Gästebuch 2020

  1. Korrektur zu @4: Nicht Bollerito war zum Jahresanfang mit auf dem Reiherberg, sondern Migos Buggy. Da habe ich B&B verwechselt.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  2. **Daumen hoch**

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  3. @https://prlbr.de/2020/kunarien/corona
    Erdbeeren am Strand! Könnte von Van Gogh sein **ThinkingSmiley**

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  4. Zukünftig werden offensichtlich beleidigende Beiträge aus dem Gästebuch gelöscht. Es gibt genug Schlechtes in der Welt. Diese Seite ist nicht hier, um es zu mehren.

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  5. Wow, ich habe noch nie zuvor erlebt, dass jemand Star Wars in ein so schlechtes Licht rückt wie du es mit deinen Beleidigungen machst, @75. Zum Glück sind fast alle Fans großartige Menschen.

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  6. Wie kann man starwars mit fischen nur so in den dreck ziehen? Halt deine blöde fresse und lass star wars star wars sein. Scheiss theoretiker

    𝌐𝌫𝌪𝌮

  7. Oder wenn man in ein anderes Land geht, dort Kinder beschnitten werden, Menschen gesteinigt und du die Schmerzen, die Angst miterlebt aber legal nicht eingreifen darfst. Vergewaltigung in der Ehe war in die '60 Jahre legal in Deutschland, Homosexualität illegal. Vergewaltigte Frauen, Homosexuelle in Gefängnissen und in der Schweiz Zwangskastration der Homosexuellen und Frauen mit unehelichen Kindern. Als Aussenstehender zu entscheiden, wo man ethisch eingreift, was tut, oder nicht. Das sind Grenzen die man erlebt.

    Es gibt Menschen, die glauben dass die Seele sich ihren Körper aussucht um Erfahrung zu sammeln. Mäuse wollen dann die Erfahrung des Gegessenwerden, Kinder die Erfahrung der Vergewaltigung. Ich finde dieses Konzept grässlich.

    Wo stülpen ich mein Konzept, mein ethischer Ramen dem anderen über? Muss ich eingreifen, oder reicht es selber nach meiner Ethik zu handeln? Oder ist Handeln ein Teil meiner Ethik?

    Missionare haben Naturvölker bekehrt, Tierschützer bekehren im Ausland die Menschen, Staaten die Tierquälerei ignorieren oder fördern.

    Soll man das, oder soll man 'den Dingen ihren Lauf lassen'? Soll man den Rehen einen warmen Unterstand geben?

    𝌫𝌐𝌭𝌡

  8. Tierfilmer, zB, kommen in die Situation, wo sie erleben wie ein Löwe eine Gazelle auffrisst und die Gazelle Angst hat und Schmerzen, oder Affrn Kriege führen, sich gegenseitig umbringen, man aber nicht eingreift. Das sind Grenzen unseres ethischen Daseins

    𝌪𝌮𝌉𝌊

  9. #71: das Unterstellen Konzepten findet auch zwischenmenschlich statt. Jemand, der nie in einer Stadt war, zB Urvölker, könnten andere Konzepte haben als wir. In USA gibt es in Sachen SarsCov2 Menschen, die finden dass Menschen halt sterben und die Wirtschaft wichtiger ist. Mein Konzept ist, dass die Sozialsysteme besser werden müssten und die Arbeitsplätze, zB unbefristete Arbeit, Lohnfortzahlung bei Krankheit, etc

    Ich sehe Deinen Biologismus kritisch. Zwar ist es so, dass naturwissenschaftlich Abläufe beschrieben werden können, zB Löwe frisst Maus, Rehe haben kalt und Hunger im Winter, allerdings gibt das keine ethische Dimension wieder: ob es gut oder schlecht ist dass Mäuse gegessen werden und Rehe kalt haben hängt von der Ethik ab. Setzt man Ethik mit dem Beobachtbaren gleich, kommt man auf Nazipropaganda: Frauen gebären, Behinderte sind lebensunfähig, etc.

    Ob es nun Unglück, Angst oder was anderes ist, was Maus empfindet wenn sie gegessen wird, ist Definitionssache. Keine Definition ist dass sie wohl nicht sterben wollte und andere Absichten hatte als gegessen zu werden. Auch die Ziege wird wohl kaum Freude am Gefressenwerden empfinden.

    Wo man ethisch die Grenzen zieht und eingreift, ist nicht immer klar. Den Löwen wird man Mäuse essen lassen, den Luchs aber eher vergrämen. Behinderte und Kranke lässt man nicht verrecken, es sei denn sie sind dunkelhäutig, in Flüchtlingscamps oder in anderen Ländern, zB in Afrika.

    Die Herausforderung sehe ich darin, die Grenzen ethischen Handelns zu ziehen: wo wird eingegriffen, wo nicht.

    𝌫𝌐𝌭𝌡

  10. Ich denke die ethische Problematik besteht eher darin dass wir Tieren menschliche Konzepte und Ideale unterstellen, und danach beurteilen was gut für das Tier ist und was nicht.

    Das führt dann beispeilsweise dazu dass bestimmte "arme hungrige" Wildtiere im Winter gefüttert werden - entgegen der Tatsache dass das Hungern im Winter zu ihren normalen Lebensrhythmus gehört, ihr Körper daran angepasst ist, und ein Überangebot an Nahrung zur falschen Zeit ihre Gesundheit gefährdet.

    Der Maus das Unglücks-Konzept abzusprechen ist keine Abwertung, sondern lediglich die Anerkennung der Tatsache dass bestimmte Dinge nun mal nur bei bestimmten Arten vorkommen.

    Viele Dinge die Menschen als angenehm oder erstrebenswert empfinden, sind für Tiere, je nach Art, mitunter unangenehm oder sogar bedrohlich - und umgekehrt: manche Dinge die Tieren gut tun, sind für uns belastend, eklig, sozial fragwürdig, unethisch oder anderweitig negativ. Was nichts daran ändert dass sie gut oder sogar lebensnotwendig für die jeweilige Tierart sind.

