Gästebuch 2021

  1. @146: Zuerst dachte ich an einen Flohzirkus, aber das ließ sich ausschließen. Ansonsten hat der Tierarzt für uns an Milben gedacht – sowohl in Form solcher, die sich in die Haut graben (Probe wurde genommen und mikroskopiert mit negativem Ergebnis) als auch in Form einer Hausstaubmilbenallergie. Dass es sich um eine Allergie handelt, halte ich für wahrscheinlich. Die Symptome passen mittlerweile ausgezeichnet zur Literatur und Erfahrungen anderer. Als es anfing, war das noch weniger deutlich. Nur gegen was er allergisch ist, wissen wir noch nicht, werden wir aber hoffentlich herausfinden. Hausstaubmilben wären da eher unerfreulich, weil man diesen nie ganz ausweichen kann außer vielleicht durch Aussperren des Hundes und vermutlich eine dauerhafte Medikamentengabe nötig wäre. Besser wäre eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, der wir durch Vermeiden auch ohne Medikamente entfliehen könnten.

    Ich denke übrigens, dass es auch einen Zusammenhang mit Rüblis Nervosität gibt. Die Allergie mag sie fördern und umgekehrt die Nervosität auch das allergische Geschehen.

    Die Krams-CD gefällt mir sehr gut. Danke schön noch einmal für den Tipp. :-)

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  2. Gundermann konnte ja ne echte Drecksau sein wenn es um die Stasi ging

  3. Gundi ist auf rbb

  4. hallo kurze Bemerkung zum aufgekratzt sein..hast du schon an (Gras-) Milben oder anderes Viechzeug gedacht, würde ja von der Jahreszeit her passen (außer wenn es grad schneit).. und die Viecher sind mittlerweile leider gegen viele Tierarztpräparate immun *schlausprech fertig* P.S.: wie gefällt die Gundermann-CD?

  5. 🥚 

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  6. 🕊️

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  7. 🌿

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  8. 🌱

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  9. 💩

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  10. 🍗

  11. 🐔

  12. 🐥

  13. 🐣

  14. 🥚

  15. @134
    Danke dass du das umweltfreundliche Leben führst das ich nicht führe, dann muss ich es nicht tun

    Ich werfe noch kurz Verpackungsmüll in Ofen zum heizen, gabs zum Produkt kostenlos dazu

    Wer sich über den CO2 Fussabdruck informierenwill findet hier ein Video

    https://m.youtube.com/watch?v=xZCkZUu6RkU

  16. @133: Nein, zwinkersmiley - ich rede eben nicht von "umgerechnet" 300-500 Euro, sondern von 300-500 Euro Kaufkraftparität. Und die sind in Bangladesh genausoviel wert wie in Kanada - und auch der umweltseitige Ressourcenaufwand für so einen Lohn liegt in derselben Größenordnung.

    Die meisten Menschen auf der Welt haben tatsächlich nicht das Äquivalent von 5000 Euro im Jahr zur Verfügung - auch viele Europäer nicht.

  17. @132
    Die meisten Menschen aufm Planet leben außerhalb der EU und haben daher ihren Lohn gar nicht in Euro **zwinkersmiley**

    Umgerechnet €500 in Bangladesch sind viel, in Canada aber nicht

  18. @131: Broaden your mind.

    Die meisten Menschen leben außerhalb Deutschlands - und die meisten Menschen verdienen keine 5000 Euro im Jahr, und schon gar nicht im Monat. Die meisten meiner Kollegen verdienen um die 300 bis 500 Euro im Monat, und damit sind wir eine richtig gut bezahlte Berufsgruppe. Ja, und einige der reichsten Menschen der Erde gehören ebenfalls in unsere Branche - aber sie sind nur eine winzige Minderheit.

    Gleichwohl ist es das Einkommen dieser Minderheit das die meisten Ressourcen verbraucht - denn irgendwo muss das viele Geld schließlich herkommen. Zwei, oder sogar drei, vier, fünftausend Euro im Monat? Denk mal...so viel Geld, für so wenig Leute.

  19. @129

    Das ist ein grundsätzliches Ding

    Ein Durchschnittslohn bringt mir nichts da mein Lohn eben anders ist

    Niemand oder irgendwas kann wirklich durchschnitt sein da Durchschnitt immer sich aus der Gesamtmenge von Vielem ergibt

    Keiner ist ein Durchschnittsdeutscher, aus der Menge der in Deutschland Lebender ergibt sich ein Durchschnitt der nie ganz auf einen zutrifft

    Dazu kommt die Frage, welcher Durchschnitt

    Wenn Esther €5000, Hansi €3000, Monika €1500 und Daniel €2000 verdienen, dann sind der Modalwert €2000 näher an der Realität, und stabiler dazu, als €2800 die keiner der vier hat; Esther's €5000 verschönern die anderen, niedrigeren Löhne nicht so arg

    Außerdem ist auch die Streuung wichtig, also die Durchschnitsabweichung, um zu verstehen wie gut ein Wert den Durchschnitt abbilden kann

    Daher wäre es in der Tat wichtig, die Länder, die Lohneinkommen und andere Faktoren in Verbindung zu setzen um den Ressourcenverbrauch besser nachzuvollziehen

    Das wäre auch bei Corona wichtig

    Inzidenz 59 sagt nichts über die Gesamtzahl der Tests um die 59 zu erhalten, über das Verhältnis der falsch Positiven/Negativen, die Reproduktionsrate, der Ort und die Aktivität während der Übertragung oder die Krankenhausbelegung aus

    Am Ende sagt eine rote Deutschlandkarte wenig aus, kann Angst erzeugen, wirkt aber effekthascherisch und bringt Klickzahlen

  20. @128
    "Die Gesamtmasse industrieller Produkte übersteigt bereits die Gesamtmasse der Biosphäre, unsere so geliebte und gepriesene Wirtschaft verschlingt mehr Ressourcen in drei Monaten als der gesamte Planet im Jahr zu bieten hat"

    Das ist der Grund warum E Autos oder Windräder kaum was bringen werden

    Der Energieverbrauch und der Ressourcenverbrauch ändern sich nicht, also wird es dann überall Windräder geben die dann auch nicht mehr reichen werden und E Autos verbrauchen auch Ressourcen

  21. Das ganz große Problem mit den gängigen Argumenten ist die Durchschnittsrechnerei.

    Immer wieder höre oder lese ich von "wenn wir alle" unsere Gewohnheiten soundso ändern, dann wird alles gut. Das ist so nicht richtig - denn genauso wie wirtschaftlicher Reichtum nicht gleichverteilt ist, ist auch der Raubbau an unserem Planeten nicht gleichmässig allen zuzuschreiben. Die meisten Menschen tragen extrem wenig oder gar nichts dazu bei, und zwar nicht weil sie besonders umweltfreundlich denken, sondern schlicht weil sie sich das Leben als Apex-Konsument gar nicht leisten können.

    Eine erstaunlich kleine Minderheit aber verbrät die planetaren Ressourcen in ungeheurem Umfang und mit wachsender Begeisterung - und wird obendrein dafür von (fast) allen bewundert und beneidet. Persönlich legen sie oft eine beeindruckend umweltfreundliche Erscheinung an den Tag, essen vegan, fahren Elektroautos, kaufen pestizidfrei angebauten Öko-Kaffee, und verzichten auf Plastik.

    Die sind so grün, dass man sich manchmal fragt von welchem Planeten sie eigentlich kommen - besonders wenn sie einem erzählen "ich finde ja wir müssen alle zum Klimaschutz beitragen - also ich kaufe schon seit Jahren nur noch Tesla", und sich dann wundern warum ich ihnen auf die Schuhe kotze.

    Der Durchschnittsmensch schaut nur verwundert zu, und fragt sich wie so ein Schnitzel wohl aussieht, von dem man jetzt nur noch die Hälfte essen soll.

  22. @121: Nein, Schweden kann den Import aus anderen EU-Ländern nicht untersagen, weil es ja praktisch gar kein Import ist (Binnenmarkt). Auch beim Import aus Nicht-EU-Ländern entscheidet nicht Schweden, sondern die EU. Sitzen also alle im gleichen Boot ;)

    Dass bessere Standards über Vorschriften geschaffen werden müssen, ist seit Jahrhunderten so. Die sogenannten "Marktkräfte" wirken prinzipiell in die Gegenrichtung - und Konsumenten schwimmen immer mit dem Strom, nicht gegen ihn (selbst wenn sie etwas anderes glauben). Alles andere ist Wunschdenken: durchaus legitim, und gelegentlich auch mal prominent mit Vorbildwirkung, aber ohne entsprechende Gesetzgebung eben doch unwirksam.

    Problematisch wird der Öko-Lifestyle wenn man glaubt dass der eigene Fleischverzicht allein die Welt rettet - und darüber vergisst an der richtigen Stelle Druck zu machen und die gewählten Volksvertreter dazu zu bringen tatsächlich und effektiv die Regeln zu ändern. Dabei geht es, wie gesagt, viel weniger um die Regeln für bessere Tierhaltung (die gibt es nämlich), sondern vielmehr um soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung.

    Zudem ist es immer gut nicht eingleisig zu denken: das Massensterben der Insekten durch Pestizideinsatz im Pflanzenanbau ist mindestens ebenso kritisch so sehen wie die schlechte Behandlung von Schweinen. Ich für meinen Teil, als Gärtner und Wanderer, sehe den Verlust der Sechsbeiner sogar als weitaus dringenderes, und vor allem sehr viel massiveres Problem als das Leiden der Vierbeiner - ohne aber letzteres irgendwie in Abrede stellen zu wollen.

    Der miese Umgang mit den übrigen Bewohnern dieses Planeten ist nicht beschränkt auf irgendeinen bestimmten Wirtschaftszweig, irgendeine Produktkategorie, oder irgendeine persönliche Perspektive was mehr oder weniger problematisch ist.

    Die Gesamtmasse industrieller Produkte übersteigt bereits die Gesamtmasse der Biosphäre, unsere so geliebte und gepriesene Wirtschaft verschlingt mehr Ressourcen in drei Monaten als der gesamte Planet im Jahr zu bieten hat - und ob wir das von einer Konsum-Nische in eine andere verschieben ist irrelevant, das Problem bleibt dasselbe: wir bewegen uns weit, weit jenseits dessen was wir tatsächlich brauchen.

    Der Grundfehler ist "Wirtschaftswachstum" - DAS Maß für "erfolgreiche" Wirtschaft schlechthin. Tatsächlich müsste die "Wirtschaft" aber auf weniger als ein Zehntel schrumpfen damit wir einigermaßen in die Nähe von Bedarf und Erfordernis kommen - nicht wachsen.

  23. Das ist jelojen, @126, ein klassischer 7.-Huno-Scherz deinerseits.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  24. @
    https://prlbr.de/2021/quadratzahlen-differenz/

    In der Mitte des Artikels taucht eine Fehlermeldung auf

  25. @121

    Es fängt wieder beim Konsumenten an der auch den Wahlzettel hat

    Schwierig wird es wenn Parteien 'Wahlbetrug' begehen wie die sPD die trotz Wahlversprechen Tierschutz der Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration zustimmte

    Durfte die sPD zwar, ist aber dennoch hinterhältig

    Dann bleibt nur Fleischverzicht

    Oder die Piratenpartei wo raus kam ein Kandidat hätte Frauen belästigt und eine Exkandidatin alleine sich aufstellte: wen wählen

    Klar kann man sich selber aufstellen, doch hat man genügend Zeit, Geld und Support auf Deutschlandebene oder EU einen Wahlkampf zu gewinnen?

    Im Moment scheint ein Vakuum an guter Politik, auch die Grünen schwächeln

  26. @123

    Eigentum verpflichtet, sagt das Grundgesetz

    Ließe sich ausgestalten

  27. @118: Der Gedanke hat zwar seinen Reiz, aber ich halte es für kaum machbar, den Verkauf von Geräten zu untersagen. Ein Recht auf Eigentum steht sogar in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte drin (Artikel 17) und mit Eigentum kann man mit wenigen Einschränkungen (bei den man andere Rechte verletzt) alles machen, was man möchte, also es auch verkaufen.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  28. @117: Sich bei der Zeiteinteilung wieder am Sonnenstand zu orientieren hieße aber, einen totalen Flickenteppich zu erzeugen. Das macht überörtliche Verabredungen und Reiseplanungen umständlich. Lieber Dachlatte, Hundehaar und Tür …

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  29. @114: Was wäre denn die Alernative? Dass sich alle Länder daran orientieren, was das skrupelloseste aller bereit ist, seinen Tieren anzutun? Ich denke, dass Fortschritt meist damit beginnt, dass jemand voranschreitet und anderen ein Beispiel ist.

    Falls Schweden aufgrund von EU-Gesetzen den Import von Waren nicht untersagen kann, die den schwedischen Mindeststandards nicht genügen (ist das so?), können sie dann über die Defizite aufklären? Eine Kennzeichnungspflicht für die Haltungsbedingungen einführen etwa, die dann auch unmissverständlich deutlich macht, dass was unter den schwedischen Standards ist, mies ist?

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  30. @111: Ich meine mich zu erinnern, dass Pferdefleisch nur dann als Nahrungsmittel verwendet werden darf, wenn eine ganze Reihe Medikamente nicht verabreicht wurden, die in der Hobbypferdehaltung oft verwendet werden. Pferdehalter müssen sich daher relativ früh überlegen, ob ihr Tier einmal beim Schlachter landen soll oder der Körper nach dem Tod einen anderen Weg geht. Mir fehlt der Überblick, ob die Haltung bei jenen, die von Anfang an den Schlachter anvisieren, auch so gut ist, wie wir uns das allgemein bei Pferden vorstellen. Beurteilen kann man die Haltung letztlich nur, wenn man sie tatsächlich sehen kann oder zumindest ein gewisser Standard wie bei Bio-Produkten garantiert ist. Opfer eines Betruges kann man selbst dann noch werden.

    Dass der Verbraucher weniger in der Hand hat, als uns oft gesagt wird, ist wohl so. Mit Subventionen wird die Massenproduktion gefördert und ggf. auch der Export, wenn die Ware hier nicht abgenommen wird. Mit Werbung wird „Nachfrage“ erzeugt. Dennoch denke ich, dass wir auch beim Konsumverhalten nicht ohne Einfluss sind. Die Nachfrage nach besseren Produkten und die Bereitschaft dafür ggf. auch mehr zu zahlen ermöglichen Landwirten durchaus, tierfreundlicher zu wirtschaften. Einige lenken um. Selbst wenn das ein Nischenmarkt ist, demonstriert dieser, dass es in der Tat anders geht. Das lässt sich dann nicht leugnen. Erfahrungen werden gesammelt, auf die man aufbauen kann.

