Splitter, Juli 2010

223 – 2010-07-02, 13:51:24

Zwei Änderungen im Hintergrund dieser Internetseite: Splitter werden nun mit ANEAMAL anstatt mit einem abgespeckten Montimum formatiert. Einen Unterschied dürften allerdings nur Leser des Feeds merken. Außerdem: Wer einen Gästebuchbeitrag verifiziert, findet dort nun einen Link zu seinem Beitrag im Gästebuch.


224 – 2010-07-02, 14:40:07

Die Stepenitz wird grün. Bald fährt sicherlich wieder ein Boot um die Stadt und schneidet Wasserpflanzen.


230 – 2010-07-10, 07:48:14

Wie schon beim letzten Besuch in Golm rannte uns auch heute morgen an der Bahn ein Hase entgegen, überlegte es sich offenbar noch einmal anders, als er uns sah, kehrte um und rannte fort.


234 – 2010-07-17, 12:01:44

Wie ich beim Aufbereiten des alten Skripts „Evo“ für den Browser merkte, ist nun tatsächlich eine gute Zeit gekommen, wie geplant auch das Spiel Quilt für den Browser umzusetzen. Durch das in HTML5 standardisierte Canvas-Element und die verknüpften JavaScript-Methoden ergibt sich die Möglichkeit, alte BASIC-Skripte viel leichter und mit weniger Änderungen zu übertragen, als dies zuvor möglich war.

Allerdings muss man sehen, ob JavaScript schon schnell genug für eine solche Implementierung verarbeitet wird. Für das originale Quilt wird es sicherlich genügen, bei Übernahme des Grafikmoduls von Quilt II zweifle ich ein bisschen. Um dieses flüssig laufen zu lassen, musste ich damals mit direkten Speicherzugriffen arbeiten, da die QuickBasic-Grafikbefehle auch nach Kompilierung keine hinreichend schnelle Umsetzung brachten. Mal schauen.

Hauptunterschied zwischen Quilt I und II ist hierbei, dass sich unter Quilt I die Spielfigur über den Bildschirm bewegt, am Rand angekommen dann der sich anschließende Untergrund geladen wird und die Spielfigur an den gegenüberliegenden Bildschirmrand springt. Vergleichbar mit Zelda IV für den Game-Boy. In Quilt II befindet sich der Spielercharakter stets mittig auf dem Bildschirm. Bewegt er sich, fließt der ganze Untergrund unter ihm durch. Zudem besitzt Quilt II bereits eine komplette Maussteuerung; die Spielfigur nimmt dabei selbst den terrainabhängig schnellsten Weg zwischen Standort und in der Nähe gewähltem Ziel, während unter Quilt I noch jede Richtungsänderung per Tastendruck vorgegeben werden muss und die Bewegungsgeschwindigkeit durch Morast und Gras nicht von jener auf Wegen abweicht.


237 – 2010-07-18, 19:29:52

Fürs Notizbuch: Pegelanzeige an der Ziegelhofbrücke heute Vormittag: 127. Allerdings ist der Referenzwert nicht der Stepenitzgrund unter der Ziegelhofbrücke selbst. An dieser Stelle ist der Fluss derzeit nur weniger Zentimeter tief, eine Hand breit vielleicht.


238 – 2010-07-18, 20:10:57

Anlässlich des heutigen Volksentscheides zur Bildungsreform in Hamburg: Hier in Brandenburg beträgt die Grundschulzeit schon lange 6 Jahre. Ich als Gymnasiast mit dieser Erfahrung finde das nicht schlecht oder schädlich, im Gegenteil. Grundsätzlich halte ich ein möglichst langes gemeinsames Lernen an öffentlichen Schulen für sinnvoll, gern auch über die sechste Klasse hinaus. Das soll allerdings nicht zur Gleichmacherei führen und alle Schüler auf das Tempo des langsamsten bremsen.