    Ein Luchs frisst schon mal eine Ziege und klettert dazu über den Weidezaun. Das macht den Luchs aber nicht zu einem Verbrecher - aus der Sicht des Luchses tut er nämlich genau das Richtige. Dass die Ziege dem Bauern gehört, und für diesen vielleicht lebensnotwendig ist, davon hat der Luchs keinen Begriff. Eine solch wohlgenährte Beute, die obendrein wegen des Zauns auch nicht fliehen kann, einfach stehenzulassen, ergibt für das Pinselohr keinen Sinn, und wäre bestenfalls grobe Dummheit.

    Da steckt kein Fehler drin - auch wenn der Bauer den Luchs vielleicht verflucht. Die Grosskatze hat richtig gehandelt. Die Ziege auch. Der Bauer auch. Kein ethisches Dilemma, alles so wie es sein soll.

  11. Ich sehe es eher so, dass wir auf einem hohen Ross sitzen, wenn wir anderen Tieren die Abwesenheit von Fähigkeiten unterstellen, nur weil wir sie nicht zweifelsfrei nachgewiesen haben – als wäre unsere gesicherte Erkenntnis das Maß der Dinge.

    Das mag oft aus einem falschen Wissenschaftsverständnis heraus geschehen: Da denkt mancher, man müsse ablehnen, was noch nicht reprodzierbar verifiziert wurde, und übersieht dabei, dass auch die Behauptung der Abwesenheit nach Belegen verlangt. Woher meinst du zu wissen, dass Mäuse kein Ich-Konzept und dass sie keine Vorstellung von Vergangenheit, Zukunft, Katzen und Mäusen haben, @69? Du scheinst dir sehr sicher zu sein, im Besitz der Wahrheiten über Mäuse zu sein.

    Ich bin ein Zweifler und dass man im Zweifel: wie gesagt. Tieren abzusprechen, was nicht belegt ist, ist aber vor allem eine bequeme Haltung, die gern genutzt wurde und auch noch immer genutzt wird, um uns einen ethischen Freibrief im Umgang mit ihnen zu geben.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  12. @68: Die Voraussetzung dafür dass es ein Unglück für die Maus ist von der Katze gefressen zu werden, ist dass die Maus zwischen Glück und Unglück unterscheiden kann. Aber dass können nur Menschen, denn es ist nun mal ein menschliches Konzept - und zwar ein ziemlich komplexes, wie du hier siehst.

    Deine Aussage dass es Unglück ist, ist und bleibt deine (menschlich-empathische) Perspektive - und dabei geht es nicht um Ethik, sondern um die Tatsache dass eine Maus nichts mit menschlichen Situationskonzepten anfangen kann. Du magst die Situation de Maus so bewerten - aber die Maus ist dazu weder fähig, noch ist das für sie relevant.

    Angst ist auch bei einer Maus nachweisbar, und Schmerz ebenso. Aber Unglück nicht. Die Maus hat sicher nicht mal eine Vorstellung was eine Katze ist, oder dass sie selbst eine Maus ist - und im Grunde nicht einmal ein Ich-Konzept mit dem sie sich selbst von ihrer Umwelt unterscheidet. Sie hat keine Vorstellung vom Tod, noch von Vergangenheit und noch viel weniger Zukunft.

    Und Mäuse sonnen sich nicht. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv.

    Kurzum, es ist und bleibt eine Projektion deiner Empfindungen. Wir Menschen sitzen oft auf einem hohen Ross was unser Urteil über Situationen betrifft - und glauben dass wir die absolute und universelle Wahrheit über Gut und Böse besitzen, und dieselben Kategorien auch für alle anderen Lebewesen gelten.

    Damit tun wir ihnen aber oftmals keinen Gefallen. Katzen bringen Mäusen den Tod, Punkt. Der Rest geht über die mentalen Limits der Maus weit hinaus.

  13. @65: Du betrachtest die Art, ich sprach von den Individuen. Für die Maus (Individuum) kann ein Unglück sein, was für Mäuse (zum beispiel Hausmäuse als Art) nicht schädlich oder sogar förderlich ist. Insofern reden wir aneinander vorbei. Die gleiche Unterscheidung gilt übrigens auch bei Menschen: Was für einzelne ein Unglück ist, mag für die Menschheit mittelfristig ein Glück sein.

    @66: Ich schrieb ja, dass wir Menschen uns glücklich schätzen können, Katzen zu haben, welche Mäuse erbeuten, weil sie uns damit Nahrungsschädlinge und Krankheitsüberträger vom Hals halten. Insofern wünsche ich mir nicht, dass die Maus der Katze entkommt. Dennoch kann ich sehen, dass es für die Maus ein Unglück ist.

    Dafür, dass die Maus keine Erwartungen hätte, sich keinen guten Tag wünscht, nicht trauert, bedarf es meiner Meinung nach Belege. Wie gesagt: im Zweifel für die Maus – lieber eine Fähigkeit zu viel in Betracht ziehen als eine zu wenig. Zwar spielt das letztendlich keine Rolle in der Beziehung zwischen Katze und Maus (die Katze interessiert sich nicht dafür, ob die Maus trauert), aber Mäuse werden von uns Menschen als Versuchstiere benutzt und für menschliches Handeln spielen ethische Betrachtungen eine Rolle und für jene können Dinge wie Leidensfähigkeit und Bewusstsein entscheidend sein.

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  14. Eine mehr sinngemässe Analogie als Beitrag zur Kontroverse wäre dies:

    Krankheitserreger im Submikrometer-Bereich sind unsere natürlichen Widersacher. Sie waren schon immer unsere Begleiter, sie bringen jeden Tag Menschen um und das ist völlig normal - bis zu einem gewissen Grad. Nimmt ihre Aktivität mal überhand, in Form von Epidemien, setzen wir uns instinktiv zur Wehr um das Gleichgewicht wiederherzustellen.

    Aber wir würden uns selbst keinen Gefallen tun sie alle komplett zu eliminieren, denn ihr Beitrag zu unserer Sterblichkeit ist wichtig. Krankheit mag für einen Menschen Unglück sein, unsere Sterblichkeit jedoch nicht.