    Am Ende kommt weniger Massentierhaltung, kommen bessere Standards über eine politische Entscheidung, wie du sagst (oder aufgrund von ökonomischem Druck durch so etwas wie Fleisch aus der Petrischale). Für die Entscheidung mag aber hilfreich sein, dass nicht nur Theoretiker, sondern auch Landwirte dafür sprechen können, die das bereits praktizieren.

    Dass ich Rübli vorenthalten würde, was er an Nahrung braucht, droht meines Erachtens nicht. Im Moment versuche ich herauszufinden, ob und was er nicht gebrauchen kann. Ob er überhaupt eine Nahrungsmittelallergie hat, weiß ich nicht. Es könnten zum Beispiel auch Hausstaubmilben, Pollen oder anderes aus der Umgebung sein, dass seine Reaktion auslöst.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  31. Rübli ist up to scratch and findet Ideen from scratch

  32. #Markt #Wirtschaft

    Gert Scobel argumentierte unlängst, dass wir eben Nicht verbrauchen

    Verbrauchen entsteht, wenn wir es dem Gebrauch entsprechend nutzen, zB das Buch lesen, das Brot essen, den Film gucken

    Oft aber wird zwar gekauft, aber nicht konsumiert, es geht um den Besitz

    Dann wird gestapelt oder, wenn es schimmelig ist, weggeworfen

    Das könnte geändert werden zB indem der Gebrauch verkauft wird, nicht der Gegenstand

    Die Firma verkaufte dann den Gebrauch des Druckers für 20 Tausend Kopien und behielte den Drucker, müsste Service und Co zum Gebrauch gewährleisten

    Dann wäre ein Anreiz da nachhaltig zu produzieren

    Autoreifen würden dann für 5 Tausend Kilometer oder 5 Jahre Gebrauch verkauft, dann würden diese repariert und neu vergeben

    Dass Anreize geschaffen werden ist klar

    Wirtschaftlichen lebt vom Abverkauf von Produkten

    So wurde der Fleischpreis gesenkt um Kundschaft anzulocken und die Bedingungen gesetzt damit das möglich wird

    Allerdings gibt es sehr wohl Produkte, über die jeder nachdenken kann ob er sie so braucht um dann zu entscheiden, ob man sich der Karavane von Mitläufern anschließt

    Ich brauche nicht jeden Tag 3KG Fleisch bis ich fett bin, Gicht und Herzkasper habe; ich kann Käse oder Eier aus Demeterhaltung oder Bio kaufen

    Andere Dinge, dass zB Rentenkassen auf perverse Kriegsaktien setzen um Rentengeld zu bekommen, kann ich tatsächlichschlecht beeinflussen

    Ich denke, jeder hat die Möglichkeitensich zu überlegen wo er mitmachen will, was er fördern will - zumindest in vielen Bereichen

    Dass jemand, der auf Fleischverzichtet, dann sich schuldig fühlen soll dass Kuhrassen aussterben oder der Bauer arbeitslos ist, halte ich für Schuldmacherei

    Die Polizei ist nicht verantwortlich dass der Bankräubende Menschen tot schiesst weil das Fluchtauto nicht geliefert wird

    Der Bauer kann ebenso Pflanzen anbauen, Urlaub mit Kuh, Kuhwanderung oder Sex mit Kuh anbieten und sein Leben damit finanzieren

  33. #ZeitSommer

    Ob der Lafen um 9 auf dem Ziffernblatt, um Gartenzaun auf dem Ziffernblatt oder um 8 aufmacht ist herzlich egal

    Man kann auch ein Ziffernblatt entwerfen auf dem steht: Dachlatte, Hundehaar, Türe, Zehennägel, ...

    Dann würde man zB sich um 5 nach Dachlatte treffen

    Es wäre auch denkbar, den Sonnenauf- und untergang als Marke zu nehmen und den durch drei zu teilen, Mittag wäre dann 2/3

    Es ist eine kulturelle Unterteilung des Tages uf die wir geprägt wurden

    Allan Snyder hat in seinen Forschungen gezeigt, dass wenn Menschen zu Experten werden, sie Mühe haben neue Wege zu finden

    Lernen Menschen zB im Experiment dass ein Hölzchen immer in eine bestimmte Richtung gedreht werden muss um eine Zahl zu erhalten und wird im Test dann diese Regel geändert, haben diese Menschen mehr Mühe auf die Lösung zu kommen als solche ohne vorheriges Lernen

    Ich denke, das macht es insgesamt und auch in Coronazeiten schwer, neue Wege zu finden

    Von Fleischkonsum, Sexualpartner, Corona und Pandemie Strategien oder eben zur Zeitumstellung

  34. Der Mythos von der Macht des Verbrauchers, dieser tief sitzende Glaube dass wenn wir unseren "Bedarf" regulieren wird alles besser - ist ein Teil des Problems, denn er verhindert die tatsächlich notwendigen Veränderungen.

    Überkonsum gibt es nämlich nur in einem ganz kleinen Teil der Welt - die große Mehrheit der Menschen haben Schwierigkeiten ihren täglichen Bedarf zu decken, egal ob mit Soja oder Fleisch. Und das, obwohl sie oft selbst das eine oder andere in ausreichender Menge produzieren.

    Die, die sich die Produkte leisten können, brauchen sie eigentlich nicht - und die, die sie brauchen, können sie sich nicht leisten.

    Löst man dieses Problem, löst sich auch das Problem mit dem Schutz von Tieren, Regenwäldern und Klima. Allerdings lösen sich dann auch die meisten Profite auf...in reine, klare Luft ;)

  35. @113: immer noch verdrehte Kausalität: "wenn wir mehr Soja essen, nimmt der Bedarf an Soja ab".

    Ja, aber es wird ja eben gerade NICHT nach Bedarf produziert - das ist ja das Problem, das ich versuche klarzumachen. Es spielt keine Rolle was wir brauchen, es kommt nur darauf an das wir VERbrauchen.

    All diese Logik würde stimmen wenn sich die Industrie daran orientieren würde wie man mit dem geringstmöglichen Aufwand den Bedarf der Menschen decken kann - aber das tut sie eben nicht, tatsächlich kommt in der Wirtschaft der Begriff des "Bedarfs" überhaupt nicht vor.

  36. Ach, und lobe nicht die skandinavischen Länder für ihre guten Bedingungen bei der Tierhaltung.

    Die Regelungen sind in der Tat sehr streng, schaffen aber gleichzeitig einen Marktvorteil für importiertes Fleisch aus Massentierhaltung, u.a. eben aus Deutschland - und verlagern somit lediglich das Problem, ändern aber nichts daran. Die Rohstoffe für Hundefutter kommen teilweise von noch viel weiter her, nicht selten auch von außerhalb der EU (z.B. USA).

  37. @112: Zum Regenwaldschutz: Der Sojabedarf nimmt ab, wenn wir Soja statt Fleisch aus typischer Massenproduktion konsumieren. Das hängt zum einen damit zusammen, dass Soja einen hohen Anteil an Futtermitteln für unsere Schlachttiere ausmacht. Zum anderen liegt es daran, dass die Tiere im Laufe ihres Lebens eine ganze Menge Energie abgeben, zum Beispiel in Form von Körperwärme, die wir ihnen in Form von Futtermitteln vorsetzen müssen, aber nicht in Form ihres Fleisches rückgewinnen können. Wir benötigen also weniger Soja, um uns von Soja zu ernähren, als Soja, um Tiere zu ernähren, von denen wir uns ernähren.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  38. ...ist ein bisschen wie den Autofahrern die Schuld an der Klimakrise zu geben.

    Verzichtet man auf Schaf- oder Rindfleisch, wird der Regenwald statt dessen eben für die Massenproduktion von Sojabohnen abgeholzt - aber abgeholzt wird er in jedem Fall. Und auch wenn Sojabohnen nach unserer Spekulation keine bewusst empfindenden Lebewesen sind, so sind es doch die Orang-Utans die ihrer Heimat beraubt werden, oder die Vögel die keine Nistplätze und keine Insekten als Nahrung mehr finden.

    Die vermeintliche Kontrolle der Verbraucher über die Massenproduktion ist eine Illusion. Aber diese Illusion und ihre Gewissen sind ausgesprochen profitabel - z.B. um sie mit Alternativangeboten zum Alternativkonsum zu ködern. Und ganz egal was sie konsumieren, Hauptsache sie konsumieren.

    Wie gesagt - Konsum ist nicht die Ursache, sondern das Ziel. Es werden nicht hunderttausende von Schweinen unter miserabelsten Bedingungen gehalten, weil wir so hungrig auf deren Fleisch sind. Und es müssen nicht Millionen Tonnen fossilen Öls jeden Tag aus dem Boden gefördert werden, weil wir so gerne Auto fahren oder Plasteverpackungen so lieben. Das ist eine perverse Verzerrung der Realität.

    Und noch verwirrter ist die Vorstellung das persönlicher Verzicht auf bestimmte Teile des Konsumspektrums irgendetwas an dieser Maschinerie verändern kann. Das taugt bestenfalls als Lifestyle, aber nicht als realistischer Lösungsansatz.

  39. Du kannst ja immer auf Pferdefleisch setzen - deren Haltungsbedingungen sind in der Regel exzellent.

    Aber mal im Ernst:

    Es ist ja eine beliebte Methode der Lebens- wie Futtermittelindustrie, den Konsumenten die Schuld für miserable Tierhaltung in die Schuhe zu schieben, á la "wenn ihr so viel fresst, haben wir keine andere Wahl, also seid ihr alle mitschuldig" - was eine groteske Lüge ist, aber dennoch effektiv um Vorwürfe und Forderungen nach Veränderung zu ersticken.

    Massenkonsum ist nicht die Ursache, sondern das Ziel der Massentierhaltung. Erst kamen die miesen Bedingungen für die Tiere, und dann wurde damit der Massenkonsum angekurbelt. Das Fleisch dann zu meiden, nimmt den Viechern nur noch mehr weg - und was als Protest gedacht ist, trifft letztlich die denen man eigentlich helfen will.

    Das schlechte Gewissen der Verbraucher deckt leider die eigentlichen Missetäter. Das ist nicht hilfreich, und letztlich nutzt ja deinem Hund nichts wenn du ihm aus Gewissensgründen nicht gibst was er braucht - also wenn wir nun schon von guten Lebensbedingungen für bewusst empfindende Tiere sprechen ;)

    Verbesserungen der Lebensbedingungen für Tiere in der Landwirtschaft erreicht man über entsprechende Normen und Regulierungen. Die führen dann zwangsläufig zu einer geringeren Produktion und steigenden Preisen, was wiederum die Verbraucher zwingt ihren Konsum einzuschränken - was man dann akzeptieren muss, um der Tiere willen.

    So herum wird ein Schuh draus - in dieser Reihenfolge. Nicht rückwärts, das bringt gar nichts.

  40. Dass das, was vorne auf typischen Hundefuttermarken aus dem Lebensmittelhandel abgebildet und benannt ist, oft nur einen geringen Anteil ausmacht und sonst alles Mögliche drin ist, habe ich auch schon beklagt (https://prlbr.de/2018/kunarien/#K17). Mit Ausnahme von solche Snacks wie zur Zahnreinigung kaufe ich so etwas aus Prinzip schon sei Jahren nicht mehr.

    An Lamm hatte ich für die Diät auch gedacht. Ich vermute aber, dass Rübli Lamm auch schon im Essen hatte – vielleicht mal im Döner, wenn Huhn nicht erhältlich war. Für mich spielt auch noch eine Rolle, dass ich möglichst keine schlechte Haltung von bewusst empfindenden Tieren fördern möchte. Dabei bin ich noch nicht ganz konsequent, denn beim Döner beispielsweise weiß ich es nicht, und dann kann man in der Regel von einem Niveau am Mindeststandard ausgehen. Ich meine mich zu erinnern, dass jener in Schweden beispielsweise besser ist als in Deutschland. Ich hatte da mal eine Sendung mit einem Vergleich bei Schweineställen gesehen. In Deutschland halte ich ihn jedenfalls nicht für ausreichend.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  41. Masha ist allergisch gegen Hühnerfleisch, welches sich nun leider in fast allem findet dass Hundefutter oder -belohnung heisst. Selbst Hundefutter das als Lachs oder Hirsch ausgewiesen war, enthielt einen nicht unerheblichen Anteil Hühnerfleisch, und in Hundkeksen und ähnlichem ist es meist als Basisprotein enthalten, oft nicht extra deklariert.

    Geholfen hat der Rat, ihr etwa zu füttern dass sie noch nie bekommen hat - womit wir bei Lammfleisch gelandet sind. Gut zwei Monate dauerte es, bis die Haut sich komplett erholt hatte, aber erholt hat sie sich. Ich nenne hier absichtlich keine Marke, denn es kommt auf den Inhalt an, und darauf dass der Hersteller exakt deklariert was drin ist.

    Bei Futterallergien soll man immer zuerst an das denken was am gewöhnlichsten ist - es sind oft eben nicht die exotischen Proteine, sondern die gewöhnlichsten. Und Hühnerfleisch ist in Hundenahrung drrmassen verbreitet, dass es richtig schwer ist davon wegzukommen (aber weder unmöglich, noch unnötig teuer).

  42. Danke fürs miträtseln @107, doch es handelte sich um Satelliten. Siehe https://prlbr.de/2021/kunarien/#K47

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  43. Kunarien/#43

    Über Bentwisch waren schon Kampfflugzeuge geflogen

    Gut möglich dass nachts Bundeswehr oder Polizei etwas höher unterwegs sind, zB mit Suchscheinwerfer - die wollen ja nicht dass zB Kabeldiebe den Polizeiheli bemerken der sucht

  44. Als Schnee lag, haben sich wie unter meinen Zehen auch in Rüblis Bart Eisbällchen gebildet. Der Arme.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  45. #LästernüberHunde

    Susy hechelt sich immer noch kaputt über Rüblis Blätter im Bart

  46. @103: ...and besides, how would a dog be unaware that his master is right behind him taking the picture?

  47. @97: Über die Vorderbeine weit nach vorn gelehnt, Ohren und Nase auf das Objekt der Begierde gerichtet...nein nein, diese Haltung spricht ganz klar nicht von Unsicherheit oder Ratlosigkeit, sondern von Neugier und gespannter Erwartung. Entweder erwartet er dass gleich eine spannende Überraschung aus dem Loch springt, oder fixiert den sowohl kau- als auch spielbaren Schuh.

