über die Ineffektivität räumlich-zeitlicher Bewegungseinschränkungen geschimpft, aber niemand scheint zu realisieren dass es gar keine anderen Möglichkeiten gibt die Ausbreitung eines Virus zu beschränken (von Immunität einmal abgesehen). Es ist völlig sinnlos, andere, effektivere Maßnahmen zu fordern, denn es GIBT KEINE - spatial-temporale Isolation IST die einzige effektive Option, vorausgesetzt die Leute machen mit. Bei hoher Compliance ist sie allerdings sehr effektiv.

    Was diese Maßnahmen aber nicht können ist das Virus komplett zu stoppen - eine solche Erwartung wäre völlig unrealistisch. Aber seine Ausbreitung zu verlangsamen, das funktioniert definitiv, was auch wissenschaftlich belegt ist.

  65. Mein Auto hat weiterhin das Kfz Kennzeichen vom alten Landkreis aus dem ich kam - man darf sein Kennzeichen behalten

    Es wird eine Frage der Zeit sein, bis ein Bus voll Polizeibeamte mich anhält und ins Auto hustet, dass ich wegen Corona hier nicht sein darf und wegen Inzidenz und so

    Warum das Rki andere Zahlen hat, und auch der Rbb hat andere, wundert mich auch

    In der Prignitz sind es vor allem ein Altenheim und ein Schlachtbetrieb der die Zahlen pusht

    Wieso, anders als im Frühjahr 2020 versprochen, nicht spezielle Massnahmen getroffen werden anstatt alle zu knebeln, verstehe ich ebenfalls nicht

  66. Apropos Corona: Im „Covid-19-Dashbord“ des Robert-Koch-Instituts werden für den Landkreis Prignitz viel weniger Fälle (Inzidenzwert derzeit 141,8) dargestellt als auf der Webpräsenz des Landkreises (Inzidenzwert derzeit 338,77). Die Differenz ist auch nicht mit einer kurzzeitigen Meldeverzögerung zu erklären. Für den Unterschied müsste das RKI schon eine Woche zurückliegen, denn der Landkreis berichtete schon am zweiten Tag des Jahres von einem Wert über 200.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  67. {🐐, 🐑,🐷,🐖,🐂}=farm

    𝌪𝌥𝌇𝌐

  68. Re: https://prlbr.de/2021/kunarien/#K4

    Wenn man ⟨…⟩ als Anzahl der enthaltenen Elemente interpretiert, was man konventionell mit senkrechten Strichen |…| für die Mächtigkeit einer Menge und geschweiften Klammern {…} für die Menge notieren würde, dann trifft ⟨⟨a, b⟩, c⟩ = ⟨a, ⟨b, c⟩⟩ = ⟨b, ⟨a, c⟩⟩ ≠ ⟨a, b, c⟩ zu, denn:

    |{a, b, c}| = 3
    |{|{a, b}|, c}| = |{a, |{b, c}|}| = |{b, |{a, c}|}| = 2

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  69. Thank you. We got well through New Year’s Night despite some fireworks.
    Is there something that you want mankind to improve in particular? And do you have any suggestions on how to do it?

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  70. 🧨 **gnihi**
    Happy Bang and Happy New Year
    May mankind improve their habits
    🎉