  15. Und nur um das noch mal klarzustellen: es sind wir Menschen die wünschen, hoffen oder vieleicht sogar erwarten dass die Maus entkommt und einen guten Tag hat - nicht die Maus. Das ist eine menschliche Perspektive und Zeithorizont, die Mäuse schlicht nicht haben.

    Und es ist eben diese menschliche Vorstellung die das "Unglück" definiert - nicht die der Maus. Mäuse trauern nicht.

  16. @60: diese Übertragung ist grober Unfug und völlig danebengegriffen. Ich weise das strikt zurück.

    Die Rede war von Katze vs. Maus, nicht Mensch vs. Mensch. Mäuse sind Beutetiere, und Katzen sind ihr natürlicher Antagonist - so wie Spinnen Fliegen fressen, oder der Hecht den einen oder anderen Barsch. Daran ist überhaupt nichts verkehrt, aber auch absolut gar nichts - im Gegenteil: es ist für die Gesundheit und den Fortbestand beider Arten entscheidend dass dieses Fressen und Gefressenwerden immer wieder Balance herstellt. Insofern bringen Katzen Mäusen Glück, und umgekehrt. Der Hecht im Teich macht Barsche fetter - sie leben tatsächlich besser mit dem Räuber im Schilf.

    Daraus lässt sich aber überhaupt nicht schlussfolgern dass Vergewaltiger lediglich der Zweckerfüllung ihrer Opfer auf die Sprünge helfen - das ist eine vollkommen schwachsinnige Entstellung der Aussage über Katzen und Mäuse, und ehrlich gesagt fahrlässig falsch, denn da stimmen weder der Kontext, noch die Prämissen, noch die Schlussfolgerung. Mensch gegen Mensch ist etwas völlig anderes.

    Wenn man schon argumentieren will, dann doch bitte im Sachzusammenhang. Es ist ebenso falsch menschliche Gefühle auf Tiere zu übertragen, wie von tierischen Artbeziehungen auf menschliches Sozialverhalten zu schlussfolgern.

  17. Ach, in @62 müsste das "in dubio pro mure" heißen, oder? Ich hatte nie Lateinunterricht …

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  18. #62
    Ja, es ist emotional, es ärgert mich was #59 schrieb. Genauso hatten die Nazis argumentiert: Behinderte sind lebensunwert, die Natur will sie aussortieren, man erspart ihnen Leid. Die Frau ist naturgegeben Mutter, sie muss Kinder gebären - siehe Johanna Haarer. Es ist eine perfide Propaganda die in unverfänglicher Manier daher kommt.

    𝌒𝌒𝌊𝌡

  19. Ich übe mich in Empathie, @59. Da ich ein Mensch bin und keine Maus, mag das nicht immer richtig gelingen, doch Menschen haben viel gemeinsam mit Mäusen. Dinge wie Selbsterhaltungstrieb, Angst, Schmerz sind keine intellektuellen Leistungen, geschweige denn Ausgeburten unserer Kultur, bei den wir Mäusen etwas voraus haben. Es spricht sehr viel dafür, dass wir sie mit unseren nagenden Verwandten gemeinsam haben und sehr wenig dagegen. Selbst dass Mäuse Erwartungen haben, halte ich für wahrscheinlich. In dubio pro mus.

    Ich würde allerdings behaupten, dass, dass Gefressenwerden der Maus Ehre mache, eine sehr menschliche Sicht ist. Das Argument, dass der Maus dadurch Hunger, Krankheit, Vergiftung erspart werde, ist auch ein Außensicht, die richtig sein mag und doch nichts am persönlichen Unglück der Maus ändert – und ggf. ihres Nachwuchses, welcher verhungern mag, wenn eine Mäusemutter nicht zurückkehrt. Im Übrigen passt dieses Argument tatsächlich auch auf Menschen, denen ein Autounfall, ein Lawinenabgang oder ein Raubmord Leiden wie Krankheit und Alter ersparen. Es ist wahr und doch wäre es gerechtfertigt beim frühen Tod von einem Unglück zu sprechen.

    @60: Das Beispiel mit der Vergewaltigung hätte ich nicht gebracht – so etwas bringt ggf. zu viel Emotionen in die Diskussion ein, welche den Blick vernebeln können. Aber es verdeutlicht immerhin, dass etwas, was einen Platz in der Biologie hat (Beutetierfunktion der Maus im Ökosystem, Austragen von Erbträgern des Vergewaltigers durch die Frau) dennoch negativ vom Benutzten bewertet werden kann.

    Ich freue mich und hatte tatsächlich gehofft, dass jemand anderes als ich sich auch auf die Mauseperspektive einlassen möchte. :)

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  20. "Im Tridezimalsystem hat jeder Migokalendermonat genau 22 Tage. "

    Folgerichtig ist migo eine schwarze Katze

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  21. "Tatsächlich ist es aber naheliegend dass es ein Glück für die Maus ist von der Katze gefressen zu werden statt durch Krankheit, Nahrungsmangel oder Vergiftung oder einer beliebigen Kombination davon zu verenden - Gefressenwerden macht Sinn und der Maus Ehre. "

    Ergo ist es für eine Frau eine Ehre gefickt zu werden, denn dafür ist sie da. Es ist Sinn der Frau durchgenagelt zu werden, die Beine breit zu machen und es ehrt die Frau, wenn sie auf dem Weg zum Einkauf ins Gebüsch gezerrt und genascht wird, denn dafür ist sie da. Es wäre vermenschlichend was anderes anzunehmen.

    "Unglück entsteht aus Erwartung - ein Ereignis wird zur Katastrophe weil man etwas anderes erwartet."

    So wie die Maus was anderes erwartet, zB was zu Essen finden, ihren Bau zu finden oder die frische Luft zu genießen, erwartet die Frau auf dem Weg zum Einkauf was anderes als gevögelt zu werden. Wenn Migo das Futter erwartet und nicht bekommt ist das (s)ein Unglück genauso wenn die Maus Futter suchte und aufgegessen wird oder wenn die Frau einkaufen will und stattdessen gefickt wird .