  48. @100
    Ach so, deine Hausregeln nerven Rübli und ein wenig mehr Freiraum und Lockerheit würden Rübli guttun

  49. @98: das Rübli ist ein durchaus human denkendes und liebes Kerlchen.... 😘

  50. Es hätte ihn zumindest zeitweilig vom Vize- zum König unseres Gartens befördert.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  51. @98
    Warum sollte Rübli entäuscht sein dass der Zweibeiner nicht verschwand?

  52. Aufatmen klingt gut, aber vielleicht brachte die Auflösung bei Rübli doch eher Enttäuschung? 🤔

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  53. Dem aktuellen Bilde folgend könnte man annehmen, dass Rübli unsicher und ratlos ist, ob sein Herrchen im Eisloch verschwunden ist... 🤥🙄... Beim späteren Lesen der dazugehörigen Zeilen kam auch bei mir ein sicheres Aufatmen... 😊🙋‍♀️❄️💫

  54. @95 Nice. My dog doesn't need help with barking, so I won't feed him that. But I've ordered him a gnawing root which is of wood that doesn't splinter. Recently he also had a chewing stick made of Himalayan yak milk plus cow milk and a tiny bit of lime juice and salt. Importing dog treats from India via the UK may not be ideal in terms of climate protection, but as far as I know there aren't any yaks roaming the nearby Ruhner mountain range, so buying local wasn't an option.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  55. kunari 32
    mine has recently eaten bark - it helps at barking, i surmisse

  56. @93

    Mein Handelsvolumen wird Großteils mit meinen Hunden gemacht mit Tauschgeschäft: ich tausche Etwas mit den Hunden für Nichts im Gegenzug

  57. @31: Der grösste Teil des Handelsumsatzes wird heutzutage durch Schulden getragen, so dass der Geldwert langfristig mehr an den Zinssatz als an das absolute Handelsvolumen gekoppelt ist. Der Begriff vom "Umlauf des Geldes" gibt ein verzerrtes Idealbild, das schon lange nicht mehr Wirklichkeit ist.

  58. https://prlbr.de/2021/kunarien/#31

    Flatus hat mein Hund, manchmal inflationär

  59. @kunarien, wählen

    Wäre die Klage durchgegangen, hätten alle Minderheiten irgendeine Wahl anfechten können; und da jeder zu einer Minderheit gehört - weder SchreinerInnen noch Hosenträger bilden 51% der Gesellschaft - wäre jede Wahl anfechtbar

    Der Grundsatz der gleichen Rechte stützt vermutlich eher darauf ab, dass jeder die gleichen Rechte nutzen kann, dH dass jeder sich zur Wahl aufstellen kann

    Die 5% Hürde sehe ich da eher als verfassungswidrig, weil es tatsächlich einschränkt; oder die Gebundenheit des Wahlrechts an die Staatsbürgerschaft

    Solange jeder Mensch in Deutschland wohnhaft sich zur Wahl aufstellen kann, ist es ok

    Die Frage wäre, ob das wirklich der Fall ist, zB wäre denkbar dass finanzielle Möglichkeiten eine Hürde darstellen

    Solche Hürden gilt es abzubauen

    Das Geschlecht scheint keine Hürde zu sein

  60. Ja, drücken wir die Daumen. Falls das nicht hilft, werde ich von etwaigen Unfällen berichten, @89.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  61. @26/27: Hoffentlich erinnert sich Rübli in den nächsten Tagen bei Tauwetter dass flüssiges Wasser unter seinen Pfoten und er kein Krokodil trotz großer Maulspanne ist.... 🙂😊🙋‍♀️💫

  62. Der Verweis auf die Lösung ist aber kurz. :)

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  63. Ganz schön LANG für KURZES...!!! Ich meine deinen Lösungsweg der 2 unterschiedlichen Quadrate... 🤥😊🙋‍♀️💫

  64. @kunarien
    "Traktor und Geländewagen zogen Schiiten hinter sich her.

    Klingt nach einem rassistischen Tag o.O

  65. @84!:Ich meinte @82...sorry!🙂

  66. @83:... Rübli ist erwas ruhiger, weil sein Partnerherrchen ruhiger geworden ist und er mit seiner feinen Spürnase und /oder einem anderen Sinn die Veränderung wahrnimmt... Er ist eben kluges sensibles Kerlchen❣️👍🙋‍♀️😊

  67. @81: Aller Anfang ... dachte ich mir am Anfang auch. Bald ist Rübli allerdings ein halbes Jahr bei mir und während Manches sich gut entwickelt, weiß ich bei wenigen Punkten noch gar nicht, welcher Weg zu einer Verbesserung führt. Oder aber ich habe zwar eine Ahnung, aber leider nicht die Fähigkeit oder die Mittel, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Das sind aber wichtige Punkte wie einen freundlichen Kontakt mit Artgenossen hinzubekommen. Morgen haben wir wieder einen Termin mit Hundetrainerin. Vielleicht kann sie uns weiterhelfen.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  68. Rübli kommt dann erst mal an und quietscht, @80. Vielleicht denkt er, dass ich von ihm etwas erwarte, bevor es weitergeht, und es quält ihn, dass er nicht weiß, was. Oder er will einfach meine Aufmerksamkeit darauf lenken, wie brav er da neben mir steht. Aber meißt hat er ja auch schon vorher gequietscht … Ich kann schlecht sagen, wie genau er reagiert, denn bei geschlossenen Augen und Konzentration auf andere Geräusche beobachte ich sein Verhalten ja nicht. Ich meine, wenn es dann weitergeht, ist er aber etwas ruhiger.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  69. @80
    Ich hatte 🥕 Rübli schon tief einatmen gesehen und gehört .. bevor das **Wuff** aus ihm gerausplatzte

    Aller Anfang ist schwer

  70. ...tiefes Entspannen beim Spaziergang...Stehen bleiben, Augen zu und nur den Hörsinn in Anspruch nehmen... -- das ist super!!!... Wie verhält sich denn dann das Wurzelgemüse? Kommt bei ihm auch Seelenruhe auf??? --Wäre doch sehr schön!!! 😊🙋🏻‍♀️💫

  71. https://prlbr.de/2021/kunarien/#20

    Ich hatte durch Health Canada an einem Take 5 Mindfullness Program teilgenommen

    Tut mir gut

    Read up for more
    https://www.mindwellu.com/take-5

  72. @Teich Garten Steg Anlage

    In einem Buch des VEB Landwirtschaftsverlag zur Gärtnerei steht, dass wenn Wind an die Pflanze kommt diese Wasser abgibt, verdunstet, und das Energie der Pflanze abverlangt (wohl Thermodynamik)

    Kälte ist in der Tat die Entfernung von Energie

    Es ist also durchaus denkbar, dass der Steg einen Windschatten bildet der es verhindert, dass Wasser in die Luft verdunstet, dadurch Energie abgibt und abkühlt

  73. Biber sind zum Beispiel in Weisen. Gestern und heute sah ich frische Spuren ihrer Fällarbeiten am Weg zur Stepenitz nahe der Brücke gen Breese.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  74. @75
    Sag mir wo die Biber sind **träller träller**
    https://m.youtube.com/watch?v=aLAxbQxyJSQ

  75. Wo sind sie denn hin, @74?

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  76. "Im Weisener Hochwasserschutzdeich fielen mir heute östlich des Ortes zahlreiche Wühlmurfshügel auf.

    **gnihihi**

    In Bentwisch sind die Murfwühler neuerdings weg

  77. @72: Ich dachte für eine kurzen Moment an die Titanic im Jahre 1912, aber nicht an Laurel und Hardy. Rübli kam herangelaufen, etwas aufgeregt und vielleicht besorgt. Vermutlich hat er quietschige Geräusche von sich gegeben, aber das macht er so oft, dass ich mich gar nicht mehr mit Sicherheit an Details seiner Lautäußerungen in jenen Augenblicken erinnern kann.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  78. "An jenem Abend trat ich an den Fußballplätzen bei Dunkelheit und Regen ungewollt in eine Pfütze. Unter dem Wasser war noch Eis. Ich hatte keine Chance, mich auf den Beinen zu halten und landete im kalten Wasser.

    Dachtest Du dabei an Laurel und Hardy? Und was war 🥕Rübli seine Antwort?

  79. "Nimm zwei unterschiedlich große Quadrate

    Die Quadrate sind eindimensional, wenn sie auf einer Ebene flach aufliegen, zB auf der x Achse, sind sie miteinander auf einer Ebene verbunden

    Von der Seite sehen könnte man diese nicht, weil jede Erhebung, zB durch einen Strich, eine weitere Dimension darstellte

  80. "Ich habe irgendwann einmal gehört, Wäsche würde besonders weich, wenn sie feucht gefriert und das Wasser dann sublimiert. "

    Mein Spitz sagt ,nein,

  81. @68 Weil es nicht stimmt. Weil du es nicht denkst? Weil ich das nicht geschrieben habe, aber es so aussehen mag, als hätte ich, wenn du das als Stichwort für eine Antwort in den Raum stellst. Aber woher soll ein Leser des Gästebuchs wissen, dass es weder von mir kam noch dass du das denkst? Warum propagandistische Sprache von Rechtsradikalen übernehmen und verbreiten?

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  82. @66
    》„Deutsches Reich“? „Vernegerung“? Was soll diese Provokation bringen?

    In deinem Kunari erwähnst dass es in Deutschland von Rechts einen kalten Wind geben wird, würden Migranten bevorzugt

    Vernegerung ist das, was in diesen Kreisen gesagt wird

    Warum nicht aussprechen, was viele Menschen denken oder fühlen?

  83. Ah, 150 Jahre vor morgen wurde der preußische König zum Deutschen Kaiser ausgerufen … Hast du dazu schon zu viel gehört? Mit der aktuellen Politik hat das aber nichts zu tun.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  84. @65: Bezüglich Menschen mit Behinderung steht im erwähnten Grundgesetz-Artikel 3: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Hier hat man bewusst auf die Formulierung „nicht … bevorzugt werden“ verzichtet, die sich bei den anderen Gruppen findet. Eine gewisse Bevorzugung von Behinderten ist also bei gleicher Qualifikation wohl mit dem Grundgesetz vereinbar. Man kann dies als einen Ausgleich für die ihnen durch die Behinderung de facto gegebenen Nachteile sehen – eine Hilfestellung für jene, für die Vieles tatsächlich schwerer ist.

    „Deutsches Reich“? „Vernegerung“? Was soll diese Provokation bringen?

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  85. @Vernegerung des Deutschen Reiches:
    ,müssten Migranten,

    Zum einen ist das relativ, denn jeder von uns hat einen Migrationshintergrund, sei es weil er vor Jahren in die Prignitz zog oder nach Deutschland, weil Hugenoten damals verfolgt wurden und in Preussen Schutz fanden, oder weil wir alle Tausende Jahre zurück gen Norden wanderten

    Zum Anderen werden Behinderte ebenfalls diskriminiert, ie ungleich behandelt: haben besseren Kündigungsschutz oder müssen bevorzugt werden

    Vlt wäre es geschickter, ein Verfahren zu entwickeln in welchem nur die Qualifikation ersichtlich ist

  86. @63
    Oder wenn an Ort B das Virua überhaupt nicht vorhanden ist, wie am Anfang einer Pandemie

    Dann kann man versuchen, Ort B frei zu halten

  87. Ich hatte argumentiert, dass eine Bewegungseinschränkung zwischen Regionen mit vergleichbarer Inzidenz für die Epidemiebekämpfung quasi nichts bringt, wenn eine überregionale Aktivität dadurch nicht entfällt, sondern durch eine vergleichbare in der eigenen Region ersetzt wird. Eine Anmerkung dazu: Wenn wir es mit unterschiedlichen Virusstämmen zu tun haben, die sich durch Parameter wie Infektiosität, Letalität oder Wirksamkeit eines verfügbaren Impfstoffs unterscheiden, greift mein Argument freilich nur, wenn tatsächlich die jeweiligen Virusstämme in beiden Regionen ähnlich verbreitet sind. Einen gefährlicheren Virusstamm, der noch nicht verbreitet ist, regional einzudämmen, ist sinnvoll.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  88. @53/@55 Abgesehen davon, wer tatsächlich wofür bezahlt, ist die Argumentation: „X hilft der Gesundheit, die Regierung macht aber nicht X, also geht es der Regierung nicht um Gesundheit“, logisch nicht zwingend. Man könnte höchstens sagen, die Regierung mache nicht alles, was sich für die Gesundheit machen lässt, und selbst dieses Verhalten könnte gegebenenfalls aufgrund begrenzter Ressourcen vernünftig bis notwendig sein. Dies ganz allgemein besprochen.

    Konkretes Beispiel: Bei Hochwasser kann ich zu einer gegebenen Zeit nur an einer Stelle Sandsäcke füllen. Auch wenn es durchaus richtig ist, dass es dem Hochwasserschutz dienen würde, wenn ich auch noch an einer anderen Stelle Sandsäcke füllen würde, lässt sich aus dem Umstand, dass ich es nicht tue, nicht schließen, dass mir der Hochwasserschutz nicht wichtig wäre. Es ist nicht einmal klar, dass dem Hochwasserschutz besser gedient wäre, wenn ich an der vernachlässigten Stelle Sandsäcke füllen würde, wenn man berücksichtigt, dass aufgrund meiner Begrenztheit dann eine andere Stelle von mir vernachlässigt würde.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  89. @54: Alles wird benutzt, um die Reichen noch reicher zu machen. Das nennt man Kapitalismus.

    Wir können gern über eine freie, egalitäre post-kapitalistische Gesellschaft philosophieren - aber wie wir's auch anstellen würden, *wir* würden die Früchte der herbeigeträumten Revolution nicht mehr erleben. In dem Leben das wir haben, sind wir leider dazu verdammt das Spiel zu spielen das gespielt wird - und das Beste daraus zu machen.

    Ich weiß das es der gequälten Seele hilft hier und da mal Dampf abzulassen und das Spiel zu verfluchen - aber es ändert nichts an den Spielregeln, sorry.

  90. @52: Ja, ich denke da wird abgewägt - nur vielleicht nicht so wie wir das gerne hätten.

    Großunternehmen sind die Grundlage unseres mittelständischen Lebensideals. Wir sind von ihnen abhängig - sie sind der Tropf an dem wir alle hängen. Das ist der Haken beim Kapitalismus, und gleichzeitig sein Grundprinzip.

