Juli 2014

Gerüst an der Schule an der Stepenitz, 17. Juli 2013

Artikel

Am Bahnhof in Dergenthin
Im Oktober 2013 machte ich auf einer Wanderung von Wittenberge nach Perleberg einen Abstecher in die Siedlung Am Bahnhof bei Dergenthin. Vielen, die hier vorbeikommen, dürfte unbekannt sein, dass hier ein Geschwindigkeitsrekord für Schienenfahrzeuge aufgestellt wurde, der für Jahrzehnte bestand hatte.
Eine Konstruktion zu Cheops’ Pyramide
Im vergangenen Jahr veröffentlichte ich einen Artikel über Theorien zum Verhältnis von Kantenlänge und Höhe der Cheops-Pyramide. Nun erhielt ich ein E-Mail mit einem weiteren Ansatz in Form einer geometrischen Konstruktion. Diese zeige ich nebst einer Berechnung, wie nah sie populären Theorien kommt.

Ökonomie und Ökologie bei Ladegeräten

Bei Testberichten zu Fotoapparaten, wie man sie beispielsweise auf www.dpreview.com findet, wird regelmäßig als negativer Aspekt aufgeführt, wenn zu einer Kamera kein externes Akkuladegerät mitgeliefert wird. Der Kunde muss sich dann entscheiden, ob er extra Geld für ein solches ausgibt oder ob er damit lebt, dass er Akkus nur in der Kamera aufladen und währenddessen natürlich nicht draußen fotografieren kann. Ohne externes Ladegerät ist es außerdem umständlich, immer aufgeladene Reserveakkus bereitzuhalten.

Warum packen manche Hersteller zu einem oft relativ teuren Gerät wie einem Fotoapparat das relativ günstige Ladegerät nicht einfach dazu? Aus Profitgier? Um unter Inkaufnahme eines schlechten Service für den Kunden die Nasenspitze im Preiskampf ein paar Euro vorn zu haben? Möglich, in manchen Fällen mag das so sein.

Ich denke aber, es gibt auch eine ganz andere, ehrenwerte Motivation. Diese wurde mir bewusst, als ich darüber nachdachte, warum auch Ricoh bei seiner GR-Reihe[1] keine Ladegeräte mitliefert, obwohl diese Weitwinkelfotoapparate doch in dem Ruf stehen, dezent und ohne Schnickschnack wirklich auf die Bedürfnisse von Fotoenthusiasten zugeschnitten zu sein. Und wer viel fotografiert, braucht ein Ladegerät, oder? Aber Ricoh ist darüber hinaus ein sehr umweltfreundliches Unternehmen.

Digitalkameras werden oft viel schneller gewechselt als analoge Kameras. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass sich die Sensortechnologie in den zurückliegenden Jahren schnell verändert hat und man bei fast allen Digitalkameras das ganze Gerät austauschen muss, wenn man auf einen neuen Sensor umsteigen will.[2] Bei Analogkameras ist das ja anders: Bei jeder Aufnahme verwendet man auch mit einer alten Kamera einen neuen Sensor, nämlich einen neuen Abschnitt des eingelegten Filmes.

Wenn viele Kunden aber alle zwei, drei Jahre einen neuen Fotoapparat mit beigefügtem Ladegerät kaufen, dann stapeln sich bald die Ladegeräte unsinnig, denn da ist ein fünf Jahre altes praktisch genauso gut wie ein neues. Damit verbunden: ein unsinniger Ressourcenverbrauch, unnötiger Müll und tatsächlich auch unnötig herausgeschmissenes Geld. Das wird vermieden, wenn man Ladegeräte nur gesondert anbietet für jene, die wirklich eines brauchen.

Dies gilt freilich nur für Unternehmen, die über längere Zeit bei einer Standardakkuform bleiben, was technisch kein Problem ist – die Spannung ist tatsächlich bei fast allen Akkus für Digitalkameras heutzutage gleich und theoretisch könnten fast alle Digitalkameras mit denselben Akkus betrieben werden. Manch weniger ökologisch denkender Hersteller wechselt die Form aber leider oft, was neben vielen Ladegeräten auch bedeutet, dass die alten Akkus nicht in der neuen Kamera weiterverwendet werden können.

Die beispielhaft genannte Firma Ricoh bleibt nicht nur seit Jahren über mehrere Modellreihen einer Akkuform treu, sondern ermöglicht alternativ den Einsatz von handelsüblichen AAA-Zellen im gleichen Gerät, sodass man auch auf solche Akkus und Universalladegeräte zurückgreifen kann, die fast jeder sowieso im Haushalt hat.

Wenn ich also in einem Produktvergleich als fetten Minuspunkt lese, dass ein Hersteller kein Ladegerät bei seiner Kamera mitliefert, dann schaue ich auf jeden Fall genauer hin. In manchen Fällen macht mir der vermeintliche Minuspunkt den Hersteller sogar sympathischer!

Am Kornfeld

Die folgenden Bilder wurden mit einer Billigkamera geknipst, die ich einst für Demonstrationszwecke erwarb – siehe z. B. „Knipsen mit und gegen’s Licht“. Löblich: Auch diese Praktica akzeptiert mit AA-Zellen einen weit verbreiteten Batterientyp.

Bilder vom 5. Juli 2013 aus dem Umfeld eines Kornfelds im Westen Perlebergs

[1]
Alle Fotos in der Bildergalerie habe ich bis dato mit einer gebraucht erworbenen Ricoh GR Digital IV aufgenommen.
[2]
Die erwähnte Firma Ricoh hat mit der GXR-Modulkamera auch den Versuch gewagt, dieses Prinzip zu überwinden.