Februar 2013

Baumkrone über dem Perleberger Rohdeplatz

Artikel

Brandenburgisches Album
Zwar findet man das Brandenburgische Album aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bereits seit 2010 auf prlbr.de, doch jetzt haben mein Vater und ich alle Ansichten eingescannt und in einer besseren Qualität bereitgestellt. Die Prignitz ist mit fünf Stahlstichen vertreten: Havelberg, Perleberg, Pritzwalk, Elbbrücke bei Wittenberge und Wittstock.
Die Geometrie der Großen Pyramide
Betrachtungen zur Frage, was die Form der Cheops-Pyramide über das Wissen der alten Ägypter verrät: Verschlüsselten die Baumeister der Pharaonen im einzigen erhaltenen Weltwunder der Antike die Kreiszahl π oder hatten sie anderes im Sinn?
Von der Zahl zum Wort
Die Seite stellt ein kurzes PHP-Skript vor, dass Ziffernfolgen in leicht auszusprechende und damit gut zu merkende Fantasieworte umwandelt. Diese Fantasieworte lassen sich übrigens auch als Zahlen in einem Stellenwertsystem mit gemischter Basis und Buchstaben als Ziffern betrachten.
Von Bundestag und Schweinestall
Im Herbst 2012 verabschiedete der Deutsche Bundestag Änderungen des Deutschen Tierschutzgesetzes, darunter eine Regelung zur betäubungslosen Kastration von Schweinen. Aus den Debatten und weiteren Dokumenten dazu habe ich Auszüge zusammengetragen.

28 Tage

Da 2013 kein Schaltjahr ist, hat der Februar in diesem Jahr wieder 28 Tage. Würde man das ganze Jahr in 28-Tage-Monate einteilen, dann ergäbe dies dreizehn Monate à 28 Tage plus einen Extratag. Nett: Da 28 durch sieben teilbar ist, würde innerhalb eines Jahres die Tagesnummer in jedem Monat immer auf den gleichen Wochentag fallen. Wäre beispielsweise der neunzehnte des ersten Monats ein Samstag, dann wären auch die neuzehnten des zweiten, dritten, …, zwölften und dreizehnten Monats Samstage.

Abergläubische hätten damit vielleicht Schwierigkeiten. Nicht nur, dass jedes Jahr dreizehn Monate zählte – alle paar Jahre gäbe es gleich dreizehnmal Freitag den Dreizehnten innerhalb eines Jahres. Andererseits könnte dies dazu beitragen, den Aberglauben vom Unglückstag abzubauen. Als Glücks- oder Unglückszeichen wählen sich Menschen meist seltene Phänomene, sei es das vierblättrige Kleeblatt oder zerbrochene Spiegel. Bei häufigen Ereignissen merkt man hingegen schnell, dass damit keine übernatürliche Wirkung verbunden ist.

Bärengrammatik

Bären lassen sich (grammatikalisch) leicht beugen. Nur im ersten Fall heißt es in der Einzahl „Bär“, in allen anderen Fällen und sobald mehr als ein Tier erscheint, spricht man in der deutschen Standardsprache von „Bären“. Hier eine Beugungstabelle mit bestimmten Artikeln:

WerfallWesfallWemfallWenfall
Einzahlder Bärdes Bärendem Bärenden Bären
Mehrzahldie Bärender Bärenden Bärendie Bären

Ich notiere das, weil man immer wieder andere Formen in Gebrauch findet. So gibt es in der Potsdamer Dortustraße eine „Apotheke zum Schwarzen Bär [sic]“, und in einer esoterischen Zeitschrift las ich jüngst von einer Dame, die auf der Suche nach einer Art Totem „so etwas wie einen gefährlichen Leopard [sic], einen kräftigen Bär [sic] oder einen majestätischen Elch“ erwartete.[1]

Pyramidenparameter und mirakulöse Migomaße

Der Artikel zur Geometrie der Cheops-Pyramide ist lang genug – man kann aber noch mehr dazu schreiben. So beschäftigt sich Erich von Däniken in „Die Zeitmaschine“, Folge 1 der Videoreihe „Auf den Spuren der All-Mächtigen“, mit der Höhe der Großen Pyramide und bemerkt: Der Erddurchmesser geteilt durch 86400, die Anzahl der Sekunden an einem Tag, ergibt die Höhe der Cheops-Pyramide. So ungefähr. Erstaunlich, oder?