    Deshalb betten wir sie in der Krise weicher - widerwillig zwar, aber Kapitalismus abschaffen bedeutet ja Abschied vom konsum-angetriebenen Mittelstandsideal, und das geht der überwiedenden Mehrheit in Deutschland dann doch zu weit, und zwar unabhängig davon welcher politischen Strömung sie gerade hinterherschwimmen.

    In der Konsequenz, ganz richtig, bleiben kleinere Betriebe in der Krise immer zuerst auf der Strecke.

  91. @57
    "Man stelle sich mal vor: eine rundum glückliche und zufriedene Bevölkerung

    Irgend ein Radio geht immer kaputt oder einer mäht den Rasen, wie Reinhardt Mey schon wusste
    https://m.youtube.com/watch?v=QiGJXIaZtzU

  92. @56 stimmt, Bayern hat reagiert und will Masken zur Verfügung stellen
    War bei der Bundespressekonferenz nicht ersichtlich
    https://www.br.de/nachrichten/meldung/bayern-will-25-millionen-kostenlose-ffp2-masken-an-beduerftige-ausgeben,300361ebc

  93. @52: ...und natürlich denken wir auch an die vielen Gewohnheitsprotestierer, die ihren einzigen Lebenszweck verlieren würden wenn es nichts mehr auszusetzen gäbe. Man stelle sich mal vor: eine rundum glückliche und zufriedene Bevölkerung, die ihre gewählten Volksvertreter einfach nur lobt - und das mitten in einer Pandemie! Wo kämen wir denn da hin?

    Nach Nordkorea, würde ich mal mutmaßen...

  94. @55: Das ist ja so wohl nicht ganz korrekt.

    Bayern wird 2.5 Millionen FFP2-Masken für Bedürftige kostenfrei zur Verfügung stellen. Es dauert allerdings einige Tage die Logistik dazu auf die Beine zu stellen.

    Immer hübsch bei der Wahrheit bleiben!

  95. #53

    Zum Verständnis

    Um Corona einzudämmen sind Masken wichtig

    Masken kosten Geld und Ffp2 Masken wie Bayern es fordert für Einkaufen gehen müssen gewechselt werden

    Wenn such Menschen Masken nicht leisten können, werden die Masken nicht oft genug gewechselt oder erst gar nicht angeschafft

    Damit kann die Eindämmung des Virus nicht funktionieren

    Wäre es der Reguerung wichtig das Virus einzudämmen, würde sie Hilfe anbieten; tut es aber nicht

  96. #53

    Mein Eindruck ist, es wird von Politik gefordert, gefordert, gefordert und wer sich nicht für wird kaputt gemacht, supportiv-helfend, zB um Schulen mit Luftfilter auszustatten oder Ärmere mit Masken versorgen oder Lösungen für Obdachlose finden, gibt es für Tui, Lufthansa oder Automobilindustrie

    Corona wird auch nur benutzt um die Reichen reicher zu machen

  97. #52
    Hier die Antwort der Regierung zu Hartz4 und Masen kaufen

    Corona dient halt auch nur dazu von unten nach oben zu verteilen

    https://twitter.com/TiloJung/status/1349393821797392385?s=19

    Ginge es um Gesundheit, müsste man den Ärmeren helfen

  98. #51
    Klingt plausibel

    Denk bitte auch an all die Läden die Konkurs gehen, die Arbeitslosen Menschen die in der Wut AfD wählen und die sozialen Umbrüche - die auch in den 20 und 30 igern des letzten Jahrhunderts eine Rolle spielten

    Es ist wichtig die Nachteile einer Massnahme mit den Vorteilen abzuwägen

  99. weiter zu 50:

    Es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die ihren Arbeitstag (und so manche -nacht) mit nichts anderem verbringen als die Möglichkeiten der Menschheit beim Umgang mit Katastrophen-Risiken und der Bewältigung solcher Krisen zu verbessern. Zu diesen Leuten gehöre auch ich.

    Eine wesentliche Einsicht aus dieser Arbeit ist dass Naturgewalten nach wie vor sehr viel größer sind als wir, und uns trotz allem Fortschritt mal ganz schnell in die Knie zwingen können. Wir sind eben Menschen, und keine Götter.

    Menschen zu sein hat aber auch seine Vorteile, und der wichtigste davon ist dass wir eine soziale Spezies sind und dadurch sinnvoll Ressourcen teilen und zusammenarbeiten, uns umeinander kümmern, einander schützen und gegenseitig bei Problemen und Krisen helfen können. Das macht uns bisher zu einer der erfolgreichsten Arten auf diesem Planeten.

    Und alles was wir im Zusammenhang mit COVID-19 - oder jeder beliebigen anderen Naturgewalt die uns bedroht - unternehmen, läuft letztlich genau darauf hinaus.

  100. @43: 2012 wusste niemand dass COVID kommen würde.

    Die zitierten "Warnungen" muss man schon richtig wiedergeben: die Feststellungen seiner Zeit war, dass die internationale Zusammenarbeit bei der Seuchenkontrolle nicht mit der globalen Vernetzung Schritt hält, und deshalb vor allem bei einem hochinfektiösen respiratorischen Pathogen das Risiko einer verheerenden Pandemie sehr hoch sei.

    Hintergrund für diese Analyse waren SARS (2002) und MERS (2012) - beides durch Coronaviren ausgelöste Atemwegserkrankungen, die eng verwandt sind mit COVID-19.

    Bei beiden Epidemien gab es erhebliche Hindernisse bei der internationalen Zusammenarbeit, insbesondere mit Hinblick auf Informationsaustausch und Koordination, und darauf wurde von verschiedenen Stellen hingewiesen, inklusive von besagten US-Präsidenten.

    Diese Hinweise wurden ganz und gar nicht ignoriert, sondern brachten eine Reihe neuer internationaler Vereinbarungen, bessere Melde- und Alarmierungssysteme, Vereinheitlichungen bei Modellen und Überwachungsmethoden, sowie eine Menge Geld in die Forschung rund um diese Viren und ihre Herkunft.

    Diese Verbesserungen sind mitverantwortlich dafür dass wir bei COVID-19 erheblich besser vorbereitet und informiert waren als seinerzeit bei SARS und MERS - und das wir schon ein Jahr nach dem Auftreten des Virus mehrere effektive Impfstoffe haben.

    Natürlich gibt es nach wie vor Unzulänglichkeiten, und das weltpolitische Klima der letzten vier Jahre hat viele neue Probleme geschaffen, und einige Fortschritte wieder zunichte gemacht.

    Schwerer wiegt allerdings dass COVID-19 ein um mehrere Größenordnungen höheres Pandemie-Potential hat als seinerzeit SARS und MERS - so dass es selbst gut aufgestellte Länder überrollen konnte. Das liegt nicht an mangelnder Vorbereitung, oder gar Ignoranz - sondern tatsächlich an der Krankheit selbst.

    Einem solchen Virus sind wir schlicht nicht gewachsen - und mit wir meine ich hier die ganze Menschheit mit all ihrem Wissen, Technologien und Ressourcen - und werden es auch in Jahrzehnten noch nicht sein. Da liegen die Erwartungen so mancher Leute in einem total unrealistischen Bereich, weit jenseits dessen was heutzutage überhaupt möglich ist, und noch weiter jenseits dessen was dieselben Leute selbst zustande bringen könnten.

  101. Danke schön übrigens fürs Mitteilen eurer Gedanken.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  102. @43: Nicht alles ist schlecht gelaufen; Regierungen geben sich durchaus Mühe, das Land gut durch diese Zeiten zu manövrieren; Experten wurden zu Rate gezogen und ihre Erkenntnisse fanden Raum im öffentlichen Diskurs. Statistiken zufolge (hihi) ist Deutschland anders als oft beim Eurovision Song Contest auch nicht Schlusslicht in Sachen Epidemiemanagement.

    Die Welt ist zu komplex, um alles bestmöglich zu handhaben. Nebenbei bemerkt ist gar nicht klar, nicht einmal im Nachhinein, was bestmöglich wäre, und selbst wenn es das wäre, so wäre das im Großen und Ganzen Bestmögliche doch für einen begrenzten Bereich vermutlich nicht das Bestmögliche und so immer Grund zur Klage.

    Kritik ist freilich erlaubt und manchmal sogar hilfreich. Ich will nur sagen: Nicht alles ist schlecht.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  103. Anmerkung zu @40: Die 0 sei in der Menge der natürlichen Zahlen ℕ hier eingeschlossen.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  104. @37: Warten wir ab, was die Leute 2054 zu deiner Frage ins Gästebuch schreiben. :)

    Ich kann mir gut vorstellen, dass zwischen heute und 2054 noch andere Herausforderungen erwachsen, auch für die Gesundheit, die auch die anfängliche CoViD-19-Pandemie dieser Tage als historisch nicht so bedeutsam erscheinen lassen, wie sie manchen heute erscheinen mag. Die gesellschaftliche Reaktion auf die Pandemie war allerdings ziemlich heftig. Vielleicht wird man sich wünschen, dass wir vergleichbaren Elan bei der Bewältigung anderer Probleme an den Tag gelegt hätten.

    Vielleicht wird man aber auch sagen, dass CoViD-19 ein Riesenglück war, weil wir dadurch Wichtiges für die Bewältigung von H5N1-25 lernten, das Simulationen zufolge ansonsten einer geschätzten Milliarde Menschen das Leben gekostet hätte? „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  105. Ergäzend zu @44: Ich besuchte gestern kurz einen zugezogenen Freund auf dem Weg zum Einkaufen (erster Präsenz-Einkauf in diesem Jahr). Er trainiert beruflich auch Menschen mit ihren Hunden. Das Angebot, in sein Haus zu kommen und etwas zu trinken lehnte ich ab. Stattdessen unterhielten wir uns mit Abstand im Garten (hoffentlich hat er keine Erkältung bekommen 🙂).

    Als meine Mutter Ellen und ich uns am Telefon unterhielten und ich auf ihre Frage, ob sich mein Freund gut eingerichtet hätte, antwortete, dass ich nicht im Haus war, fragte sie mich etwas besorgt, ob er mich denn nicht eingeladen hätte oder ich nicht wollte, woraufhin ich kurz erklärte, dass ich es wegen Corona nicht machte, zumal es ja sowieso nur ein Kurzbesuch war.

    Quasi reflexhaft sagte Ellen dazu, dass ich mich mit einer Person aus einem anderen Haushalt aber hätte drinnen treffen dürfen. Stimmt. Und das ist so ein kleines Beispiel für das, was ich über das durch Regeln schwindende eigene Verantwortungsbewusstsein meinte: Wenn etwas geregelt ist, denkt man erst einmal ganz automatisch darüber nach, was man darf und was man nicht darf, und nicht, was man selbst sinnvollerweise machen kann.

    Ein anderes Beispiel: Als ich im Frühjahr das erste Mal nach Einführung der Maskenpflicht einkaufen war, fiel mir auf, dass die Leute plötzlich keinen Abstand mehr hielten.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  106. @36: Grundsätzlich sollte man immer erst einmal auf das Verständnis und das Verantwortungsbewusstsein der Menschen setzen, unterstützt mit positiven Handlungsempfehlungen – positiv im Sinne von „was du tun kannst“ (z. B. Abstand halten, Maske tragen, Heimarbeit) statt „was du nicht tun darfst“.

    Wenn man dennoch Verbote braucht, dann sollten diese immer direkt bei den Kontakten, bei denen das Virus übertragen wird ansetzen (z. B. keine Zusammenkünfte von Personen aus mehr als zwei Haushalten gleichzeitig; keine Zusammenkünfte mit Personen aus mehr als X Haushalten pro Woche) beziehungsweise dort, wo sich das Problem zu vieler Kontakte manifestiert (z. B. keine Fahrten in Skigebiete).

    Selbst dabei kann man schon einen Teil des Verantwortungsbewusstseins durchaus kooperativer Menschen verlieren, und das gar nicht mutwillig. Es ist einfach so, dass man weniger aktiv mitdenkt, wenn einem gesagt wird, was man tun darf und lassen muss. Das Bewusstsein widmet sich anderen Dingen als der Orientierung, wenn man an die Hand genommen und geführt wird.

    Schlecht sind Regeln, die Menschen in quasi risikolosen Tätigkeiten wie einem nächtlichen Spaziergang beschränken, nur weil dies theoretisch einfacher zu kontrollieren ist als die Verbote der tatsächlich riskanten Dinge wie einer Freundeskreisfete im Keller und man hofft, auch jene Verbotsbrecher dabei erwischen zu können. Ob es praktisch überhaupt kontrolliert wird, ist noch einmal eine andere Frage, aber eine gewisse soziale Kontrolle gibt es natürlich immer.

    Statt Verantwortungsbewusstsein zu fördern, drückt man Misstrauen aus. Und zu den Einschränkungen, die Menschen sich selbst auferlegen und die ihnen sinnvollerweise auferlegt sind, wird man dabei obendrein in harmlosen Dingen beschränkt. Als gäbe es nicht schon genug Einschränkungen. Nicht nur das erzeugt Frust, aber in diesem Fall ist er dann sogar berechtigt, was Verantwortungsbewusstsein nicht nur quasi aus Versehen schmälert, sondern die Bereitschaft dieses zu gebrauchen ggf. bewusst senkt.

    Sonstige Maßnahmen? Risikogruppen besonders schützen. Wir haben ja mittlerweile Schnelltests – immer vor Seniorenheimbesuchen durchführen, natürlich auch vor Dienstantritt von ambulantem und stationären Pflegepersonal. Besuchern als Alternative zu mäßig tauglichem stets richtig tauglichen Schutz bieten. Im Lebensmittelhandel vormittags ein Öffnungszeitfenster nur für Senioren und ggf. anderen Leuten, die zu einer Risikogruppe gehören, nicht berufstätig sind und auch keine Kinder haben.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  107. #42

    "COVID-Krisenpläne, einschließlich Eskalationsmöglichkeiten, gibt es schon seit dem Frühjahr -

    Doof nur, dass das Rki bereits 2012 vor sowas warnte und auch ein George W Bush oder Barack Obama Jahre zurück von sowas sprach und sich dennoch nicht echt vorbereitet wurde

    Bis überhaupt im Frühjahr 2020 reagiert wurde, geschweige Aha Regeln oder dass genügend Masken vorhanden waren - Knappheit überall

    Masken wurden von Spahn auch nicht bezahlt - siehe NDR Reportage - und andere Pannen

    Medizinisches Personal bekommt bis heute nur Applaus, aber kein besserer Pflegeschlüssel oder bessere Arbeitsbedingung

    Was Covid im Frühjahr, als was passieren musste, zeigte, ist, dass Politik kann, wenn die nicht will - und nicht wollen tut sie oft

    Die Milliarden für die Grosskonzerne könnten besser investiert werden, zB für Luftreinigungsanlagen oder mehr Studien oder bessere Bedingungen in der Pflege

    "Zu behaupten dass Landesregierungen und Behörden nicht vorbereitet gewesen wären, ist schlicht eine Lüge

    Stimmt, es wurde einfach ignoriert

    Genauso wie 2015 schon klar war, wie auch heute, dass Menschen in Not auf der Flucht waren und sind

    Man will nicht handeln und sitzt es aus solange es geht

  108. @38, 39:

    COVID-Krisenpläne, einschließlich Eskalationsmöglichkeiten, gibt es schon seit dem Frühjahr - sie wurden nicht erst beim Eintreten der zweiten Welle schnell zusammenimprovisiert. Das zu behaupten ist schlicht eine Lüge.

