Territoriale Vereinbarung

Neben dem Sieg einer Partei $1:0$ bzw. $0:1$ und dem Remis $\frac{1}{2}:\frac{1}{2}$, können die Spieler auf diplomatischem Weg eine neue Gebietsaufteilung vereinbaren. Die Punkte werden den jeweiligen Ländereien entsprechend vergeben: Jeder Spieler erhält als Punktzahl die Anzahl der ihm zugesprochenen Felder geteilt durch die Gesamtzahl der Felder auf dem Schachbrett.

Ein Beispiel

Beide Spieler können sich beispielsweise darauf einigen, den Punkt entsprechend der von ihnen besetzten oder kontrollierte Flächen aufzuteilen. Die folgende Grafik[1] zeigt eine Verteilung mit 28 Feldern für Weiß und 36 Feldern für Schwarz. Dem entspräche das Resultat $\frac{28}{64}:\frac{36}{64}$ beziehungsweise $\frac{7}{16}:\frac{9}{16}$.

Spielstand nach dem 36ten Zug einer Partie Anand–Bologan aus dem Jahr 2000.[2]

Pufferzone

Möglich ist auch, eine neutrale Pufferzone festzulegen. In der folgenden Darstellung einer Partie Perleberger Brückenschach bietet Weiß an, alle Feindseligkeiten einzustellen, wenn Schwarz die vorgeschlagenen Grenzen akzeptiert. Grün markiert ist eine neutrale Zone, deren Felder keiner Seite zugesprochen werden. Akzeptiert Schwarz, werden den Parteien $\frac{42}{66}:\frac{22}{66}$ zugeschrieben.

Spielstand einer Partie Brückenschach

[1]
Du kannst die Schach-Grafiken dieser Seite unter der GNU General Public License (GPL) verändert oder unverändert weiterverteilen. Gültig ist die GPLv2 oder eine spätere Version.
[2]
Viswanathan Anand (Weiß) siegte mit dem 42ten Zug.
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Viswanathan_Anand, Abrufdatum 2010-02-22