    Zu unterscheiden wären angenehme und nicht-angenehme Erwartungsunterschiede, ie Unglücke.

    Migo könnte das Futter auf dem Tisch erwarten und stattdessen das Futter auf dem Tisch plus das im Kühlschrank bekommen, die Maus könnte Futter finden und Nistmaterial; das wären positive Unglücke.

    𝌒𝌒𝌊𝌡

  22. @56: das ändert nichts an der Tatsache dass die Bewertung des Gefressenwerdens der Maus durch die Katze sowohl menschlich als auch subjektiv ist. Objektives Unglück gibt es nicht, egal wie man das Wort deutet - und Mäuse verstehen davon ohnehin rein gar nichts.

    Unglück entsteht aus Erwartung - ein Ereignis wird zur Katastrophe weil man etwas anderes erwartet. Für Mäuse ist das Gefressenwerden eine Art Erfüllung, sie werden quasi als Nahrung für andere Tiere geboren. Für Menschen hingegen ist das ein sehr ungewöhnliches Ende.

    Wenn man also feststellt das Katzen den Mäusen Unglück bringen, überträgt man die menschliche Erwartung auf die Maus und bewertet danach. Tatsächlich ist es aber naheliegend dass es ein Glück für die Maus ist von der Katze gefressen zu werden statt durch Krankheit, Nahrungsmangel oder Vergiftung oder einer beliebigen Kombination davon zu verenden - Gefressenwerden macht Sinn und der Maus Ehre.

  23. Dann bin ich ja in guter Gesellschaft.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  24. Federvieh mag Federalismus

    𝌫𝌐𝌭𝌡

  25. Die Mehrdeutigkeit der Worte im Deutschen gestattet, sie auch jenseits von Schicksals- und Zufallsglauben zu verwenden. So ist glücklich beispielsweise nicht nur „lucky“, sondern auch „happy“, und Unglück nicht nur Pech, sondern auch Katastrophe oder Verderben.

    Ich denke nicht, dass eine Hoffnung, der Katze zu entkommen, die Diagnose einer Geisteskrankheit rechtfertigt. Die Maus ist jedoch krank, wenn sie annimmt, eine Katze würde ihr schon nichts tun – oder zumindest Katzen verführerisch statt beänstigend findet. Taxoplasma gondii kann so etwas tatsählich auslösen. Auch Menschen werden von dem Erreger befallen – in Deutschland übrigens sogar sehr viele Menschen – aber trotzdem selten von Katzen gefressen.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  26. @53: Mäuse kennen kein Unglück - das ist eine menschliche Empfindung, die aus der Hoffnung entsteht wenn sie mit der Wirklichkeit kollidiert.

    Davon abgesehen: dass eine Mausefalle den Nager einfängt mag Glückssache sein, aber mit einer Katze ist das eiskalte Berechnung - bei einem so hochspezialisierten, weit überlegenen Jäger sind die Überlebenschancen einer Maus verschwindend gering. Wäre die Maus fähig zu hoffen, und hoffte dass sie der Katze entkommt, wäre sie geisteskrank.

  27. @49: Fun fact: Im Migokalender (https://prlbr.de/mk) gibt es nur alle paar Jahre Freitag den 13., dafür dann gleich 13-mal im selben Jahr. 2017 war das so und es hat natürlich nicht geschadet.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  28. @50: Katzen bringen Mäusen Unglück sowie manch anderem Getier. Insofern es sich dabei um Nahrungskonkurrenten für uns Menschen, Krankheitsüberträger oder Krankheitsüberträgerträger handelt, können wir uns glücklich schätzen, Katzen in unserer Umgebung zu haben.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  29. Wenn es dann wenigstens lecker schmecken würde …

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  30. #30: CoV-19 (buchstäblich) bald in aller Munde - soziale Netzwerke führen Selbstisolationsfunktion ein.

  31. @49: nein - dass ist abergläubisch, nicht rassistisch.

    Abgesehen davon bringen Katzen kein Unglück - oder vielmehr, Unglück wird überhaupt nicht gebracht.

  32. Ist es rassistisch zu glauben dass Katzen die an Freitagen den 13 unter Leitern hergehen Unglück bringen?

    Bei mir ist es so, dass ~90% meiner Haut hell sind, aber zwischen den Pobacken es manchmal sich dunkel verfärbt. Bis jetzt wurde ich (noch) nicht diskriminiert, auch wenn mir schon mal gesagt wird ich wäre eine Drecksau die sich waschen sollte.

    𝌆𝌒𝌏𝌭

  33. @47: Sachliche Antwort auf eine doppelzüngige Frage, die eher darauf zielte dass es ja Menschen gibt unter deren hellhäutigem Skalp ewige Polarnacht herrscht, wogegen es in Migo's Fall hinter der finsteren Fassade ganz und gar nicht so schattig zu sein scheint.

    Im übertragenen Sinne ging es dabei um die rassistische Tendenz aus der Hautfarbe von Menschen Eigenschaften abzuleiten die gar nichts mit der Haut zu tun haben.

    Oder bringt Migo Unglück?

  34. Migos Hautfarbe ist hauptsächlich hell, @45. Das kann man beispielsweise auf https://prlbr.de/em erahnen beim Ohr und in der Leistengegend sowie hier https://prlbr.de/2018/labbi-tonsur/ am Kopf. Aber es variiert: Der Nasenspiegel, Augenränder und zum Teil die Lippen sind schwarz, wie hier zu sehen https://prlbr.de/2008/en/rain. Auch die Pfotenballen, Hoden und die Haut an den Beinen dort, wo kein Fell mehr wächst, sind eher dunkel.

    Das eine oder andere Foto von einem schokofelligem Labbi habe ich übrigens auf diesen Seiten. Hier zum Beispiel: https://prlbr.de/galerie/19/cash/

    @46: Brasilianer sehen noch einmal anders, was ein Amerikaner ist.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  35. @43: Danke für die Aufklärung - diese verworrene Geschichte war mir dank Google faktenmässig bekannt, was mir aber nicht hilft "Russlanddeutsche" als eine homogene Gruppe zu verstehen die sich mit Wodka assoziieren lässt.