    Ausserdem: es ist einfach rückblickend denen Recht zu geben deren Vorhersagen eingetroffen sind, aber vorausschauend ist das viel schwieriger.

    Deshalb arbeitet man in der Wirklichkeit mit Indikatoren, also beobachtbaren/messbaren Parametern für verschiedene Epidemie-Modelle, um mit Hilfe dieser Rechenmodelle zu erkennen ob bzw. wann der aktuelle Verlauf dieser Indikatoren den Beginn eines erneuten Ausbruchs anzeigt - und wenn das der Fall ist, werden vorab ausgearbeitete Reaktionspläne ausgerollt, deren Effektivität ebenfalls anhand derselben Modelle bewertet wurde.

    Die meisten dieser Modelle haben die Möglichkeit einer "zweiten Welle" schon im Frühjahr vorhergesagt, und deshalb gibt es auch schon seit dem Frühjahr entsprechende Eskalationspläne für Isolationsmaßnahmen, sowie eine Reihe fortlaufender Maßnahmen die gar nicht erst unterbrochen wurden (z.B. Testprogramme).

    Zu behaupten dass Landesregierungen und Behörden nicht vorbereitet gewesen wären, ist schlicht eine Lüge. Die Maßnahmen konnten die zweite Welle zwar nicht verhindern, aber die Reaktion auf diese zweite Welle folgte unmittelbar und ohne lange Debatte, und hielt sich ziemlich genau an die über die Sommermonate ausgearbeiteten Pläne, ohne nennenswerte Reibungsverluste.

    Das ist genau das, was man von einer Regierung erwarten kann.

    Was man nicht erwarten kann ist das man eine in der Theorie genial klingende Idee einfach heute der Regierung zurufen kann, und diese bis morgen Abend umgesetzt wird - oder dass man einfach vor etwas warnen kann, und die Regierung einfach darauf reagiert nur weil's für manche plausibel klingt.

  109. @32: Stimmt, es ist eine von vielen Maßnahmen, jüngst ergänzt zu schon bestehenden.

    @35: Nun ja, ein großer Teil der Bereitschaft, Eindämmungsmaßnahmen einzuhalten, gründet auf der Erwartung, dass diese Pandemie vorbei geht und nicht so schnell wiederkommt. Die Viren mögen sich nicht dafür interessieren, was Menschen erwarten, aber die Reaktion der Menschen auf Viren hängt stark davon ab, was die Menschen erwarten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass SARS-CoV-2 in seiner Gefährlichkeit stark nach Alter und Vorerkrankungen differenziert. (Vorsicht: Statistik) Wir haben in Deutschland bis dato über 40.000 mit Corona Gestorbene, davon sind weniger als 200 unter 40 Jahren alt. Bei einer solchen Krankheit hat ein Teil der Gesellschaft ein relativ hohes Eigeninteresse, dass die Krankheit im Zaum gehalten wird, aber für einen großen Teil der Gesellschaft geht es mehr um Solidarität als Selbstschutz. Zeitlich begrenzt funktioniert das in einer freiheitlichen Gesellschaft, aber nicht dauerhaft mit Einschränkung von sozialen Kontakten, Reisen, Kultur und Sport, wie wir das derzeit haben.

    Fortsetzung folgt. :)

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  110. In https://prlbr.de/2021/kunarien/#K9 schrieb ich über natürliche Zahlen a und b: „Die Summe a² + b² ergibt genau dann eine gerade Zahl, die nicht durch 4 teilbar ist, wenn a und b beide ungerade sind.“ Es ist gut, so eine Behauptung auch zu beweisen. Dauert ja nicht lang.

    Fall 1: a und b sind beide gerade

    Dann ist a = 2n und b = 2m mit n, m ∈ ℕ.
    Also ist a² + b² = (2n)² + (2m)² = 4(n² + m²) teilbar durch vier.

    Fall 2: entweder a oder b ist gerade, ohne Beschränkung der Allgemeinheit a

    Dann ist a = 2n und b = 2m + 1 mit n, m ∈ ℕ.
    Also ist a² + b² = (2n)² + (2m + 1)² = 2(2n² + 2m² + 2m) + 1 ungerade.

    Fall 3: a und b sind beide ungerade

    Dann ist a = 2n + 1 und b = 2m + 1 mit n, m ∈ ℕ.

    Also ist a² + b² = (2n + 1)² + (2m + 1)² = 2(2(n² + n + m² + m) + 1) das Doppelte einer ungeraden Zahl, das heißt gerade, aber nicht teilbar durch vier.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  111. Im Sommer 2020 hatte Lauterbach vor einer 2 Welle gewarnt; das wurde von der Politik ignoriert

    Was soll ich für eine Lösung haben wenn wir eine verpennte Politik haben die Fakten ignoriert, kurz vor dem Aufprall in Aktionismus verfällt wie geköpfte Hühner und dann gibts den Knall, während Lufthansa Millionen an Euro bekommt und Mitarbeitende entlässt und Steuern nicht in Deutschland oder die Automobilindustrie nich mehr Milliarden an Euro geschenkt bekommt zusammen mit Tui

    Corona hat die Umverteilung von unten nach oben beschleunigt und Exoertenrat wird zu oft ignoriert

    Die Lösung ist Bundestagswahl und bessere Politik wählen, was schwierig werden dürfte, da die Grünen längst nicht mehr die Innovation und Vehemenz haben

  112. #37

    Addieren noch unbekannte Pandemien die noch kommen und Antibiotikaresisrenzen sowie Klimatote und einiges mehr dazu

    #36
    "Diejenigen hier die so wehement gegen Einschränkungen plädieren, oder sie für sinnlos erklären

    Nur gegen
    - wirkungslose
    - unverhältnismäßige
    - unlogische
    - widersprüchliche
    Lösungen

    "was wäre denn eine sinnvolle, effektive und realistische Alternative

    Lausche mal Drosten, Lauterbach und Co zu

    - halbieren von Schulklassen
    - Vorbereitung
    - Luftfilteranlagen
    - 1 Woche vor Weihnachten Isolation dann Schnelltest
    - Fokus auf Hotspots anstatt jede Kontaktperson nachzuverfolgen
    - ...

    Seit mindestens 2012 war dem Rki bekannt dass eine Pandemie mit Lungenentzündung kommen kann, George W Bush und Obama sprachen davon und vorbereitet wurde nichts

    Es gibt genügend ExpertInnen mit tollen Ideen die sträflichst ignoriert werden, einfach mal öffentlichen Rundfunk reinziehen, mal Deutschlandfunk hören

    " die die überwiegende Mehrheit leicht akzeptieren

    Schwierig . Deutschland ist ein liberaler Rechtstaat mit Grundgesetz

    Gute und verständliche Kommunikation und die Möglichkeit dass Menschen gewisse Freiräume haben sind essentiell - zwei Jahre Isolationshaft in der Wohnung oder leere Versprechen von wegen Einschränkung bis Weihnacht dann Party funzen nicht

    "und umsetzen könnte,

    Die Aha Regel, Abstand Händy waschen und Alltagsmaske tragen, war und ist der Eckpfeiler und funktioniert ganz gut bei vielen Menschen

    "und die sich gleichzeitig problemlos kontrollieren und ggf. erzwingen lässt?

    Man könnte, wie es Ferichte schon lange einfordern in Urteilen, zeitlich und räumlich die Massnahmen beschränken

    Ausgangsbeschränkung von Menschen/km2 abhängig machen oder an geographischen Punkten wie die Innenstadt oder die Landkreisgrenze nehmen für Bewegungsradius

    Das leuchtet auch vielen ein

    - was wäre denn eine sinnvolle, effektive und realistische Alternative die die überwiegende Mehrheit leicht akzeptieren und umsetzen könnte, und die sich gleichzeitig problemlos kontrollieren und ggf. erzwingen lässt?

  113. Versuchen wir's doch mal mit Vision - sagen wir, Jahr 2054:

    COVID-19 ist endemisch, und tritt in Wellen mit multilokalen Ausbrüchen auf. Immer wieder gibt es schwierige Krankheitsverläufe, und jedes Jahr auch tausende Todesfälle. Die Krankheit ist zu einem ständigen Begleiter der Menschheit geworden, wie viele andere Infektionskrankheiten auch.

    Es gibt verschiedene Impfstoffe, die ständig weiterentwickelt und regelmässig angepasst werden. Sie sind billig und weltweit für jedermann leicht erhältlich. Risikogruppen wird empfohlen sich jährlich routinemässig immunisieren zu lassen.

    Es gibt eine Reihe von Empfehlungen und Medikamenten zur Selbstbehandlung von milden Verläufen und zur Vorbeugung von Komplikationen. Die meisten Menschen kommen damit gut zurecht, und drei von zehn Menschen haben mindestens einmal in ihrem Leben COVID gehabt.

    Komplizierte Verläufe kommen dennoch regelmässig vor und bedürfen einer stationären Behandlung, für die es ausgereifte Standardverfahren gibt. Die Überlebenschancen bei komplizierten Verläufen sind mässig, insbesondere bei älteren und/oder multimorbiden Patienten.

    Alle Menschen haben schon von klein auf wichtige Regeln zur Vorbeugung von COVID gelernt: regelmässig die Hände mit Seife waschen, Abstand zu Kranken halten, keine Krankenbesuche, zuhause bleiben wenn man selbst krank ist, zum Arzt gehen wenn die Beschwerden nicht in ein paar Tagen verschwinden. Artgerechte Kost für ein gut balanciertes und resistentes Mikrobiom, Immuntraining, regelmässiges Sonnenlicht und ausreichend Bewegung im Freien, und so weiter (diese Liste ist spekulativ, wir wissen's ja noch nicht).

    Verschiedene Produkte dazu werden ebenfalls angeboten und sind weit verbreitete, normale Haushaltsutensilien - darunter Mund-Nase-Masken aus atemfreundlichen, transparenten, selbstfixierenden und -anpassenden Membranen aus einem neuartigen Nanowerkstoff. In vielen Ländern werden diese überall getragen wo viele Menschen zusammenkommen, und an einigen Stellen sind sie vorgeschrieben.

    Und so weiter...

    So kann das durchaus werden - und wie werden die Leute in 2054 auf uns jetzt in 2021 zurückschauen. Was werden sie über diese Debatten denken, was werden sie loben und wofür werden sie uns auslachen oder verfluchen?

  114. Nachtrag zu 35:

    Diejenigen hier die so wehement gegen Einschränkungen plädieren, oder sie für sinnlos erklären - was wäre denn eine sinnvolle, effektive und realistische Alternative die die überwiegende Mehrheit leicht akzeptieren und umsetzen könnte, und die sich gleichzeitig problemlos kontrollieren und ggf. erzwingen lässt?

    Man liest hier ja viel "ist doch alles Quatsch", aber bessere Ideen sind nicht so zu finden.

  115. @27:

    Das ist sehr richtig - wie schon an anderer Stelle gesagt, haben alle Beschränkungen zwecks Pandemiebekämpfung auch teilweise dramatische Auswirkungen auf die Lebensqualität und -chancen derselben Menschen.

    Oft steht die Entscheidung bei solchen Schritten zwischen "schlecht" und "schlechter" - und hitzige Debatten mit populistischen Obertönen versuchen diese Wahl dann oft noch mit zusätzlichem Horror, Hoffnungslosigkeit, Vorwürfen und Anklagen zu würzen.

    Was aber selten klargestellt wird ist dass wir uns in einer Katastrophensituation befinden - wobei "Katastrophe" genau dadurch definiert ist dass es mit den vorhandenen Ressourcen keinen Ausweg gibt, schon gar keinen verlustfreien.

    Viele Leute scheinen immer noch zu glauben dass COVID wieder verschwinden wird, wenn wir nur die richtigen Maßnahmen ergreifen. Die Chancen dafür sind aber verschwindend gering - die Anzahl effektiv ausgerotteter Viruskrankheiten (und darunter ist kein einziger Coronavirus) ist so minimal dass solche Vorstellungen keine realistische Grundlage haben.

    Tatsächlich müssen wir lernen damit zu leben, und die Ressourcen entwickeln die das möglich machen. Dazu gehört sicherlich ein Impfstoff um die extremen Spitzen zu kappen, sowie eine Menge Wissen über und Erfahrung mit der Krankheit, Behandlungsverfahren und Medikamente die für jeden leicht zugänglich sind, sowie extra Kapazitäten im Gesundheitswesen - aber dann eben auch langfristige Anpassungen in unseren Verhalten, unseren Erwartungen, unserer Kultur.

    Auf diese Weise haben wir die Grippe integriert (aber nie besiegt), und so werden wir auch COVID integrieren müssen - nur ist COVID halt ein mächtigerer Gegner als Influenza.

    Im Moment befinden wir uns ziemlich am Anfang dieses Weges, quasi kurz nach dem Urknall. Wir sind unerfahren, unvorbereitet, uneinig, unkoordiniert und unaufmerksam - aber nicht mehr unwillig die neue Krankheit als ständigen Begleiter unserer Spezies anzuerkennen und in unser Leben einzubauen.

  116. Die Prohibition brachte auch nichts

  117. #32 das nennt sich auch Aktionismus

    Genau darauf wurde hier schon eingegangen

    Mehr Massnahmen können zur Abnahme der Wirkung führen

  118. @26: "Wo wir uns wohl nicht einig werden, ist, dass diese allgemeine Maßnahme der Bewegungseinschränkung für touristische Zwecke ein besonders effizienter und effektiver Weg ist, das zu erreichen."