Wenn man 250 Labrador Retriever wie die Bremer Stadtmusikanten übereinander stellt, ergibt das ebenfalls die Höhe der Cheops-Pyramide. So ungefähr. Labrador Retriever lassen sich gut stapeln, weil sie anders als verzüchtete Deutsche Schäferhunde keinen schräg abfallenden Rücken aufweisen. Meinen Mitbewohner Migo, seines Zeichens Labrador Retriever, vermaß ich jüngst. Neben der klassischen Vierbeinergröße Widerristhöhe (585 mm) schaute ich auch auf solche Körpermaße, die am Menschen traditionell als Vorlage für Längenmaße dienen: Breite einer Hand beziehungsweise entspannter Vorderpfote (65 mm), die „Elle“ vom Ellbogen des Vorderbeins bis zur Spitze der gestreckten Pfote (355 mm) und der „Fuß“ von der Hinterpfotenspitze bis hinters Sprunggelenk, also die beim Hund nie aufsetzende Ferse (215 mm).

Schaut man sich diese Maße an, kann man allerlei Erstaunlichkeiten feststellen. Die Widerristhöhe misst genau drei mal drei Pfoten. Sie beträgt zudem mit einer Abweichung von 0,5 Promille die Quadratwurzel der Eulerschen Zahl an Ellen. Betrachtet man das Verhältnis von Elle zu Fuß, zeigt sich nur eine Abweichung von 0,2 Promille zum binären Logarithmus der Kreiszahl π. Das kann doch kein Zufall sein, oder?

Sonne in Sicht

Ein Fotoapparat ist für manches gut geeignet – fürs Fotografieren etwa oder als Briefbeschwerer auf dem Schreibtisch. Es gibt allerdings Taten, die man mit einem gewöhnlichen Fotoapparat nicht tun sollte. Neben der Nutzung als Flummi gehört zu den Anwendungen, von denen abgeraten wird, das direkte Fotografieren der hochstehenden Sonne. Mit einer ganz billigen Kamera habe ich’s einmal versucht: Foto der Sonne. Auch wenn es nicht danach aussieht, überlebte der Sensorchip das Experiment. Ansonsten bringt einem das Foto allerdings keinen Erkenntnisgewinn.

Anders ist das bei der folgenden Aufnahme. Den Himmel bedeckte eine Wolkenschicht, die einen Großteil des direkten Sonnenlichts wegfilterte. So richtete ich meine Kompaktkamera – deren Zerstörung ich übrigens wegen eines mittlerweile regelmäßig auftretenden Defektes hätte gut verschmerzen können – auf die Sonne. Auf dem Bild erkennt man immerhin in der oberen Hälfte klein zwei Sonnenflecken.

Positiv und Negativ der Sonne, aufgenommen mit einer einfachen Digitalkamera

Das für mich beeindruckendste mit eigenen Augen beobachtete astronomische Ereignis fand am 8. Juni 2004 statt: ein Venustransit. Ich hatte damals das Glück, mitten in der Berufsausbildung zum Mechatroniker für einige Tage im Schweißen unterrichtet zu werden. So war es Kollegen und mir leicht möglich, uns mit Schutzgläsern zu versorgen und in einer Pause einen Blick auf die scheinbar winzige Venus, die tatsächlich fast so groß wie die Erde ist, vor der Sonnenscheibe zu werfen. Bedenkt man dabei, dass die Venus der Erde viel näher als der Sonne stand, vermittelt ein solcher Anblick ein Gefühl für die Dimensionen der Himmelskörper in unserem Sonnensystem, wie man es vom Lesen der Abmaße allein nicht bekommt.

Kommentar zur betäubungslosen Ferkelkastration

Zum Artikel Von Bundestag und Schweinestall ein Kommentar von Chris Janecke:

Ich empfinde „das Schwein an sich“ nicht als Beleidigung des Menschen. Denken wir nur einmal an die überwältigenden genetischen Ähnlichkeiten. Es kommt immer darauf an, welche Gedanken der Absender in diese seine Worte legt und das als Beleidigung nachzuweisen ist nicht immer zweifelsfrei. (v. Fallersleben/v. Eichendorff: Die Gedanken sind frei)