    Das ist ein bisschen wie mit "Amerikanern" - was ist denn eigentlich ein Amerikaner? Nach meinem Verständnis ist das ein fluffiges, rundes Gebäckteilchen aus Rührteig mit Zucker- und/oder Schokoladenguss - aber das sehen U.S. Medien und Behörden irgendwie ganz anders.

    Yup, pun intended.

  36. @44: Das "du" war unpersönlich, bezogen auf die Person die sich schwertut einen akzeptablen Ausdruck für Menschen mit dunkler Hautfarbe zu finden. Die Reflektion ist, dass in vielen Fällen nicht der Mangel an einem geeigneten Begriff, sondern vielmehr der Mangel an Sinn in der beabsichtigten Aussage für die Verwirrung verantwortlich ist.

    Bist du sicher dass dein Hund schwarz ist? Oder nur sein Fell? Meine Hündin ist blassrosa, unter einem schier undurchdringlichen, gleichmässig schokoladenbraunen Pelz, der jedem Waschversuch trotzt, weil er einfach nicht nass wird - ganz gleich wieviel Wasser man darauf kippt.

    Rassismus scheint nicht in ihrer Natur zu liegen: alles was zwei oder vier Beine hat und beim Anwuffen nicht umfällt oder die Flucht ergreift ist als Spielkamerad willkommen. Na ja, der Schneemann wurde irgendwann langweilig - hält ein Stöckchen, wirft es aber nicht. Blödmann. Wuff.

  37. @39: Dass „schwarze Schafe“ negativ belegt sind, heißt nicht, dass „schwarz“ negativ belegt wäre. Obschon …

    „Ihr Deutschen … Schwarz immer alles schlecht, ne? Schwarzfahren, Schwarzsehen, Schwarzarbeit, Schwarzgeld. Aber weiß immer alles gut: Weißwurst, Weißwein, Weißbrot.“
    „Es gibt doch aber auch Schwarzbrot …“
    „Ja, aber schmeckt nicht!“
    (https://www.imdb.com/title/tt1245474/)

    Ich habe einen schwarzen Hund. Hat keine negative Konnotation für mich. Ich weiß nicht, ob ich die Frage, warum ich es gerade wichtig fand, Menschen anhand ihrer Hautfarbe abzugrenzen, richtig verstehe. Meintest du mich, Martin, oder war das ein hypothetisches Beispiel, ein hypothetisches „du“? Falls du mich meintest, ist sie allzu leicht beantwortet: Ich las den Anfang eines Buches, welches sich mit Unterscheidungen aufgrund von Hautfarbe und anderer vermeintlich rassischer Merkmale beschäftigt, und kommentierte dieses.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  38. Russlanddeutsche sind Deutsche die seit Generationen in Russland leben aber nun deutschen Pass haben

    https://m.bpb.de/gesellschaft/migration/russlanddeutsche/

    https://www.mdr.de/zeitreise/integration-von-russlanddeutschen-100.html

    𝌒𝌒𝌊𝌡

  39. @41: Oh, die Assoziation von Russlanddeutschen (was sind eigentlich Russlanddeutsche?) mit Wodka ist mir neu. Wieder was gelernt.

    Ganz richtig: nicht aussprechen allein schafft rassistische Ideen und Wahrnehmungen nicht aus der Welt. Ganz im Gegenteil.

    In meiner Schulzeit waren die Schulbücher voller Bilder von hellhäutigen Menschen, und dunkelhäutige Menschen kamen allenfalls in Berichten über ferne, exotische Länder vor. Von Rassismus wurde da nicht gesprochen - aber dennoch wurde er uns dadurch gelehrt. Nicht mal unbedingt absichtlich, sondern eher aus Gewohnheit.

    Dieses "gefilterte", verzerrte Menschenbild sitzt fest im Kopf - und um es los zu werden, sind ebenso nach Hautfarbe gefilterte oder differenzierende/kategorisierende Darstellungen vom Menschen eben nicht hilfreich, egal ob bildlich oder sprachlich. Dennoch dominieren sie unseren Alltag.

    Selbst die Jesusfigur in unserer Kirche hat eine auffallend helle Hautfarbe und europäisch anmutende Gesichtszüge - aber hätte er wirklich so ausgesehen, dann hätte Judas ihn nicht verraten müssen.

    Unsere Vorstellungen von "normal" sind eben nicht normal, ja nicht einmal besonders nahe am Durchschnitt - trotzdem denken und urteilen und handeln wir jeden Tag in diesem Rahmen, und pflegen und erhalten unser Bild vom Menschen mit unseren Äusserungen und Darstellungen. Wir meinen das oft nicht böse, aber wir führen uns selbst in die Irre damit.

  40. 》Diese Abwertung nicht auszudrücken ist eigentlich eine Geistesübung, die eine Barriere schafft an der man sich rechtfertigen muss. 》

    Nur weil man Dinge nicht (mehr) ausspricht, #39, sind diese nicht auch gleich weg - wie man am Rassismus und an der Menschenverachtung ganz aktuell sieht, wie schnell es in der Gesellschaft akzeptiert wird -, allerdings kann man, wie Martin schon anriss, Menschen erst auf den Trichter bringen wenn man Dinge thematisiert, zB Rassismus und Hautfarbe, und dann ein junger Mensch denkt 'dunkler Mensch, bloß normal verhalten', was dann für den dunklen Menschen ebenfalls unangenehm sein kann, da er keine Extrabehandlung, im Guten wie im Bösen, wollte

    Was mich 'tröstet' ist die Tatsache, dass dunkle Menschen sich untereinander genauso diskriminieren wie helle Menschen; oder wer denkt bei Russlanddeutschen nicht an Wodka?