Besonders attraktiv finde ich daher jenes Modell, bei dem anstatt mehrerer paralleler Klassenverbände, die in einer Schule über Jahre hinweg nebeneinander dasselbe im Unterricht mit gleicher Geschwindigkeit und Förderung tun, in jedem Pflichtfach verschiedene leistungsspezifische Kurse angeboten werden. Es ergeben sich individuelle Stundenpläne für jeden Schüler. Derselbe Schüler kann dann zum Beispiel einen starken Kurs im Fach Deutsch besuchen, wo sein Talent zur weiteren Entfaltung geführt werden kann, im Fach Sport einen Kurs mit durchschnittlichem Anspruch belegen und in Mathematik, wo er Schwächen besitzt, eine besondere Förderung erhalten, sodass er nicht den Anschluss verliert.

In einem solchen System brauchen Schüler kaum „sitzen bleiben“, individuelle Stärken und Schwächen finden bessere Berücksichtigung, es gibt keine soziale Abgrenzung durch verschiedene Schulformen mit der verbundenen Stigmatisierung und es gibt mehr Kontakt zwischen Menschen mit ganz unterschiedlichen Talenten. Gibt es auch ein Angebot, gemeinsam Haus-/Aufgaben zu erfüllen, profitieren die Schüler von diesen Kontakten besonders. Man kann sich im Austausch helfen und gegenseitig weiterbringen, was derzeit nicht möglich ist, weil man sich in verschiedenen Schulen nie kennenlernt.

Im Kleinen macht man so etwas bereits mit Leistungs- und Grundkursen in der Sekundarstufe II bei Abiturienten. Ein massiver Ausbau über heutige Schulformgrenzen hinweg brächte meines Erachtens individuelle fachliche genauso wie gesellschaftliche Fortschritte. Eines ist klar: Organisatorisch ist dieses Modell eine große Herausforderung. Aber ich denke, solchen Herausforderungen sollte man sich stellen. Mit ein wenig Offenheit für besondere Lösungsansätze in besonderen Fällen (z. B. bei ländlichen Schulen mit sehr wenigen Schülern) kann es gelingen.


239 – 2010-07-19, 15:18:10

Ja?
Büro Vielzahn hier, können Sie mich bitte mit Herrn Schneider verbinden?
Schneider hier, am Apparat.
Das ist großartig, Herr Schneider. Herr Schneider, Herr Vielzahn ist derzeit leider verhindert, er bat mich allerdings, Ihnen eine Nachricht zu übermitteln.
Ja?
Haben Sie etwas zum Schreiben zur Hand?
Ja.
Ausgezeichnet, Herr Schneider, sagen Sie einfach, wann ich beginnen soll.
Ja.
Jetzt?
Ja.
Wunderbar, ich beginne also.
Ja?
Wuff, wufff. Grrrrrr-wrafff!!
Oh…

Oh.






Das war alles.



Soll ich Herrn Vielzahn vielleicht eine Antwort zukommen lassen?
Äh, nein. Nein, danke. Nein. Erst einmal nicht. Danke. Vielmals.
Gut, dann verbleiben wir so. Auf Wiederhören – trotz allem.
Ja, danke. Vielen Dank. Das tut mir alles sehr Leid. Vielleicht sagen Sie das Herrn Vielzahn, ja? Vielen, vielen Dank.



Tschüs.


242 – 2010-07-27, 15:45:18

Was trieb dich hier her
an diesem müden Morgen –
Tsetse am Wannsee?

(Klima-Haiku #76)


245 – 2010-07-29, 19:02:21

Spätestens seit gestern wird die schon einige Zeit erwartete Frisur der Wasserpflanzen in der Stepenitz vorgenommen. Haufen geschnittenen Grüns treiben langsam den von Wehren entschleunigten Fluss entlang.


247 – 2010-07-30, 19:42:03

Die ANEAMAL-Präsenz im Internet kann sich nun einer eigenen Domain erfreuen: aneamal.net. Freilich läuft die Seite selbst mit ANEAMAL.

In den nächsten Wochen werde ich die Beschreibungen ergänzen, gewiss auch deutschsprachige Erläuterungen hinzufügen und voraussichtlich ein kleines Forum als Angebot zur Kommunikation bereitstellen. Eine Möglichkeit, Nachrichten über neue Versionen zu abonnieren, darf dann ebenso wenig fehlen wie ein Fächer verschiedener gestalterischer Varianten.