    Hmm, da werden wir uns doch einig, glaube ich:

    Für sich genommen, ist das vielleicht keine besonders effektive Maßnahme - aber es ist ja auch eigentlich eine Eskalation anderer, bereits bestehender Regeln und Empfehlungen, und nicht als einzige aktuelle Maßnahme gegen die COVID-Ausbreitung konzipiert. Oder?

  119. #30
    Mir wird versucht n schlechtes Gewissen und so ein Mist einzureden und in der Zwischenzeit landen Mutationen in Deutschland und Jens Minion Gesicht Spahn fängt an über Einschränkungen im Flugverkehr nachzudenken

    Verscheissern kann ich mich alleine

    https://www.deutschlandfunk.de/newsblog-zum-coronavirus-spahn-plant-offenbar-strengere.2852.de.html?dram:article_id=472514

  120. #25
    "Die EINE Übertragung der Krankheit die du heute vielleicht verhinderst, die zählt.

    Erinnert mich an Organspende Propaganda

    Da wird erzählt, man rette Leben; nicht erzählt wird, dass der, von dem das Organ stammt, häufig gestorben ist (+1-1=0, dann haste nix gerettet) oder dass die Sterblichkeit bei 100% liegt und es um Lebensverlängerung geht (die Grundlage von Heilkunde, sollte man dann halt ehrlicherweise so formulieren)

    "Sie wird sicher niemals irgendwo in der Statistik auftauchen, weil sie ja nicht stattfindet

    Das ist grundsätzlich so
    Jeder Bankraub der nicht stattfindet, jede kaputte Scheibe die es nicht gibt, jede x die es nicht gibt taucht auch nicht auf

    Jeder kann sein Häufchen beitragen dass Die Welt etwas besser wird

    Ich fliege nicht mit Flieger, kaufe Bio und Vegetarisch, verbrauche nur 30l Wasser am Tag und 3kW Strom und mein Haushalt passt in einen Transporter, mit der Nähmaschine reparieren ich meine Klamotten

    Ich seh schon zu, dass einige Statistiken durch mich nicht größer werden

    "- aber trotzdem macht es einen gewaltigen Unterschied.

    Für wen? Ob Oma/Opa an SARS-Cov2, Herzkasper oder was anderem eingegangen sind verändert die Trauer doch nicht; auch nicht, dass Oma/Opa alt waren und jeder mal sterben muss

    "Wer das nicht einsieht, hat anscheinend völlig den Kontakt zur Realität verloren.

    Mit solchen Aussagen kappst du die Brücke zu all jenen, die eigentlich mitmachen wollen, aber den Sinn gewisser Regeln nicht verstehe

    Diese Alternativlosigkeit, Alles oder Nichts, verscheucht so manchen, auch mich

    Es gibt hier in der Kommentarspalte manch gut begründete Kritik; diese wegzuwischen scheint mir nicht angemessen

    Ich bin froh dass mittlerweile im öffentlichen Rundfunk auch andere Meinungwn stattfinden von ebenfalls Experten

  121. (Kleine Korrektur zu @26: Die Kyritzer Seenkette ist zwar außerhalb meines Landkreises, aber innerhalb des 15-Kilometer-Umkreises. Man möge sich an jener Textstelle also lieber den Ruppiner See denken, der außerhalb des gegebenen Umkreises liegt.)

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  122. @23: Die Polizei hustet dir nicht wirklich ins Gesicht. In der Übertreibung liegt zwar die Anschauung, aber es besteht auch immer die Gefahr, dass jemand anderes (oder man selbst am nächsten Abend) so eine Vogelscheuche für echt hält.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  123. @25: Richtig, dass Regeln sich nicht zu 100 % durchsetzen lassen, muss in Betracht gezogen werden. Genauer gesagt sollte auch in Betracht gezogen werden, *wie* gut eine Regel eingehalten wird und was sie für Nebenwirkungen bezüglich der Einhaltung anderer Regeln haben könnte. Es ist nämlich nicht so, dass immer mehr Regeln immer mehr bringen. Wenn Verständnis und/oder Akzeptanz verloren gehen, dann bekommt man plötzlich mit mehr Einschränkungen mehr Infektionen – selbst dann, wenn eine zusätzliche Regel selbst bei nur teilweiser Einhaltung theoretisch nur positive Effekte hätte.

    Dass es bereits wertvoll ist, einen CoViD-Todesfall zu verhindern, klingt gut. Du darfst aber auch in dieser Hinsicht mögliche Nebenwirkungen von Maßnahmen nicht vergessen. Wenn Menschen weniger bzw. später zu Vorsorgeuntersuchungen gehen, verlieren wir mehr von ihnen an Krebs. Eine ganze Menge medizinischer Behandlungen wurden im Frühjahr verschoben, um Kapazitäten in den Krankenhäusern für befürchtete Coronaerkrankungen freizuhalten. Auch heute ist das so. Wie viele psychische Erkrankungen gibt es, die durch Kontakteinschränkungen befördert werden? Wie hoch sind stressbedingte Schäden bei Leuten, die wirtschaftlich in die Bredoullie geraten? Wieviel verlorene Lebensqualität sind wir für einen Tag mehr Lebenszeit bereit zu zahlen? Es reicht nicht, dass Maßnahmen positive Wirkungen haben – sie dürfen auch nicht zu viel negative Wirkungen haben. Sie müssen verhältnismäßig sein.

    Politische Entscheider sollen den Kontakt zur Realität nicht verlieren, aber die Realität ist auch viel breiter als das, was man bei einem Fokus auf CoViD-Fälle sieht, was einzelne Menschen überhaupt sehen können. Statistik kann hilfreich sein, um mehr von der Realität zu erfassen, als man hautnah erleben kann.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  124. @24: Wir sind in der Analyse nicht weit auseinander, denke ich. So schreibst du hier: „Es spielt eigentlich keine Rolle wie weit man reist oder wohin.“ Das ist doch, was auch ich mit gewissen Einschränkungen sagte. Dennoch gibt es eine Entfernungsregelung für touristische Ausflüge. Deshalb schrieb ich „diese Entfernungsregelung hat ja sowieso nichts Direktes mit der Epidemie-Bekämpfung zu tun“. Übrigens schrieb ich ganz bewusst „nichts Direktes mit …“, nicht etwa „nichts mit …“.

    Zu deinen Worten … „Diese Cluster haben eine starke spatiale Korrelation, d.h. sie sind in der Regel räumlich begrenzt - oder mit anderen Worten: Leute die regelmässig nahen Kontakt miteinander haben, leben in der Regel auch räumlich näher beeinander. Daher liegt es nahe, räumliche Mobilitäts- und Kontakteinschränkungen zu verhängen.“ … sei gesagt, dass es nur insofern nahe liegt, räumliche Mobilitäts- und Kontakteinschränkungen zu verhängern, weil man damit Leute möglichst wenig einschränkt, da ihr eigener Cluster ihnen nicht vorenthalten wird. Aber dass du damit für die Epidemiebekämpfung etwas Positives erreichst, ist an dieser Stelle noch nicht begründet. Das kommt im nächsten Absatz.

    Zu diesem … „Dabei spielt es keine Rolle ob das Virus am Zielort gesamtstatistisch mehr oder weniger weit verbreitet ist. Jede Übertragung zwischen Clustern kann viel mehr Menschen krank machen und Leben kosten als die Ausbreitung des Virus innerhalb nur eines Clusters.“ … sei gesagt, dass dies aber auch innerhalb der vorgegebenen, räumlichen Grenzen gilt. Mein lokaler Cluster macht ja nur ein kleinen Teil meines Landkreises + 15 Kilometern aus. Es ist schlichtweg sehr wenig gewonnen, wenn ein Infizierter einen anderen Cluster innerhalb seines Landkreises ansteckt statt einen anderen Cluster innerhalb eines anderen Landkreises anzustecken (in dem das Virus ebenfalls schon wütet, sodass auch dort schon sonstige Maßnahmen greifen).

    Einen nennenswerten Gewinn aus der Maßnahme zieht man im Wesentlichen dann, wenn die Leute auch im eigenen Landkreis nicht machen, was sie in der Fremde gern tun würden, und einfach zuhause bleiben – nicht in ihrem eigenen Landkreis, sondern in ihrem eigenen Cluster. Im Fall von Für-den-Abfahrtsski-in-eine-Gondel-Quetschen mag das beispielsweise auch klappen. Dafür gibt es in meinem Landkreis schlicht keine Möglichkeit. Das fällt dann einfach weg. Aber wenn ich an einen See angeln fahre, dann hat es für die Entwicklung der Epidemie keinen ersichtlichen Vorteil, wenn ich das am Rudower See in meinem Landkreis statt an der Kyritzer Seenkette außerhalb dieser vorgegebenen Grenzen mache – und zwar unabhängig davon, ob ich in beiden Fällen niemanden anstecke oder ob ich in beiden Fällen einen Fremden anstecke, den ich dort zufällig beim Angeln treffe.

    Wichtig ist, Kontakte einzuschränken – und vor allem zwischen Clustern, wie du richtig sagst. Da sind wir uns einig. Wo wir uns wohl nicht einig werden, ist, dass diese allgemeine Maßnahme der Bewegungseinschränkung für touristische Zwecke ein besonders effizienter und effektiver Weg ist, das zu erreichen.

    Anmerken möchte ich übrigens noch, dass ich mir ungeachtet dessen, ob ich die Maßnahme für besonders geeignet halte, Mühe gebe, sie einzuhalten.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  125. @23: Unverständnis, Widerstand und Frustration gehören (leider) dazu. Dass Regeln sich nicht zu 100% durchsetzen lassen ist erwartet - die Gesellschaft ist viel zu kompliziert dafür. Manches klappt letztlich auch gar nicht, oder lässt sich nicht lange genug aufrecht erhalten.

    Gleichwohl sind Maßnahmen auch dann effektiv, wenn sie nur teilweise umgesetzt werden. Natürlich nicht im gleichen Umfang, aber immer noch ausreichend um die Gesundheit und das Leben von Menschen zu schützen - und da reicht es eigentlich EIN Leben zu retten, oder?

    Statistik verblödet - viele Leute sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

    Es macht doch einen ganz dramatischen Unterschied ob es heute 1184 oder 1183 Todesfälle durch COVID gibt, und wenn sich das durch Verzicht auf bestimmte persönliche Freiheiten noch auf 1168 reduzieren lässt, dann grenzt das schon an legendär.

    Für Statistiker mögen das alles dieselben Zahlen sein - für Familien nicht.

    Beim Schutz anderer nicht mitzumachen nur weil andere nicht im gleichen Maß mitmachen (müssen), oder weil einem die gesamtstatistische Wirkung der eigenen Verhaltensänderungen relativ zur Größe des Problems zu unbedeutend erscheint, ist eine ausgesprochen perverse Version von Selbstgerechtigkeit - nicht untypisch, aber trotzdem komplett verzerrt und absurd.

    Die EINE Übertragung der Krankheit die du heute vielleicht verhinderst, die zählt. Sie wird sicher niemals irgendwo in der Statistik auftauchen, weil sie ja nicht stattfindet - aber trotzdem macht es einen gewaltigen Unterschied.

    Wer das nicht einsieht, hat anscheinend völlig den Kontakt zur Realität verloren.

  126. @20: Auch die scheinbaren Widersprüche und Ausnahmen in den Regelungen haben Gründe - wir schauen da schliesslich auf Kompromisse.

    Es ist gar nicht so einfach die soziale Struktur der Gesellschaft zu fragmentieren ohne dabei grundlegende Rechte zu verletzen, oder gar dem Funktionieren der Gesellschaft die Grundlagen zu entziehen - und selbstverständlich muss man auch dem Umstand Rechnung tragen dass bestimmte soziale Kontakte für Menschen lebenswichtig, mitunter sogar überlebenswichtig sind - selbst dann wenn sie ihn möglicherweise gleichzeitig gefährden.

    Abwägungssache. Was kann man unterbinden, was nicht?

    Zur spatialen Verbreitung durch Ausflüge, noch einmal: Menschen werden infiziert, nicht Gebiete. Es spielt eigentlich keine Rolle wie weit man reist oder wohin.

    Nimm noch einmal den Graphen: Die Kanten des Graphen sind nicht homogen über die Bevölkerung verteilt (nicht jeder trifft jeden), sondern formen Cluster die in sich selbst jeweils stärker vernetzt sind als nach außen, mit anderen Clustern.

    Diese Cluster sind unsere regelmässigen Kontakte wie Familie, engerer Freundeskreis, Arbeitskollegen, oder (wenn man im Heim lebt) Betreuer und/oder Pflegepersonal. Die Inzidenz von COVID in verschiedenen Clustern ist ganz verschieden - manche sind komplett COVID-frei, andere sind nahezu vollständig infiziert.

    Innerhalb eines Clusters ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus extrem hoch, d.h. um einige Größenordnungen höher als die durchschnittliche Ansteckungsrate in der Bevölkerung - und gleichzeitig sind die Cluster durch Regulierung kaum erreichbar, denn sie sind (berechtigterweise) durch diverse Grundrechte geschützt. Was man aber beeinflussen kann ist die Übertragung zwischen den Clustern.

    Diese Cluster haben eine starke spatiale Korrelation, d.h. sie sind in der Regel räumlich begrenzt - oder mit anderen Worten: Leute die regelmässig nahen Kontakt miteinander haben, leben in der Regel auch räumlich näher beeinander. Daher liegt es nahe, räumliche Mobilitäts- und Kontakteinschränkungen zu verhängen.

    Dabei spielt es keine Rolle ob das Virus am Zielort gesamtstatistisch mehr oder weniger weit verbreitet ist. Jede Übertragung zwischen Clustern kann viel mehr Menschen krank machen und Leben kosten als die Ausbreitung des Virus innerhalb nur eines Clusters.

    Das Problem mit der Statistik ist dass sie dazu verführt die Bevölkerung als homogene, stochastische Teilchenwolke zu betrachten statt als stark strukturiertes Netzwerk. Aber soziale Kontakte sind eben in der Regel gerade KEIN Zufall, und folgen somit auch nicht den Regeln für zufällige Ereignisse wie etwa Wahrscheinlichkeit.

  127. #22

    Die Bundesliga spielt, von Britain landen Flugzeuge in Europa mit mutierten Viren, die Wirtschaft bekommt Milliarden an Euro und in der Schule werden Fenster geöffnet statt Klassenteilung und Belüftungsanlagen und wenn ich nachts in der Prignitz alleine unterwegs bin halten mich Polizei an Husten mir ins Gesicht ich muss Zuhause bleiben weil wegen Ansteckung

    Und das weil weil es praktibler ist und der Graf vom sozioökonomischen Vektor in die Gesellschaft ragt?