    Einfach alle gleichberechtigt diskriminieren, dann ist es schon ok

    𝌒𝌒𝌊𝌡

  41. P.S. zu 39: Der Haken ist dass wir Milchsemmeln Menschen mit anderer (insbesondere dunklerer) Hautfarbe als "fremdartig" wahrnehmen - selbst wenn wir dieser Fremdartigkeit gar keine negative Bedeutung zuordnen.

    Unseren Gehirnen diese Wahrnehmung abzugewöhnen ist ganz und gar nicht leicht - denn sie wird von unserer Umgebung, Medien, Lehrmaterialien, Filmen, Produktwerbung usw., und eben auch von unserer Sprache, immer wieder bestätigt und verstärkt.

    Die Idee ist dass wenn wir diese Bestätigung und Verstärkung vermeiden, wir bessere Chancen haben diese Fehlkonditionierung zu durchbrechen. Natürlich ist es dafür Bedingung dass wir den Fehler zunächst einmal einsehen und das Problem tatsächlich lösen wollen.

    Die sprachliche und gefühlsmässige Gleichsetzung von Rassismus mit seinen Extremformen ist dabei vielleicht nicht unbedingt hilfreich - denn dadurch wird der ehrliche Umgang mit dem eigenen Rassismus verhindert.

    Und nur um das klarzustellen: man kann durchaus Rassist sein und sich dennoch (oder, wie in meinem Fall, gerade deshalb) gegen Rassismus wenden.

  42. @36: ja ja, wenn ich von "schwarzen Schafen" spreche, dann könnte ich natürlich tatsächlich die wiederkäuenden Viecher auf der Weide neben dem Sportplatz der Schule meinen.

    Natürlich wird es dir nichts ausmachen wenn dich jemand "Bleichgesicht" nennt, denn es impliziert ja nicht viel mehr als den Fakt dass dein Gesicht eben bleicher ist als bei den meisten Menschen. Wäre es dagegen normal dunkeloliv oder braun, und jemand würde dich Nigger nennen, dann wäre das im günstigsten Fall ein Ausdruck von Geringschätzung.

    Diese Abwertung nicht auszudrücken ist eigentlich eine Geistesübung, die eine Barriere schafft an der man sich rechtfertigen muss. Wenn dir der Begriff "farbig" zur Beschreibung von Menschen schwerfällt und Gewissensfragen aufwirft, dann ist das genau die Idee dabei. Was genau willst du eigentlich mit deiner Beschreibung sagen, wogegen willst du diejenigen die zu beschreibst eigentlich abgrenzen? Hmm?

    Und da schnappt die Falle dann nämlich zu - aus irgendeinem Grund fandest du es gerade wichtig Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe voneinander abzugrenzen. Du bist kein Rassist, nein. Aber warum dann "farbig"? Was wolltest du eigentlich sagen?

    Na ja - mir passiert das auch ständig, bin nämlich auch Rassist. In Therapie, allerdings - nur die Umkonditionierung ist eben ein langwieriger Prozess.

  43. @37: Der Doppelbedeutung des Wortes „groß“ bin ich mir bewusst und es trägt zur Befremdlichkeit bei, dass jemand ggf. den Drang verspürt, explizit klar zu machen, dass er mich nicht für leistungsmäßig, sondern nur für körperlich herausragend hält, obwohl das aus dem Zusammenhang sowieso klar gewesen wäre. Aber ich finde „lang“ trotzdem nicht diskriminierend.

    Zur von dir geschilderten sozial oder ökonomisch motivierten Selbstzensur sei ergänzt, dass es heutzutage auch Bewegungen und Medien gibt, die sich ausdrücklich gegen „politische Korrektheit“ wenden. Ein Hort der freien Meinungsäußerung sind diese nicht unbedingt, sie bilden halt ihre eigene Parallel-Öffentlichkeit mit ihren eigenen Restriktionen. Irgendwo findet so fast jeder einen Raum, um seine Gedanken ungeschminkt kundzutun, aber es mag kein gesamtgesellschaftlicher Diskurs daraus werden.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  44. #36: 'gross' ist vlt nicht optimal, hat weitere Konnotation. Ein großer Mensch kann physisch und sozial/politisch gross sein, wie Alexander

    "Ich hatte begonnen, „Die 101 wichtigsten Fragen: Rassismus“ von Susan Arndt zu lesen. "

    Auf YouTube hat eine Youtuberin ein Video über Vaginen und was man(n) nicht über Frauen weiss online gestellt

    Da YouTube gewisse Worte zensiert und die Youtuberin Werbung schaltete für Geld verdienen, wurden dann bestimmte Worte wie 'Vagina' und ähnliches nicht benutzt

    Wenn man aufklären will und über Dinge reden, dann aber nicht redet sondern drum herum redet, macht das einen komischen Eindruck

    Dazu kommt, dass 'die Schere im Kopf' in der Mitte der Gesellschaft ist, nicht weil ein Diktatorin es will, sondern aus finanziellen Gründen oder vlt aus Angst sozial ausgegrenzt zu werden

    Das Thema ist an sich grundsätzlich. Zeitungen brauchen Reichweite, also wird publiziert was viele Lesende erreicht und kein schlechtes Licht auf die Zeitung wirft. Unabhängig ist das dann kaum

    Und man möchte ja einen Job haben, Freunde und kein Shitstorm. Wenn dann etwas nicht konform ist, kann man geneigt sein lieber die Klappe zu halten oder darum herum zu reden. Als soziale Lebewesen brauchen wir die Andered, orientieren uns an diesen

    Was aber, wenn soziale Normen es verhindern über bestimmte Dinge zu reden? Rassismus, Sex mit (nichtmenschlichen) Tieren, Migration, Asyl, Integration, Ausbeutung, Umweltschutz.. alles heiße Themen wo die soziale Kontrolle oft verhindert sachbezogen zu sprechen

    𝌆𝌡𝌥𝌤

  45. Ob man mich Bleichgesicht nennt, @34, Gringo, weiß, kaukasisch, langnasig oder meinetwegen auch beige … das macht mir alles nichts aus, egal ob die Bezeichnungen im ursprünglichen Sinne des Wortes nun zutreffen und auch unabhängig davon, ob das Fremdbezeichnungen sind.