Dass über die Kastrations-Thematik und das Hinausschieben heute noch der Bundestag mit zweifelhaftem Ergebnis debattiert, ist blamabel. Keine Schweinerei, eher unmenschlich. Hat man den ewig weiter Hinausschiebenden angeboten in der Zwischenzeit auch bei ihnen mal den einen oder anderen Eingriff ohne Betäubung durchzuführen? Gewiss – sie haben bereits ein höheres Lebensalter. Aber auch die Ferkel in ihrem zarten Alter sind nicht gefühllos, spüren durchaus und schreien dabei – seit alters her bis heute und darüber hinaus. Vielmillionenfach.
Wir hatten diese Diskussion als Lehrlinge in der Landwirtschaft 1962 gegenüber dem Lehrmeister, der dann mit dem Küchenmesser … „Wir haben das schon immer so gemacht und auch mein Vater und dessen Vater – alles hervorragende Schweinemeister“ – der Weisheit letzter Schluss? „Wieso Tierarzt (mit Betäubungsspritze und Kosten)? Die Ferkel sind doch nicht krank! Die erholen sich schnell wieder.“

Man benötigt auch keine zeit- und kostenaufwendige Narkose (auch organbelastend), sondern nur eine kleine Spritzenfüllung zur örtlichen Betäubung für wenige Cent, eben so, wie es ohne jede Diskussion bei kleineren Eingriffen am Menschen als selbstverständlich gilt.
Der späteste und ohne unzumutbare organisatorische/finanzielle Schwierigkeiten mögliche Termin für den Beginn wäre: Sofort!

Derefer.me

Ende Januar, Anfang Februar, hat die Nutzerzahl meines Projekts derefer.me wieder kräftig zugenommen. Laut Alexa gehörte die Domain zum Monatswechsel zu den 50.000 meistbesuchten weltweit.[2] Das Besucheraufkommen hielt dann den Februar über an.[3] Zwar freut es mich einerseits, dass die Seite so gut angenommen wird und Menschen hilft, andererseits betreibe ich sie zu 100 % auf eigene Kosten, die durch eine steigende Nutzerzahl auch steigen. Ein persönliches Interesse an einer wachsenden Popularität habe ich nicht. Was mein persönliches Interesse betrifft, lag dieses vor allem im Jahr 2008 in der Herausforderung, die Seite mit ihren Funktionen zu entwickeln und umzusetzen.

Zweck

Um den Zweck von derefer.me zu verstehen, muss man zunächst wissen, was ein sogenannter Referrer, auch Referer geschrieben, im Kontext des Stöberns im Web ist.

Wenn Sie mit einem Browser wie Firefox oder Internet Explorer eine Webseite aufrufen – zum Beispiel jene, die Sie gerade lesen –, dann finden Sie auf dieser Seite verschiedene Weblinks, zum Beispiel den folgenden auf die Aktion animals.txt. Wenn Sie auf den Weblink klicken, dann fragt Ihr Browser bei animalstxt.org die verlinkte Seite an, um Sie Ihnen zu präsentieren. Bei der Anfrage schickt der Browser allerdings an animalstxt.org auch die Information, auf welcher Seite sie einen Link zu animalstxt.org angeklickt haben – in diesem Fall wäre das die Adresse http://prlbr.de/2013/02/. Diese Information nennt man Referrer.

Dass der Referrer versendet wird, liegt weder an prlbr.de noch an der verlinkten Seite animalstxt.org, sondern an Ihrem Browser. Die Information ist zwar in der Regel harmlos – kann aber aus dem Gesichtspunkt des Datenschutzes auch kritisch betrachtet werden. Falls Sie nicht jedem Webseitenbetreiber im Netz mitteilen möchten, wie sie zu ihm gekommen sind, dann haben Sie ein Interesse, keinen Referrer zu senden, und können das gegebenenfalls in den Einstellungen Ihres Browsers abstellen.

Manchmal wird sich auch der Betreiber einer Webpräsenz wünschen, dass seine Nutzer verlinkten Seiten nicht automatisch mitteilen, woher sie kamen. Zum Beispiel der Betreiber eines Forums für anonyme Alkoholiker: Um sicherzustellen, dass seine Besucher ihrer nächsten aufgesuchten Seite nicht versehentlich offenbaren, dass sie in irgend einer Beziehung zur Suchtproblematik stehen, könnte er externe Seiten anstatt direkt zu verlinken …

<a href='http://animalstxt.org/'>Aktion</a>

… über einen Dienst wie derefer.me verknüpfen:

<a href='http://derefer.me/?http%3A%2F%2Fanimalstxt.org%2F'>Aktion</a>

Die Zielseite, hier animalstxt.org, erfährt aus dem an sie gesendeten Referrer so nicht, dass ihr Besucher von den anonymen Alkoholikern kam, sondern höchstens, dass er über eine Umleitung kam – woher auch immer.