    Verscheissern kann ich mich alleine

    Mit sowas verliert man auch noch die, die bisher mitgemacht haben

  128. Papperlapapp

    Kontakt
    - Häufigkeit
    - Nähe
    - Dauer

    Sind relevant

    Wenn ich oft Menschen treffe und 3m Abstand halte kann ich auch nach Absurdistan reisen ohne das Virus zu verbreiten

    Wenn ich selten Mensche treffe und diese auf 1cm anhuste, kann ich vor der Haustüre Menschen anstecken

    SARS-Cov2 ist eh schon überall, Gebiete virenfrei halten ist vorbei

    Mit Spatzen auf Kanonen schießen weil ist halt einfacher und praktikabler ist für mich nur halbgültig, besonders bei den Widersprüchen

  129. Ich denke, was man bei der Entfernungsregelung für „touristische Ausflüge, Sport und Bewegung im Freien“ eigentlich im Kopf hatte, das sind vor allem volle Skipisten an den wenigen Orten zu vermeiden, wo es sie gibt – wo sich dann Leute drängeln, um in die Seilbahn zu kommen oder dicht an dicht für einen Schlepplift anstehen.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  130. @18: Klar braucht es kein Inzidenzgefälle, um eine Infektionskaskade im Ankunftsort zu verursachen. Aber jemand trägt doch nicht mehr zur räumlichen Verbreitung des Virus bei, wenn er in der Fremde, wo das Virus sowieso schon ist, jemanden ansteckt, als wenn er stattdessen in der Heimat, wo das Virus auch schon ist, jemanden ansteckt.

    Eine Ironie bei der einschränkenden Entfernungsregelung ist außerdem: Sie gilt nur für „touristische Ausflüge, Sport und Bewegung im Freien“. Sie gilt nicht, wenn ich jemanden besuchen will – dann kann ich so weit fahren, wie ich will. Ich darf meine Eltern in Potsdam besuchen. Ich darf auch meinen Bruder in Bayern besuchen. Genauso darf ich Geschäftspartner besuchen. Was erlaubt bleibt, sind gerade Aktivitäten, bei denen ich unvermeidlich Kontakte mit Leuten am Zielort habe.

    Dafür mag es ja auch Gründe geben – für die Wirtschaft des Landes ist es halt wichtiger, dass Geschäfte gemacht werden, für die psyche Gesundheit alleinstehender wichtiger, dass sie menschlichen Kontakt haben, als wenn ich allein am Schweriner See spazieren gehe. Letzteres ist leichter verzichtbar. Nur ob das dann die Epidemiebekämpfung entscheidend voranbringt …?

    Auch sorgt diese selektive Einschränkung dafür, dass sie ohne nennenswerten Aufwand nicht einmal stichprobenartig kontrollierbar ist. Es reicht halt nicht festzustellen, dass jemand sich außerhalb der 15-Kilometer-Grenze um seinen Landkreis aufhält. Man muss auch noch nachweisen, dass er weder ein geschäftliches Interesse noch Verwandte oder Freunde in Fahrtrichtung hat, die er besuchen darf, um mit Ordnungsgeld oder Strafe eine abschreckende Wirkung zu erzielen.

    Bei deiner Graphenbeschreibung ist zu bedenken, dass der Graph (beim Corona-Virus) ein Graph von persönlichen Kontakten ist, keine geographischer. Da man, um einen persönlichen Kontakt herzustellen, eine geographische Distanz überwinden muss, ist beides nicht gänzlich unabhängig voneinander. Wichtig ist letztendlich aber die Kontaktreduzierung und darauf muss das Hauptaugenmerk bleiben.

    Wenn man seitens der Politik zu viel über diese oder jene Verordnung oder gesetzliche Beschränkung redet, dann denken Leute eben an alle möglichen Beschränkungen und Regeln, aber am Ende vielleicht weniger an die einfachsten Verhaltensmaßnahmen, die in ihrer eigenen Hand liegen. Mag ein schräger Vergleich sein, aber … In einigen Gemeinden hat man fast alle Verkehrsschilder abgebaut und Ampeln demontiert; als Folge sind die Unfallschäden gesunken: wohl weil Leute mehr aufeinander statt auf Verkehrsschilder achten.

    Dass die Transmissionsrate zwischen alten Menschen nicht allzu hoch ist, ist gut. Ich wollte das Gegenteil nicht implizieren.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  131. @15, die nach Städten/Ämtern/Gemeinden aufgeschlüsselte Liste auf der Website des Landkreises gibt nicht die 7-Tage-Inzidenz an, sondern die absolute Zahl der derzeit als krank geltenden Einwohner. Das Gesundheitsamt ist ferner auf Kreisebene angesiedelt – muss also die Fallzahl des Kreises bewältigen, unabhängig davon, wie die sich auf die einzelnen Gemeinden verteilen.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  132. @10:

    Falsch - es braucht kein "Inzidenzgefälle" zwischen Regionen. Es genügt ein einzelner Vektor um eine weitere Infektionskaskade am Ankunftsort zu verursachen, die letztlich möglicherweise 50, 100 oder mehr neue Fälle nach sich zieht, und zwar gleichermaßen bei der Hin- wie der Rückreise.

    Ist doch keine Osmose: Viren bewegen sich nicht in Richtung von "Inzidenzgefällen", sondern entlang unserer sozialen Strukturen und Verhaltensmuster (Infektionsketten) - und die entscheidenden Faktoren sind die "soziale Netzdichte", demografische und ökonomische Faktoren die sich auf die Anfälligkeit der lokalen Bevölkerung auswirken sowie Diagnostik- und Versorgungsmöglichkeiten für Infizierte - und NICHT die Inzidenz.

    Tatsächlich kann die "soziale Netzdichte" in einem kleinen Dorf sehr viel höher sein als mitten in Berlin, das Durchschnittsalter höher, Vorerkrankungen häufiger, Mobilität geringer usw. - so dass auch bei
    exakt gleicher anfänglicher Inzidenz an beiden Stellen das Risiko für die jeweilige Lokalbevölkerung völlig unterschiedlich ist.

    Richtig - wenn man sich ohne jeglichen Kontakt an einem entfernteren Ort aufhält, ist man kein überregionaler Transmissionsvektor. Allerdings wären amtliche Regelungen, die nach Verhaltensweisen differenzieren, offen für Interpretation und unmöglich durchsetzbar, wenn überhaupt für die Öffentlichkeit
    klar und verständlich kommunizierbar. Eine einfache Entfernungsregel hat zwar auch ein paar theoretische Interpretationslücken, aber letztlich gibt ein Atlas und ein Lineal eine klare Antwort.

    Dazu kommt, wie oben gesagt, dass überregionale Reisen häufig soziale Motivationen haben, und Pauschalregelungen somit in der Mehrheit der Fälle risikogerecht sind.

    Man muss Maßnahmen schon so gestalten, dass sie auch praktisch umsetzbar sind - wenigstens überwiegend.

    Falsch - die Inzidenz bei alten Menschen ist insgesamt höher, aber nicht die Transmissionsrate zwischen alten Menschen. Die typischen Senioren, auch wenn sie relativ "eng" zusammenleben, haben weitaus weniger riskante Kontakte untereinander als mit jüngeren - vor allem Familienmitgliedern und Pflegepersonal, und tatsächlich erfolgt die Ansteckung von alten Menschen in der Mehrheit der Fälle durch die mobilen, jüngeren Leute um sie herum.

    @12:

    Statistik falsch angewendet. Eine Epidemie ist prinzipiell ein Graph-Problem, d.h. sie breitet sich entlang konkreter (sozialer) Pfade aus, und nicht diffus wie etwa Salz in einer Suppe.

    Wenn ein Virus NICHT in der Bevölkerung vorhanden ist, dann ändern Bewegungseinschränkungen im Inneren erst einmal gar nichts - das Virus kann sich ohnehin nicht in der Bevölkerung ausbreiten, weil
    es ja keine Infizierten gibt.

    Aber wenn ein Virus die Bevölkerung erreicht hat, und diese nicht dagegen immun ist, gibt es gar keine andere Möglichkeit seine Verbreitung im Inneren zu bremsen als die Bewegungsfreiheiten der Bevölkerung zu beschränken - erst dann also haben solche Maßnahmen Sinn und Effekt.

    Dabei ist die generelle Idee, den Verbreitungsgraph zu fragmentieren, also Infektionsketten zu unterbrechen. Die beste bildliche Vorstellung dazu ist vielleicht, dass man versucht in einem Straßennetz so viele "Sackgassen" wie möglich zu schaffen. Das Virus kommt zwar hinein, aber
    nicht hindurch zur nächsten Strasse (=Infektionskette) - die Ausbreitung kommt dadurch nicht unbedingt zum Halt, aber sie wird langsamer, wie bei einem Verkehrsstau.

    Schnellverbindungen und Umgehungsstraßen - wie etwa wenn ein Infizierter in eine andere Region mit weniger Virus-Sackgassen reist - helfen natürlich dem Virus schneller voranzukommen.

    Statistik ist generell keine nützliche Entscheidungsgrundlage für die Aufstellung von Maßnahmen - sondern bestenfalls ein Indikator für deren Effektivität. Dabei müssen die Kennzahlen allerdings
    differenzierbar sein, da Absolutwerte relativ wenig aussagen.

    Entscheidend für die Auswahl von Maßnahmen ist eher die soziale Stuktur und Dichte an einem Ort, demographische und ökonomische Faktoren die sich auf die Anfälligkeit der lokalen Bevölkerung auswirken, sowie die Versorgungsmöglichkeiten für Erkrankte am Ort.

    Es ist auch nicht nützlich, "Expertenhinweise" ohne konkrete Quellenangabe und -prüfung zum Untermauern bequemer Meinungen gegen amtliche Maßnahmen zu verwenden. Die festgelegten Maßnahmen sind ja schließlich auch nicht auf dem Mist von irgendwelchen ungebildeten Anfängern gewachsen, sondern beruhen auf dem Rat von Experten - und zwar sowohl Epidemiologen als auch Sachverständigen für soziale Belange, Recht, Kapazitäten im Gesundheitswesen, Transport und Verkehr, Schulwesen, und andere Bereiche, die alle versuchen das Beste aus der Lage zu machen. Und das weiß ich sicher, denn ich arbeite direkt für und mit diesen Leuten.

  133. #16

    Was auch passieren kann, ist, wenn aus Kommunen a, b, c, d aus den Landkreisen A, B, C, D die Menschen zur Stadt s fahren im Landkreis S und sich dort anstecken, werden diese Fallzahlen auf die Wohnorte der Mitarbeitenden aus den Landkreisen und dadurch verteilt

    Dadurch bleibt es unter dem Radar, fällt nicht auf obwohl ein Superspreader unterwegs ist

    Solche Szenarien werden vermutlich eine Rolle spielen in unserer Realität

  134. Ein anderer Gag der Inzidenz und Fallzahlen ist, dass der Wohnort zählt

    Wenn zB in der Kommune A die Menschen zur Kommune B gehen jeden Tag zur Arbeit und sich anstecken, werden die Zahlen der Kommune A zugeschrieben

    Gleiches gilt für die Landkreise

    Für das Virus aber ist wichtig, wo es weiter leben und reproduzieren kann

    In Kommune A sind dann alle in Sippenhaft während in Kommune B das Virus eine Party schmeißt

    Besser wäre es, den Ansteckungsort zu nehmen - was vlt kaum möglich ist

    Das macht dann aber die Massnahmen halt kaputt

  135. 14:
    Der Modalwert für den Landkreis Prignitz liegt bei 50; danach folgt 20

    4 Kommunen haben >20 <50
    3 Kommunen haben <20
    2 Kommunen haben >50 <100
    2 Kommunen haben >100

    Die Hälfte der Kommunen liegt damit unter 50 und damit sind die Gesundheitsämter kaum belastet - die Belastung der Gesundheitsämter ist Grund für diesen Wert

    Es kommt eben auch darauf an, wie viele Kommunen über 50 liegen

    http://landkreis-prignitz.de/de/aktuelles/corona.php

  136. Zu meiner Bemerkung (@5) über die verwirrend geringen Inzidenzwerte, wie sie das RKI veröffentlicht, bekam ich per E-Mail folgende Twitter-Diskussion zugespielt:
    https://twitter.com/Stk_Brandenburg/status/1348556643198496773?s=19

    Liest man den dort verlinkten Artikel von Laura Stresing auf t-online.de, kann man sich tatsächlich am Kopf kratzen, wie das RKI so rechnen kann: Sie veröffentlichen die Summe der in den letzten 7 Tagen an sie gemeldeten Zahlen (für den Inzidenzwert pro 100'000 Einwohner). Meldungen erreichen das RKI aber oft verspätet, sodass sie zum Beispiel nur die Werte aus sechs Meldungen addieren … oder auch nur die Werte aus einer Meldung, wenn es zuletzt Kommunikationsprobleme gab.

    So kommt es dann wohl, dass beispielsweise bei einem Kreis, der Daten immer einen Tag verspätet sendet, für die 7-Tage-Inzidenz stets nur 6 Tage einbezogen werden. Das heißt dann, dass die beim RKI veröffentlichten Inzidenzwerte nicht einfach einen veralteten Stand wiedergegeben, sondern einen Stand, der nie korrekt, sondern systematisch zu gering ist.

    Es wäre bei der aktuellen Lage, in welcher sowieso täglich mit Infektionen zu rechnen ist, sinnvoll, die Kreise zu verpflichten, auch eine Meldung über 0 Infektionen abzugeben, wenn keine festgestellt wurde. Das RKI könnte dann nämlich zwischen fehlenden Daten und keinen Infektionen unterscheiden. Wenn es das kann, dann könnte es bei Vorliegen von 6 Meldungen aus den letzten 7 Tagen die Zahl entweder für einen Schätzwert hochrechnen oder aber schlicht die letzten 7 Meldungen addieren, um einen korrekten, wenn auch ein paar Dutzend Stunden veralteten Wert kundzutun.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  137. @11: Bezüglich Bevölkerungsdichte ist interessant, dass zuletzt eher ländliche Gebiete mit höheren Inzidenzen auffielen als Städte. In Dresden beispielsweise ist sie laut RKI (wie zuverlässig das auch immer sein mag) halb so hoch wie rundherum.