    Schwarz, farbig, dunkelhäutig, negroid … alles falsch, rassistisch, böse? Ja, ich denke, dass dieses sprachliche Ausweichen ggf. herrschende negative Assoziationen aufwärmt. Das Gleiche gilt übrigens für Tolle, Irre, Geisteskranke, geistig Behinderte, mental Herausgeforderte oder wie auch immer … Es sind viel seltener die Wörter, die negative Assoziationen erzeugen, sondern Vorurteile, die mit der Zeit auf die Wörter abfärben und ihnen erst einen negativen Klang geben. Durchs Auswechseln von Wörtern ändert sich nichts. Man wird nur immer darin erinnert, dass das gemeinte Merkmal ein ganz besonders Wichtiges sei, weil so viel Aufhebens darum gemacht wird.

    Ich erinnere mich noch daran, dass ich, nachdem wir das Thema Rassismus in der Schule behandelt hatten, immer wenn ich dunkelhäutigen Menschen auf der Straße begegnete, unweigerlich so etwas dachte wie: „Ein potenzielles Opfer von Rassismus. Sei ganz normal, Martin.“ Es war die Beschäftigung mit Rassismus, die mir eine rassistische Brille aufsetzte.

    Menschen mit einer anderen Hautfarbe als ich sind anders als ich, nämlich in ihrer Hautfarbe. Daran, dass festzustellen, ist nichts schlimm, man sollte es nur nicht überbewerten. Übrigens bin ich selbst äußerlich auffallend anders, als die meisten Menschen in meinem Umfeld. Dass ich jemanden treffe, der größer als ich ist, dürfte kaum einmal im Jahr vorkommen. Das zu sagen ist nicht schlimm. Mich im Laden zu bitten, dass ich etwas aus dem Regal von oben herunterreiche, ist nicht diskriminierend. Groß, Riese, Hüne, hochgewachsen genannt zu werden ist weder falsch noch böse.

    Was nervt ist, wenn Leute immer die gleichen Witze einem gegenüber machen und wohl erwarten, dass man es lustig findet. Was auch nervt ist, wenn manche Leute damit Dummheit assoziieren – das könnte mit der Geschichte von David und Goliath zu tun zu haben, obwohl in dieser Goliath eigentlich überheblich war und David auch nicht aufgrund von Schläue, sondern der göttlichen Vorsehung und dem geschickten Umgang mit seiner Waffe wegen obsiegte. Ein bisschen befremdlich fand ich ferner immer, wenn Leute absichtlich das Wort „groß“ umschiffen und mehr oder weniger scherzhaft „lang“ sagen – es sei denn natürlich, es geht um so etwas wie Betten oder Ärmel, wo das üblich ist.

    Dass ich wegen meiner Größe überwiegend Nachteile habe, bin ich gewohnt. Daran lässt sich für mich auch nichts ändern. Wenn Leute wegen ihrer Hautfarbe sozial benachteiligt werden, ist das aber unnötig, ungerechtfertigt und inakzeptabel.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  46. Ich stimme dir gänzlich zu, @33. Zwei Notizen am Rande:

    Zur Abgrenzbarkeit wurden in den Kommentaren fünf und sechs an folgender Stelle Gedanken formuliert – https://prlbr.de/2016/frage-der-definition/#K5 –, welche hier ebenfalls passen.

    Frau Arndt unterscheidet im erwähnten Buch übrigens zwischen weiß und weiß und „weiß“.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  47. Oder sagen wir's mal so: als Bleichgesicht muss man sich in der Regel keine Sorgen machen dass man aufgrund seiner Hautfarbe soziale Nachteile hat - und das ist schlicht ein Fakt, ganz egal wo auf der Welt man sich befindet.

    Und dass das nur für Bleichgesichter gilt, ist ein Riesenproblem. Punkt.

  48. Tatsächlich gibt es keine biologisch abgrenzbaren "Rassen" innerhalb unserer Spezies - aber das bedeutet nicht dass es keine verschiedenen Hautfarben bei Menschen gibt, oder dass diese nicht genetisch veranlagt wären.

    Rassismus gibt diesem körperlichen Merkmal aber eine soziale Dimension - und zwar in der absolut überwiegenden Mehrzahl der Fälle zum Nachteil von Menschen mit dunkler Hautfarbe.

    Bestimmte Begriffe oder Ausdrucksweise drücken mehr aus als den rein biologischen Fakt - oder sind auf Extreme reduziert weil sie sich eigentlich gar nicht auf den Fakt beziehen, sondern von vornherein eine soziale Bedeutung unterstellen. Weiss und Schwarz kommen im Spektrum menschlicher Hautfarbe nämlich ausgerechnet nicht vor - haben aber andere Assoziationen, und um die geht es.

    Ich bin mir allerdings nicht so sicher ob sprachliches Ausweichen tatsächlich diese Assoziationen verhindert - oder eigentlich eher fördert. Und wo Alternativbegriffe ausserdem noch hervorgehoben sind, erscheint mir die Taktik schon fast zynisch, wie Harry Potter's You-know-who.

  49. Noch in der Zukunft, @31.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  50. Wo ist die Gallerie mit Fotis von den Klemmbausteintieren? **gucken**

    𝌆𝌡𝌥𝌤

  51. Mancherorts in den USA steht auf Viehdiebstahl noch die Todesstrafe durch Erhängen. (Mag sein, dass es konkurrierende Gesetze gibt, die dagegen sprechen. Ich bin da kein Fachmann.)

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  52. 'der Verzehr von gestohlenen Tierprodukten vertretbar wäre, '

    Und wenn ich die ganze Kuh klaus?

    𝌫𝌓𝌏𝌡

  53. Yay!

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  54. Migo ist 59/4Jahre jung! **trööt**

    𝌡𝌫𝌤𝌉

  55. Das Ende, @25?

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  56. @wartehäuschen

    Auf was wartet das Häuschen denn?