Besonderheit

derefer.me ist nicht der erste Service dieser Art, doch er brachte eine Besonderheit: Webseitenbetreiber können sich ein individuelle Weiterleitungsseite gestalten, über die Nutzer umgeleitet werden. Auch diese Idee hatte ich nicht als Erster, doch ich habe damals keine Seite gesehen, die dies ermöglicht, ohne den eigentlichen Zweck des Datenschutzes arg zu gefährden und sich somit ad absurdum zu führen. Der Trick ist, eine individuelle Weiterleitungsseite möglich zu machen, ohne diese über eine individuelle Adresse anzusprechen.

Und nun …

Wie geschrieben wünsche ich mir nicht, dass der Datenverkehr über derefer.me weiter wächst. Ich möchte die Seite aber auch nicht verkaufen, abrupt einstellen oder durch Werbung finanzieren und so Nutzer enttäuschen, die dem Projekt vertrauen. Ich habe mich daher Anfang Februar entschieden, zunächst nur die Auffindbarkeit über Suchmaschinen zu erschweren. Gut möglich, dass damit die Nutzerzahlen schon hinreichend zurückgehen. Sollte dies nicht genügen, werde ich voraussichtlich die Erläuterung zur Funktionsweise des Dienstes entfernen.

Da es genügend andere Dienste gibt, welche dieselbe Grundfunktion bieten, entsteht dem Netz dadurch kein nennenswerter Verlust. Erfreulich ist auch, dass die mit dem Referrer verbundene Datenschutzproblematik mittlerweile Berücksichtigung in HTML gefunden hat und man Links mit dem rel-Attribut so markieren kann, dass Browser wissen, dass sie keinen Referrer senden sollen:

<a href='http://animalstxt.org/' rel='noreferrer'>Aktion</a>

Wenn alle Browser dies respektieren, ist das in mehrerlei Hinsicht besser als ein zwischengeschalteter Dienst wie derefer.me.

Kommentarfunktion

Demnächst wird man auf dieser Webpräsenz wieder Artikel leicht kommentieren können. Ähnliches gab es bereits zweimal: vor dem großen Umzug ein erweitertes Gästebuch/einfaches Forum, später dann ein E-Mail-Formular, dessen Eingaben ich händisch als Kommentare auf Seiten eintrug. Die Leserbeiträge über jene alten Kommentarfunktionen sind auf dieser Webpräsenz erhalten geblieben, die Methoden sind Geschichte.

Beide alten Kommentarfunktionen hatten gemeinsam, dass die Beiträge zu einem Artikel auf separaten Kommentarseiten verfasst und dargestellt wurden. Beim neuen System, hinter dem eine kleine Aneamal-Erweiterung steckt, wird die Kommentarfunktion hingegen direkt unterhalb von Artikeln eingebunden, wie man das von vielen Blogs kennt. Zudem brauchen Beiträge weder vom Kommentator selbst wie im Fall des alten Gästebuchs über einen Link in einer E-Mail noch von mir wie im Fall des späteren E-Mail-Formulars „freigeschaltet“ werden, sondern erscheinen sofort auf der Seite – zumindest wenn sie die Spamalarmglocken nicht zu laut zum Klingen bringen. Ich hoffe so eine höhere Benutzerfreundlichkeit zu erreichen.

Die neue Kommentarfunktion werde ich zukünftig bei Artikeln einbinden, von denen ich annehme, dass eine interessante Diskussion möglich ist (zum Beispiel bei „Meinungsartikeln“) oder dass das Angebot, Fragen zu stellen und beantwortet zu bekommen, Lesern einen Mehrwert bietet (zum Beispiel bei Erfahrungsberichten). Reine Bewertungen („Schöner/schlechter Artikel!“) oder themenfremde Beiträge („Wie geht’s Dir heute?“) bereichern eine Seite für andere Leser kaum, weswegen ich darauf weniger aus bin. Für so etwas sowie für willkommene Hinweise auf Rechtschreibfehler ist eine E-Mail besser als die Kommentarfunktion geeignet.


[1]
Heide-Maria Koubenec: Spirituelle Freundschaft. In: Sein, November 2012.
[2]
Alexa Internet Site Info über derefer.me: Traffic Rank 47.539 in der 7-Tages-Auswertung. Abgerufen am 5. Februar 2013.
[3]
Alexa Internet Site Info über derefer.me: Traffic Rank 46.708 in der 1-Monats-Auswertung. Abgerufen am 1. März 2013.