    Eine Erklärung hast du in @12 gegeben. Wenn es einen Großbetrieb trifft oder ein Seniorenheim, dann ist bei einer geringen absoluten Anzahl von Einwohnern im betrachteten Gebiet der Inzidenzwert des ganzen Kreises auf einen Schlag hoch. Es gibt kaum Mittelfeld. Das ist ein Effekt, der mir beim Betrachten von Landkarten zur Nachnamenshäufigkeit früher auffiel, welche aus Telefonbucheinträgen generiert wurden. In bevölkerungsarmen Landkreisen kamen Nachnamen oft gar nicht vor oder aber relativ häufig. Die relative Häufigkeit konnte aber täuschen, wenn man daraus etwa auf die Herkunft des Namens aus dieser Region schließen wollte: häufig war schon, wenn der Name absolut nur zweimal vorkam. Von den verschiedenen Farbschattierungen die für unterschiedliche Häufigkeiten vorgesehen waren, konnten in bevölkerungsarmen Kreisen gar nicht alle angenommen werden.

    Aber auch anderes mag eine Rolle spielen: In Städten leben viele Menschen isolierter. Tatsächlich habe ich, als ich im Spandauer Hochhaus wohnte, wohl mit weniger Nachbarn gesprochen als ich das in Perleberg oder Weisen tat.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  138. #9

    Was gegen Deine Darstellung spricht, ist, dass das #SARSCoV2 bereits verteilt ist, ein Umstand auf den Experten bereits hinwiesen

    Zu Beginn einer Pandemiemacht es Sinn, das Virus am Rennen zu hindern, damit unbefleckte Orte sich nicht anstecken - ein herres Ziel, kaum zu realisieren

    Jetzt, wo das Virus flächendeckender ist als schnelles Internet, macht es keinen Sinn mehr, außer, und da kommt es, bei Orten mit viel Fallzahlen (die könnte man damit eingrenzen)

    ABER: in der Prignitzsind es Pritzwalk mit einemAltenheim und Perleberg mit einem Schlachtbetrieb die eine erhöhte Fallzahl haben

    Warum sollen andere Gemeinden oder Orte dann in Sippenhaft?

    Ausserdem: 100 Fälle im Altenheim in Berlin sind prozentual weniger als in einer Stadt mit 10 Tausend Menschen

    Das verzerrt die Statistik, besonderswenn der Landkreis unter 100 Tausend Menschen beheimatet und dadurch auf 100 Tausend hochgerechnet wird für die Vergleichbarkeit

  139. #9

    Plausibel

    Dann macht die 15km Regel der nach man 15 km seinen Landkreis/seine Stadt verlassen darf, wenig Sinn

    Auch kein Sinn macht Fussballbundesliga spielen zu lassen oder den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten, ja sogar Landungen von Flugzeugen aus Ländern mit mutierten Virus zuzulassen

    Außerdem: dann müsste spezifischer vorgegangen werden

    15 km in Berlin mit Hochhaussiedlungen von 12 Tausen Menschen sind nicht das Gleiche wie die Prignitz mit 70 Tausend Menschen insgesamt - ich kann hier in Prignitz 50km unterwegs sein und niemanden begegnen

  140. @7 Ich gebe dir in fast allem Recht, was du schreibst. Doch beachte zwei Dinge:

    Bei der beschlossenen Entfernungsregelung spielt keine Rolle, wie groß das Infektionsgeschehen am Reiseziel ist, nur am Herkunftsort. Die Bewegungsfreiheit eines Virus regional einzuschränken, das überregional mit einer ähnlichen Häufigkeit verbreitet ist, bringt jedoch kaum etwas. Nur wenn es ein nennenswertes Prävalenzgefälle zwischen den Regionen gibt, nutzt das.

    Zweitens wird das Virus nicht durch Anwesenheit in einer Region übertragen, sondern durch Kontakte. Wenn man sich verantwortungsvoll verhält, dann ist eine Übertragung quasi ausgeschlossen. Ideal im Sinne der Seuchenbekämpfung kann man sich dauerhaft in der Praxis kaum verhalten, wenn man noch einkaufen gehen (was ich kaum mache, das meiste kommt per Post) oder bei der Arbeit Kontakte haben muss. Bei Tagesausflügen kann man allerdings die Kontakte mit der lokalen Bevölkerung bei null halten, zumindest wenn man auto-mobil ist.

    Es mag unrealistisch sein, dass sich alle Menschen tatsächlich verantwortungsvoll verhalten. Unter diesem Gesichtspunkt mag es kurzfristig effektiv sein, ihnen riskantes Verhalten zu erschweren, indem man unser aller Freiheit stärker beschneidet. Man sollte aber im Hinterkopf haben, dass auch die Entfernungsregelung praktisch kaum kontrollierbar ist, was bewusst Risiken (für andere, wie du richtig sagt) in Kauf nehmende Leute auch irgendwann mitbekommen.

    Worauf ich auf der Website nicht eingegangen bin, was aber ebenfalls zur geschwächten Akzeptanz bei mir beiträgt, ist wenn parallel zum Inkraftsetzen solcher Breitbandbeschränkungen die tatsächlich kritischsten Schnittstellen vernachlässigt werden. Die größte nachgewiesene Corona-Inzidenz findet sich in Berlin (Berlin, weil ich dafür Daten habe) heute nicht etwa bei übermütigen, reisefreudigen jungen Leuten, sondern in der Hochrisikogruppe der Über-90-Jährigen.*

    Das überrascht natürlich nicht völlig, denn einerseits sind in dieser Altersgruppe besonders viele Menschen auf kleinem Raum konzentriert (Seniorenheime); andererseits finden sich in dieser Altersgruppe besonders viele schwere Verläufe, sodass weniger Infektionen unerkannt bleiben dürften. Spekulation meinerseits ist, das ferner womöglich in dieser geschwächten Gruppe eine geringere Exposition für einen Krankheitsausbruch ausreicht.

    Trotzdem ist es bedenklich, dass gerade die durch die Krankheit individuell am stärksten gefährdete Gruppe verglichen mit anderen Bevölkerungsgruppen auch anteilig so stark betroffen ist. Es scheint, dass man hier nicht die gebotene Achtsamkeit aufgebracht hat.

    * https://www.berlin.de/lageso/gesundheit/infektionsepidemiologie-infektionsschutz/corona/tabelle-altersgruppen/

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  141. ...aber ebenso wenig wird allgemein verstanden dass das Prüfen ausgehender oder weitergeleiteter Emails auf Computerviren eine erheblich effektivere Bekämpfungsstrategie ist als das Prüfen und Blockieren bei Eingang.

    Solange jeder nur seine eigene Insel verteidigt, kommen Viren gut voran - ganz gleich ob biologische oder elektronische. Aber jemand der alle anderen Inseln verteidigt ist eine definitive Sackgasse aus der es kein Entkommen gibt.

  142. Vermutlich beruht dieses Missverständnis vor allem darauf dass die meisten Menschen nicht realisieren dass der "Feind" in ihnen selbst steckt. Das Virus verbreitet sich nicht von selbst, es wird verbreitet - von uns.

    Viele denken wohl dass sie selbst steril sind - nein, also ICH habe doch das Virus nicht, es sind die ANDEREN die eine Gefahr für mich sind. Und genau diese Denkweise nutzt das Virus aus um sich zu verbreiten: der wichtigste Übertragungsvektor sind nämlich diejenigen die nicht wissen dass sie das Virus mit sich tragen, oder die glauben zu wissen dass sie es nicht haben.

    Das wäre so viel einfacher mit einem Virus das bei allen Infizierten gleichermaßen und garantiert vom ersten Tag an aus sicherer Entfernung eindeutig erkennbare Symptome verursacht - z.B. eine leuchtend grüne Nase solange man infektiös ist. Dann könnte man festlegen dass sich jeder mit einer leuchtend grünen Nase anderen Menschen nicht auf weniger als zehn Schritte nähern darf, und fertig ist die Barriere.

    Aber leider ist das nicht so: die große Mehrheit derjenigen mit einer leuchtend grünen COVID-Nase kann diese bei sich selbst nicht sehen, und viele verstehen deshalb die ihnen auferlegten Beschränkungen nicht.

  143. "Na ja, diese Entfernungsregelung hat ja sowieso nichts Direktes mit der Epidemie-Bekämpfung zu tun, denn ob jemand in der Umgebung im Park spazieren geht oder in einem soundsoviel Kilometer entfernten Park, das ändert überhaupt nichts am Infektionsrisiko."

    Diese Aussage spiegelt ein generelles Missverständnis wieder: es geht bei diesen Beschränkungen nicht darum das Infektionsrisiko zu mindern, sondern darum die Bewegungsfreiheit des Virus zu stören.

    Viele Leute scheinen zu glauben dass der Mundschutz sie vor COVID schützen hilft - aber darum geht es gar nicht. Der Mundschutz ist vor allem dazu da, andere zu schützen, indem er einen großen Teil der winzigen Wassertröpfchen abfängt die beim Husten, Sprechen oder schlicht beim Atmen entstehen. Er schützt dadurch hauptsächlich die anderen, und weit weniger den Träger desselben - tatsächlich sind nämlich die weit verbreiteten Stoffmasken recht ineffektiv für den Schutz ihres jeweiligen Trägers. In der Masse aber, d.h. wenn sie fast jeder trägt, bilden sie eine recht heftige Barriere für den primären Verbreitungsmodus des SARS-CoV-2 Virus.

    Ebenso schützt die Einschränkung der Bewegungsfreiheit zunächst einmal nicht unbedingt diejenigen die sich weniger weit bewegen - aber sie isoliert Bevölkerungsgruppen regional, und behindert so recht drastisch die Bewegungsfreiheit des Virus. Die Ansteckungsgefahr innerhalb der einzelnen Gruppen bleibt weitgehend unverändert, aber die Übertragung zwischen den Gruppen wird stark behindert (wenn auch nicht vollständig unterbunden).

    Was für räumliche Beschränkungen gilt, gilt auch für zeitliche. Aus rein praktischen Gründen kann ein Infizierter in einem bestimmten Zeitraum nun mal nur so und so viele Leute anstecken - und begrenzt man dieses Zeitfenster pro Tag, reduziert sich auch die Anzahl der Übertragungen pro Tag. Damit verringert sich nicht das Ansteckungsrisiko innerhalb des offenen Zeitfensters - tatsächlich, wie du sagst, kann es sogar leicht erhöht sein. Aber insgesamt wird die Ausbreitung des Virus trotzdem verlangsamt.

    Bei all diesen Maßnahmen geht es nicht darum die Bewegungsfreiheit der Leute zu beschränken, sondern die Bewegungsfreiheit des Virus. Es geht nicht darum, dass Leute bestimmte Dinge tun oder lassen sollen um SICH nicht anzustecken - sondern darum, ANDERE nicht anzustecken.

    Die Rechnung geht also andersherum: jemand der nicht in dein Land, deinen Landkreis, deinen Ort kommt, kann auch das Virus nicht dorthin bringen. Jemand der die meiste Zeit des Tages zuhause in seinen vier Wänden verbringt, wird dir seltener oder gar nicht auf der Straße begegnen, und ist damit weniger wahrscheinlich DICH anzustecken. Jemand den du einen Mundschutz tragen siehst, schützt DICH vor Ansteckung.

    Außerdem: immer wieder wird über die Ineffektivität räumlich-zeitlicher Bewegungseinschränkungen geschimpft, aber niemand scheint zu realisieren dass es gar keine anderen Möglichkeiten gibt die Ausbreitung eines Virus zu beschränken (von Immunität einmal abgesehen). Es ist völlig sinnlos, andere, effektivere Maßnahmen zu fordern, denn es GIBT KEINE - spatial-temporale Isolation IST die einzige effektive Option, vorausgesetzt die Leute machen mit. Bei hoher Compliance ist sie allerdings sehr effektiv.

    Was diese Maßnahmen aber nicht können ist das Virus komplett zu stoppen - eine solche Erwartung wäre völlig unrealistisch. Aber seine Ausbreitung zu verlangsamen, das funktioniert definitiv, was auch wissenschaftlich belegt ist.

  144. Mein Auto hat weiterhin das Kfz Kennzeichen vom alten Landkreis aus dem ich kam - man darf sein Kennzeichen behalten

    Es wird eine Frage der Zeit sein, bis ein Bus voll Polizeibeamte mich anhält und ins Auto hustet, dass ich wegen Corona hier nicht sein darf und wegen Inzidenz und so

    Warum das Rki andere Zahlen hat, und auch der Rbb hat andere, wundert mich auch

    In der Prignitz sind es vor allem ein Altenheim und ein Schlachtbetrieb der die Zahlen pusht

    Wieso, anders als im Frühjahr 2020 versprochen, nicht spezielle Massnahmen getroffen werden anstatt alle zu knebeln, verstehe ich ebenfalls nicht

  145. Apropos Corona: Im „Covid-19-Dashbord“ des Robert-Koch-Instituts werden für den Landkreis Prignitz viel weniger Fälle (Inzidenzwert derzeit 141,8) dargestellt als auf der Webpräsenz des Landkreises (Inzidenzwert derzeit 338,77). Die Differenz ist auch nicht mit einer kurzzeitigen Meldeverzögerung zu erklären. Für den Unterschied müsste das RKI schon eine Woche zurückliegen, denn der Landkreis berichtete schon am zweiten Tag des Jahres von einem Wert über 200.

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  146. {🐐, 🐑,🐷,🐖,🐂}=farm

    𝌪𝌥𝌇𝌐

  147. Re: https://prlbr.de/2021/kunarien/#K4

    Wenn man ⟨…⟩ als Anzahl der enthaltenen Elemente interpretiert, was man konventionell mit senkrechten Strichen |…| für die Mächtigkeit einer Menge und geschweiften Klammern {…} für die Menge notieren würde, dann trifft ⟨⟨a, b⟩, c⟩ = ⟨a, ⟨b, c⟩⟩ = ⟨b, ⟨a, c⟩⟩ ≠ ⟨a, b, c⟩ zu, denn:

    |{a, b, c}| = 3
    |{|{a, b}|, c}| = |{a, |{b, c}|}| = |{b, |{a, c}|}| = 2

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  148. Thank you. We got well through New Year’s Night despite some fireworks.
    Is there something that you want mankind to improve in particular? And do you have any suggestions on how to do it?

    𝌢𝌉𝌏𝌇

  149. 🧨 **gnihi**
    Happy Bang and Happy New Year
    May mankind improve their habits
    🎉