    𝌡𝌫𝌤𝌉

  57. Ein Foto vom Wagen im Teich habe ich nicht. Ich habe ihn möglichst schnell wieder herausgezogen, sodass sich die Matratze in ihm nicht gänzlich vollsaugt und/oder er gegebenenfalls nach weiter in Teich sinkt. Enten waren gerade nicht zugegen.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  58. "trieb der Wind Migos Wagen am Nachmittag in den Weisener Teich hinein. "

    Hast du ein Foto davon? Ô.ô Waren die Enten sehr entäuscht den Buggy doch nicht zu bekommen?

    𝌫𝌐𝌭𝌡

  59. Das freut mich – merci für deine freundlichen Worte, @21.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  60. bin hier gelandet weil ich ein Foto vom Gummisteig gesucht habe - das war vor 2 Stunden..Dank und Chapeau an den Blogger!

  61. Yes, I am aware of this. I think that this is related to why many people have difficulty to apply what they learned about math in school to their "real" life. Real life doesn't look like a typical math homework or test.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  62. https://prlbr.de/2020/streichholz-gleichung/

    Have you known that there's a problem called ~expert problem~? When participants are asked to solve problems like yours, and the problems are arranged such that, for instance, always the vertical matchsticks are to be repositioned, those participants will have problems when they face a problem where operators, like + or -, have to repositioned. Because they've learnt a distinct way to tackle the problem, they will perform poorly when that strategy doesn't work any more

    𝌫𝌐𝌭𝌡

  63. "Wufflentinstag. Dazu passend habe ich einen 🐕 aus Noppensteinen zusammengesetzt. "

    Eine Wuffeline aus Nippelstein, tztz

    𝌆𝌡𝌥𝌤

  64. 🤩

    𝌫𝌐𝌭𝌡

  65. Den Abendstern, der auch Morgenstern genannt wird – Christian jedoch nicht – und kein Stern ist.

    W. Nuss vo Bümpliz klingt schön. Ich verstehe nur nichts.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  66. Hast du die Venus von Bümpliz* gesehen, oder den Venushügel einer Frau?

    *https://m.youtube.com/watch?v=TWp7I9h8pnU

    𝌆𝌡𝌥𝌤

  67. Andersrum passt es: Ellen hat auch ein Rad. #mama

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  68. Haben die Räder auch Ellen oder nur Speichen? #kunarien

    𝌆𝌡𝌥𝌤

  69. Mein Papa wurde tatsächlich einmal sieben Jahre alt. Allerdings war ich damals nicht zum Geburtstag eingeladen. Das Lied kannte ich nicht, @10.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  70. Fleischgericht: Du hattest Pasta, an sich nicht teuer. Mein Einruck bisher war, dass 'vegetarisch' idR immer etwas mehr Geld kostet als Fleisch - auch wenn Fleisch mehr REssourcen verbraucht. Ich hätte vermutet, dass es einfach zu teuer wäre noch ein Salat kostenlos zu reichen bei einem ohnehin teureren Veggi Gericht

    𝌐𝌉𝌮𝌉

  71. 'Am Geburtstag meines Vaters aßen wir zu siebent in einem Restaurant in Potsdam zur Mittagszeit. '

    Also wurde dein Papa sieben Jahre alt!

    Kennst du dieses Lied von Lilli Palmer? ~Oh meine Papa war eine wunderbare Clown~ https://www.youtube.com/watch?v=6eeXfbBAKmw

    𝌐𝌉𝌮𝌉

  72. @6@8: Danke, das wäre eine Erklärung. Die Kundenerfahrung ist so freilich nicht angenehm für mich als einzig Unberücksichtigtem und für die anderen dann Mitfühlenden. Gelöst haben wir dies immer so, dass wir auch einen Salat für mich bestellten als gesonderten Rechnungsposten. Ich fand, dass er kulinarisch sehr gut vor meinen Pastagerichten passte. Bei beiden Restaurants handelte es sich übrigens um welche, die sicherlich einen Schwerpunkt auf Fleischgerichten haben und nur ein bis zwei fleischlose Alternativen auf ihrer Karte führen.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  73. Andrerseits kann man einem stärke- und proteinreichen Linsencurry durchaus einen leichten Blattsalat vorangehen lassen - es gibt also auch Harmonien innerhalb der vegetarischen Palette. Das Entré komplett wegzulassen ist sicherlich nicht sehr elegant, aber eine einfache Lösung?

    Oder andersherum, ist der Standard-Salat vor dem Fleischgang eine simple Lösung die immer passt. So trivial ist das in der vegetarischen Küche natürlich nicht (immer), da muss man ein wenig weiterdenken.

  74. ...Nichtwiederholung von Zutaten bei aufeinander folgenden Speisen, meinte ich. Ist eine alte Regel für Menüs. Eine Hühnerbrühe ist keine geeignete Vorspeise für den Entenbraten, also. Krautsalat als Entré für Kohlroulade ist auch Unsinn.

    Also so in etwa. Vermute ich.

  75. Das mit dem fehlenden Salat vor dem vegetarischen Hauptgang hat vermutlich mit der Speisefolge bei der Menüzusammenstellung zu tun. Kommt darauf an was genau der Hauptgang war.

    Die einzelnen Teile des Menüs sollen sich harmonisch ergänzen und nicht wiederholen, also einem leichten Gemüsegericht sollte nicht noch eines folgen. Eine Pilzsuppe dagegen wäre vielleicht kein Problem gewesen?

  76. Du hast Dich zur Frau umbauen lassen und Mama macht das Foto?
    https://prlbr.de/galerie/20/neujahr-auf-dem-reiherberg/rb.jpg

    𝌆𝌡𝌥𝌤

  77. Bollerito ist zwar nicht im Bild https://prlbr.de/bm, war aber heute auch mit auf dem Reiherberg.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  78. Migo Böllerito

    𝌆𝌡𝌥𝌤

  79. Danke. :)

    PS: Boll, böller, am böllersten.

    𝌭𝌊𝌉𝌫

  80. BöllerGrüsse und BöllerSmiley

    Dein 'Kurzes' verlinkt noch auf 2019

    𝌫𝌐𝌭𝌡